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Sonstige · GLOBACHEM NV

Maceta 100

BVL Zul.-Nr. 00A553-00

Maceta 100 ist ein hochselektives, systemisches Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von einjährigen und ausdauernden Ungräsern im Nachauflauf. Als bewährtes Graminizid ist das Produkt für den Einsatz in wichtigen landwirtschaftlichen Kulturen wie Kartoffeln (SOLTU), Winterraps (BRSNW) sowie Futter- und Zuckerrüben (BEAVA) registriert. Es zeichnet sich durch eine schnelle Aufnahme über das Blattwerk und eine zuverlässige Verteilung in der gesamten Schadpflanze aus.

Das Wirkungsspektrum umfasst sowohl einjährige einkeimblättrige Unkräuter als auch die schwer bekämpfbare Gemeine Quecke. Durch die systemische Translokation bis in die Wurzeln und Rhizome wird ein Wiederaustrieb der Schadgräser effektiv unterbunden. Dies macht Maceta 100 zu einem unverzichtbaren Werkzeug, um Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe in der kritischen Entwicklungsphase der Kulturen auszuschalten.

Mit einem flexiblen Anwendungsfenster in den BBCH-Stadien 14 bis 39 lässt sich die Behandlung optimal an das Auflaufverhalten der Ungräser anpassen. Die Formulierung sorgt für eine hervorragende Benetzung der Blattoberflächen und sichert die biologische Leistung auch unter wechselhaften Witterungsbedingungen, was dem Landwirt eine hohe Planungssicherheit im Feldmanagement bietet.

Wirkstoffe

Quizalofop-P-ethyl
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Maceta 100 enthaltene Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl gehört zur chemischen Familie der Aryloxyphenoxypropionate (umgangssprachlich als „Fops“ bezeichnet) und ist in die HRAC-Gruppe 1 (früher Gruppe A) klassifiziert. Er wirkt als selektiver, systemischer Inhibitor des Enzyms Acetyl-CoA-Carboxylase (ACCase), welches eine Schlüsselrolle bei der Fettsäuresynthese in einkeimblättrigen Pflanzen spielt. Nach der Aufnahme über die grünen Pflanzenteile wird der Wirkstoff rasch in die meristematischen Gewebe der Ungräser transportiert. Dort führt die Blockade der ACCase dazu, dass die Bildung neuer Zellmembrane gestoppt wird, was das Wachstum der Schaderreger innerhalb kürzester Zeit zum Erliegen bringt. Zweikeimblättrige Kulturen besitzen eine strukturell andere ACCase, die durch den Wirkstoff nicht blockiert wird, was die hervorragende Selektivität in den zugelassenen Kulturen erklärt.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei empfindlichen Ungräsern wie dem Ackerfuchsschwanz oder dem Windhalm effektiv vorzubeugen, darf Maceta 100 nicht wiederholt oder einseitig auf derselben Fläche eingesetzt werden. Integriere Wirkstoffe mit anderen Mechanismen (z. B. HRAC-Gruppe 15 oder Bodenherbizide im Herbst) in die Fruchtfolge. Zudem sollten alle pflanzenbaulichen und mechanischen Maßnahmen zur Unkrautregulierung ausgeschöpft werden, um den Selektionsdruck auf die HRAC-Gruppe 1 so gering wie möglich zu halten.

