Alle Mittel
Sonstige · Life Scientific Limited

LOSKA

BVL Zul.-Nr. 00A896-60

LOSKA ist ein leistungsstarkes, systemisches Fungizid, das speziell für den Schutz von Getreidekulturen wie Winterweizen, Winterroggen und Triticale entwickelt wurde. Durch die Kombination zweier bewährter Azol-Wirkstoffe bietet das Pflanzenschutzmittel eine hervorragende vorbeugende (protektive) und heilende (kurative) Wirkung gegen ein breites Spektrum wirtschaftlich bedeutender Pilzkrankheiten. Die flüssige Formulierung sorgt für eine schnelle Aufnahme in die Kultur und eine gleichmäßige Verteilung in der Pflanze.

Das primäre Einsatzspektrum von LOSKA umfasst ertragsrelevante Schaderreger wie die Septoria-Blattdürre, Braunrost sowie verschiedene Fusarium-Arten. Durch den gezielten Einsatz in den kritischen Wachstumsphasen der Kulturen sichert das Produkt nicht nur den Ertrag, sondern schützt auch die Kornqualität vor Mykotoxinbelastungen, die durch späten Ährenbefall entstehen können.

Wirkstoffe

Metconazol
48 g/L · Wirkstoff
Prothioconazol
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die in LOSKA enthaltenen Wirkstoffe Metconazol und Prothioconazol gehören beide zur chemischen Klasse der Triazole (bzw. Triazolinthione) und sind in die FRAC-Gruppe 3 (DMI-Fungizide / Demethylierungs-Inhibitoren) eingeordnet. Sie greifen gezielt in die Sterol-Biosynthese der Schadpilze ein, indem sie das Enzym C14-Demethylase blockieren. Dies führt zu einem Mangel an Ergosterol, einem essenziellen Baustein für den Aufbau und die Funktion der pilzlichen Zellmembranen. Ohne intakte Zellmembranen bricht das Wachstum der Pilzhyphen zusammen, was die weitere Ausbreitung des Schaderregers in der Kultur effektiv stoppt. Da beide Wirkstoffe systemisch transportiert werden, schützen sie auch neu zuwachsende Pflanzenteile von innen heraus und bieten so einen langanhaltenden Schutz über sensible Entwicklungsstadien hinweg.

Resistenzmanagement

Da beide Wirkstoffe in LOSKA derselben FRAC-Gruppe (Gruppe 3) angehören, ist ein konsequentes Antiresistenzmanagement unerlässlich. Um das Risiko einer Selektion resistenter Pilzstämme zu minimieren, solltest du LOSKA stets im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen (wie z. B. Carboxamiden/SDHI oder Strobilurinen) einsetzen. Vermeide wiederholte Solo-Anwendungen von Triazolen in derselben Saison und halte dich strikt an die empfohlenen Aufwandmengen, um eine Unterdosierung zu verhindern, die die Resistenzbildung begünstigen könnte.

Mischbarkeit & Tankmischung

LOSKA zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit gängigen Herbiziden, Insektiziden und Wachstumsreglern aus, die in den entsprechenden BBCH-Stadien zugelassen sind. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide Spritzungen bei extremer Hitze oder starker Sonneneinstrahlung, um die Kulturverträglichkeit zu maximieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit LOSKA ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Handschuhen und Augenschutz, obligatorisch. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen sind die gesetzlichen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern einzuhalten und Abdrift auf angrenzende Flächen durch den Einsatz abdriftmindernder Technik zu minimieren. Da keine spezifische Bieneneinstufung vorliegt, solltest du zum Schutz von Bestäubern Anwendungen nicht in blühende Kulturen oder auf von Bienen beflogene Unkräuter ausbringen und Behandlungen bevorzugt in den Abendstunden durchführen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RoggenBraunrost (Puccinia recondita)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleBraunrost (Puccinia recondita)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenBraunrost (Puccinia recondita)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenFusarium-Arten55–691 LITER_PER_HECTARE35T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit LOSKA gegen Fusarium-Arten?

Der beste Schutz gegen Fusarium-Arten wird erzielt, wenn du die Behandlung während der Blüte der Kultur (BBCH 61 bis 65) durchführst. Zu diesem Zeitpunkt sind die Ähren besonders empfindlich für Infektionen, insbesondere wenn feucht-warme Witterung herrscht.

Kann ich LOSKA auch bei kühlen Temperaturen im Frühjahr einsetzen?

Ja, LOSKA wirkt auch bei mäßig kühlen Temperaturen im zeitigen Frühjahr (ab ca. 5–8 °C) zuverlässig, da die Wirkstoffe schnell aufgenommen werden. Für eine optimale systemische Verteilung in der Kultur sind jedoch wüchsige Bedingungen von Vorteil.

Wie verhält sich LOSKA bei Regen kurz nach der Anwendung?

Dank der schnellen systemischen Aufnahme ist LOSKA bereits kurze Zeit nach dem Antrocknen des Spritzbelags regenfest. In der Regel reicht eine regenfreie Zeit von ein bis zwei Stunden aus, damit die Wirkstoffe sicher in das Blattgewebe eindringen können.

Warum ist die Einhaltung der Wartezeit von 35 Tagen so wichtig?

Die gesetzlich festgelegte Wartezeit von 35 Tagen stellt sicher, dass bis zur Ernte alle Wirkstoffrückstände in der Kultur unter die zulässigen Grenzwerte abgebaut sind. Dies garantiert die Lebensmittelsicherheit und die Verkehrsfähigkeit deines Ernteguts.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Produkte für meine Kultur?

Du kannst in unserer Produktdatenbank gezielt nach deiner Kultur (z. B. Winterweizen) und dem spezifischen Schaderreger filtern. So erhältst du eine Übersicht aller registrierten Pflanzenschutzmittel und kannst Wirkstoffe für eine effektive Spritzfolge vergleichen.