Klick&GO Schädlingsfrei Careo Konzentrat
Klick&GO Schädlingsfrei Careo Konzentrat ist ein hochwirksames, systemisches Insektizid zur gezielten Regulierung eines breiten Spektrums saugender und beißender Schaderreger. Als flüssiges Konzentrat formuliert, bietet das Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Kombination aus schneller Initialwirkung und langanhaltendem Schutz. Es ist speziell für den Einsatz in Zierpflanzenkulturen sowie im Kartoffelanbau konzipiert, wo es einen verlässlichen Schutz der Kulturen gewährleistet.
Durch seine systemischen Eigenschaften wird der Wirkstoff rasch von den grünen Pflanzenteilen aufgenommen und akropetal in der Kultur verteilt. Dies stellt sicher, dass auch versteckt sitzende Schädlinge an schwer zugänglichen Stellen oder auf den Blattunterseiten zuverlässig erfasst werden. Die einfache Handhabung und die flexible Dosierbarkeit machen es zu einem unverzichtbaren Baustein im modernen Pflanzenschutz.
Das Wirkungsspektrum umfasst wirtschaftlich bedeutende Schaderreger wie den Kartoffelkäfer, Weiße Fliegen, Thripse sowie verschiedene Schildlaus-Arten. Dank der Kombination aus Kontakt- und Fraßwirkung bietet das Produkt eine schnelle Knock-down-Wirkung bei gleichzeitigem Schutz des Neuzuwachses.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der enthaltene Wirkstoff Acetamiprid gehört zur chemischen Gruppe der Neonicotinoide und ist in die IRAC-Gruppe 4A eingestuft. Die biochemische Wirkung basiert auf der Blockade der nikotinischen Acetylcholinrezeptoren (nAChR) im Nervensystem der Schaderreger. Durch die Bindung des Wirkstoffs an diese Rezeptoren wird die Reizweiterleitung dauerhaft gestört, was zu einer kontinuierlichen Übererregung des Nervensystems führt. Die betroffenen Insekten stellen rasch die Nahrungsaufnahme ein, zeigen Koordinationsstörungen und sterben schließlich innerhalb kurzer Zeit ab. Die systemische Verteilung im Saftstrom der Kultur sorgt zudem dafür, dass auch nach der Applikation neu treibende Blätter für einen gewissen Zeitraum vor beißenden und saugenden Schädlingen geschützt bleiben.
Resistenzmanagement
Um einer Resistenzbildung vorzubeugen, insbesondere bei Schaderregern mit hoher Generationsfolge wie Weißen Fliegen oder Thripsen, muss Klick&GO Schädlingsfrei Careo Konzentrat im Rahmen einer strikten Antiresistenzstrategie eingesetzt werden. Dies erfordert den konsequenten Wechsel mit Insektiziden aus anderen IRAC-Wirstoffklassen. Die maximale Anzahl der Anwendungen pro Saison gemäß den BVL-Zulassungsbestimmungen darf nicht überschritten werden, und es sollte stets die volle registrierte Aufwandmenge genutzt werden, um die Selektion resistenter Biotypen zu verhindern.
Mischbarkeit & Tankmischung
Bei der Herstellung von Tankmischungen mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern ist vorab stets eine physikalische Mischbarkeitsprüfung (Kübeltest) durchzuführen. Das Konzentrat sollte in die mit Wasser teilbefüllte Spritze gegeben und unter ständigem Rühren vollständig gelöst werden. Um eine optimale Benetzung und Wirkstoffaufnahme zu gewährleisten, empfiehlt sich die Applikation bei moderaten Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit, idealerweise in den Morgen- oder Abendstunden. Extreme Hitze oder direkte Sonneneinstrahlung während der Behandlung sind zu vermeiden.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Bei der Anwendung von Klick&GO Schädlingsfrei Careo Konzentrat ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) für den Anwender obligatorisch. Zum Schutz von Gewässerorganismen und der aquatischen Umwelt sind die gesetzlich vorgegebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern strikt einzuhalten. Obwohl der Wirkstoff Acetamiprid im Vergleich zu älteren Wirkstoffklassen ein günstigeres Ökotox-Profil aufweist, sollten Behandlungen zur Schonung von Wildbienen und anderen Bestäubern außerhalb des aktiven Bienenflugs durchgeführt werden.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Zierpflanzen | Weiße Fliegen, Schildlaus-Arten | — | 0.0006000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Kartoffel | Kartoffelkäfer | — | 0.0005000000237487257 LITER_PER_SQUARE_METER | 14T |
| Zierpflanzen | Saugende Insekten, Thripse | — | 0.0006000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Beißende Insekten | — | 0.0006000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen den Kartoffelkäfer?
Die Behandlung sollte idealerweise beim Erkennen der ersten Larvenstadien (L1 bis L2) erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Fraßaktivität noch gering, und die jungen Larven reagieren besonders empfindlich auf den Wirkstoff Acetamiprid, was die Effizienz der Maßnahme maximiert.
Wie unterstützt die systemische Wirkung des Mittels den Schutz von dicht belaubten Kulturen?
Da der Wirkstoff nach der Spritzung in den Saftstrom der Kultur aufgenommen und translokal verteilt wird, werden auch versteckt sitzende Schaderreger wie Schildläuse oder Weiße Fliegen auf den Blattunterseiten erfasst. Dies gleicht eventuelle Benetzungslücken bei der Applikation aus.
Was muss bei der Anwendung im Gewächshaus im Vergleich zum Freiland beachtet werden?
Im Gewächshaus herrscht oft ein höherer Populationsdruck durch Schaderreger wie Thripse oder Weiße Fliegen. Hier ist ein engmaschiges Monitoring mittels Gelb- oder Blautafeln essenziell, um den Behandlungsstart präzise festzulegen und die Anzahl der Anwendungen im Rahmen des Resistenzmanagements zu minimieren.
Kann das Produkt bei extremen Temperaturen im Sommer ausgebracht werden?
Es wird dringend empfohlen, die Anwendung in den kühleren Morgen- oder Abendstunden durchzuführen. Hohe Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung können zu einer schnellen Verdunstung des Spritzfilms führen und das Risiko von phytotoxischen Schäden an den Blättern der Kultur erhöhen.
Wie lässt sich das Risiko einer Resistenzbildung bei wiederholter Anwendung minimieren?
Nutzen Sie das Prinzip des Wirkstoffwechsels (Kombination oder Rotation). Nach einer Behandlung mit diesem Produkt (IRAC-Gruppe 4A) sollten nachfolgende Spritzungen mit Insektiziden aus anderen Wirkstoffklassen durchgeführt werden, um selektiven Druck auf die Schaderreger zu vermeiden.
Wie verhält sich das Mittel bezüglich des Schutzes von nützlichen Insekten?
Obwohl Acetamiprid als nützlingsschonender im Vergleich zu älteren Wirkstoffklassen gilt, sollten Behandlungen außerhalb der Flugzeiten von Bestäubern stattfinden. Blühende Unkräuter im Unterwuchs sollten vor der Spritzung entfernt werden, um das Risiko für Bienen und andere Bestäuber zu minimieren.