Mischbarkeit & Tankmischung

Maceta 100 ist grundsätzlich mit vielen gängigen Fungiziden und Insektiziden mischbar. Bei geplanten Mischungen mit Herbiziden gegen zweikeimblättrige Unkräuter sollte jedoch vorab die Verträglichkeit und mögliche antagonistische Effekte geprüft werden, da diese die Gräserwirkung mindern können. Achte bei der Zubereitung der Spritzbrühe auf eine ausreichende Wasserqualität, vermeide extrem hartes Wasser und stelle sicher, dass die Anwendung auf trockene, vitale Bestände ohne Taunässe erfolgt.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung von Maceta 100 ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Handhabung des Konzentrats, zwingend erforderlich. Zum Schutz von Nichtzielorganismen und der Umwelt sind Abdriften auf angrenzende Flächen und Gewässer konsequent zu vermeiden; nutze hierzu abdriftmindernde Düsentechnik. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, sollte zum Schutz von Bestäubern generell auf eine Anwendung in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, verzichtet werden – weiche stattdessen auf die späten Abendstunden aus.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
KartoffelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter16–390.6 LITER_PER_HECTARE49T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter19–390.6 LITER_PER_HECTARE90T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter14–180.6 LITER_PER_HECTARE90T
ZuckerrübeGemeine Quecke14–351.25 LITER_PER_HECTARE60T
ZuckerrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter14–350.6 LITER_PER_HECTARE60T
KartoffelGemeine Quecke16–391 LITER_PER_HECTARE49T

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für deine Behandlung gegen einjährige Ungräser?

Der optimale Behandlungszeitpunkt liegt, wenn die meisten Ungräser aufgelaufen sind und sich im aktiven Wachstum befinden, idealerweise zwischen dem 2-Blatt- und dem Bestockungsstadium. Achte darauf, dass die Schaderreger genügend Blattfläche ausgebildet haben, um den Wirkstoff gut aufzunehmen, und dass die Pflanzen nicht unter Trockenstress leiden.

Wie bekämpfst du die Gemeine Quecke mit Maceta 100 am erfolgreichsten?

Da die Gemeine Quecke ein ausdauerndes Ungras mit einem tiefen Rhizomsystem ist, solltest du die Anwendung erst durchführen, wenn die Quecke eine Wuchshöhe von etwa 15–20 cm erreicht hat. Zu diesem Zeitpunkt ist genügend vitale Blattmasse vorhanden, um den systemischen Wirkstoff bis in die Wurzeln und Ausläufer zu transportieren, was einen nachhaltigen Bekämpfungserfolg sichert.

Was musst du bei einer geplanten Tankmischung mit Breitblatt-Herbiziden beachten?

Bei Mischungen von Maceta 100 mit Herbiziden gegen zweikeimblättrige Unkräuter (insbesondere Sulfonylharnstoffen) kann es zu antagonistischen Effekten kommen, welche die Gräserwirkung reduzieren. Um die volle Wirksamkeit gegen die Ungräser zu garantieren, empfiehlt es sich, die Behandlungen getrennt mit einem zeitlichen Abstand von einigen Tagen durchzuführen.

Wie schnell ist das Pflanzenschutzmittel regenfest und welche Witterung ist ideal?

Der Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl wird sehr rasch von den Blättern aufgenommen, sodass Maceta 100 in der Regel bereits ein bis zwei Stunden nach der Anwendung regenfest ist. Vermeide Behandlungen bei extremer Hitze über 25 °C oder intensiver Mittagssonne, da dies die Kulturverträglichkeit beeinträchtigen und die Wirkstoffaufnahme durch eine dicke Wachsschicht der Ungräser erschweren kann.

Woran erkennst du, dass die Behandlung gegen die Ungräser gewirkt hat?

Da es sich um einen systemischen Wirkstoff handelt, setzt die sichtbare Wirkung langsam ein. Erste Symptome wie ein Wachstumsstopp zeigen sich nach wenigen Tagen. Nach etwa ein bis zwei Wochen verfärben sich die jüngsten Herzblätter rötlich bis braun und lassen sich leicht aus der Blattscheide herausziehen, bevor das gesamte Ungras vollständig abstirbt.

Wie integrierst du Maceta 100 am besten in dein persönliches Resistenzmanagement?

Da der Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl zur HRAC-Gruppe 1 gehört, besteht bei wiederholter Anwendung ein hohes Risiko für die Selektion resistenter Ungras-Biotypen (z. B. bei Ackerfuchsschwanz). Du solltest diesen Wirkmechanismus innerhalb der Fruchtfolge konsequent mit Herbiziden anderer HRAC-Klassen abwechseln und zusätzlich pflanzenbauliche Maßnahmen wie eine vielseitige Fruchtfolge und mechanische Bodenbearbeitung nutzen.