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OTHER · GLOBACHEM NV

Maceta 100

BVL Zul.-Nr. 00A553-00

Maceta 100 ist ein hochwirksames, selektives Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen Unkräutern und der Gemeinen Quecke. Als Emulsionskonzentrat (EC) formuliert, zeichnet sich dieses Pflanzenschutzmittel durch eine schnelle Aufnahme über die Blätter der Schadgräser aus. Es wird vor allem in zweikeimblättrigen Kulturen wie Kartoffeln, Winterraps und Zuckerrüben eingesetzt, um den Konkurrenzdruck durch Ungräser frühzeitig und nachhaltig auszuschalten.

Dank der systemischen Wirkung verteilt sich der aktive Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl rasch in der gesamten Pflanze bis in die Wurzeln und Rhizome. Dies macht Maceta 100 besonders schlagkräftig gegen ausdauernde Problemgräser wie die Gemeine Quecke, die über ihr unterirdisches Rhizomsystem sonst schwer zu bekämpfen ist. Die Kulturverträglichkeit in den zugelassenen Kulturen ist dabei hervorragend, was dem Landwirt eine hohe Flexibilität im Applikationsfenster bietet.

Wirkstoffe

Quizalofop-P-ethyl
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl gehört zur chemischen Klasse der Aryloxyphenoxypropionate (bekannt als "Fops") und ist in die HRAC-Gruppe 1 eingestuft. Er wirkt als selektiver Inhibitor des Enzyms Acetyl-CoA-Carboxylase (ACCase), welches eine Schlüsselrolle bei der Fettsäurebiosynthese in einkeimblättrigen Pflanzen spielt. Zweikeimblättrige Kulturen besitzen eine natürliche Selektivität, da ihr ACCase-Enzym strukturell unempfindlich gegenüber diesem Wirkstoff ist. Nach der Aufnahme über das Blattgewebe wird der Wirkstoff systemisch in die meristematischen Gewebe der Ungräser transportiert. Dort blockiert er die Bildung von Lipiden, die für den Aufbau von Zellmembranen essenziell sind. Innerhalb weniger Tage stoppt das Wachstum der Schaderreger, die Herzblätter verfärben sich nekrotisch und sterben ab, gefolgt vom vollständigen Absterben der gesamten Pflanze inklusive der Wurzelorgane.

Resistenzmanagement

Da Wirkstoffe aus der HRAC-Gruppe 1 ein inhärent hohes Risiko für die Selektion resistenter Biotypen (insbesondere bei Ackerfuchsschwanz und Windhalm) aufweisen, ist ein konsequentes Resistenzmanagement zwingend erforderlich. Maceta 100 sollte stets im Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen in der Fruchtfolge eingesetzt werden. Zudem sind pflanzenbauliche Maßnahmen wie eine abwechslungsreiche Fruchtfolge, mechanische Bodenbearbeitung und die Förderung der Konkurrenzkraft der Kultur zu integrieren, um den Selektionsdruck zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Maceta 100 ist im Allgemeinen gut mit vielen gängigen Fungiziden und Insektiziden mischbar. Bei geplanten Tankmischungen mit anderen Herbiziden, insbesondere Wuchsstoffen oder sulfonylharnstoffhaltigen Produkten, kann es jedoch zu antagonistischen Effekten kommen, die die Gräserwirkung reduzieren. Es wird empfohlen, stets eine ausreichende Wassermenge (mindestens 200–300 l/ha) zu verwenden und auf eine Applikation bei extremen Wetterbedingungen wie Frost oder Hitze über 25 °C zu verzichten. Die Zugabe von zugelassenen Additiven kann die Benetzung und Aufnahme unter ungünstigen Bedingungen verbessern.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Maceta 100 ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen, zu tragen. Da der Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl als gewässergefährdend eingestuft ist, müssen die gesetzlichen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und die entsprechenden Abdriftminderungsklassen strikt eingehalten werden, um aquatische Organismen zu schützen. Das Pflanzenschutzmittel ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zur Schonung von Nützlingen nicht in blühende Bestände oder bei starkem Bienenflug appliziert werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
KartoffelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter16–390.6 LITER_PER_HECTARE49T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter19–390.6 LITER_PER_HECTARE90T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter14–180.6 LITER_PER_HECTARE90T
ZuckerrübeGemeine Quecke14–351.25 LITER_PER_HECTARE60T
ZuckerrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter14–350.6 LITER_PER_HECTARE60T
KartoffelGemeine Quecke16–391 LITER_PER_HECTARE49T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Bekämpfung der Gemeinen Quecke mit Maceta 100?

Die Gemeine Quecke wird am besten bekämpft, wenn sie eine Wuchshöhe von etwa 15 bis 20 cm erreicht hat und genügend aufnahmefähige Blattfläche vorhanden ist. Zu diesem Zeitpunkt ist der Saftstrom in die Rhizome besonders aktiv, was eine maximale systemische Verteilung des Wirkstoffs bis in die Wurzeln garantiert.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von Maceta 100 nach der Spritzung?

Für eine optimale Wirkung sind wüchsige Wetterbedingungen mit moderaten Temperaturen (12 bis 20 °C) und ausreichender Luftfeuchtigkeit ideal. Regenfestigkeit wird in der Regel bereits 1 bis 2 Stunden nach der Anwendung erreicht. Bei extremer Trockenheit oder Frostgefahr sollte die Behandlung verschoben werden, da die Wachstumsruhe der Ungräser die Wirkstoffaufnahme hemmt.

Kann Maceta 100 in Kombination mit breitblättrigen Herbiziden ausgebracht werden?

Eine direkte Tankmischung mit Herbiziden gegen zweikeimblättrige Unkräuter sollte vorsichtig gehandhabt werden, da Antagonismen die Wirkung gegen Gräser abschwächen können. Im Zweifel empfiehlt sich eine Splitting-Anwendung, bei der zwischen den Behandlungen ein zeitlicher Abstand von mehreren Tagen eingehalten wird.

Warum ist die Einhaltung der BBCH-Stadien bei der Anwendung so wichtig?

Die zugelassenen BBCH-Stadien stellen sicher, dass die Kulturpflanzen ausreichend etabliert sind, um den Wirkstoff metabolisch zu tolerieren, während gleichzeitig die Zielgräser im empfindlichsten Entwicklungsstadium getroffen werden. Eine zu späte Anwendung gefährdet zudem die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Wartezeiten bis zur Ernte.

Wie erkenne ich, ob die Behandlung gegen die Ungräser erfolgreich war?

Erste Symptome zeigen sich nach etwa 5 bis 10 Tagen. Die jüngsten Blätter im Herz der Ungräser verfärben sich gelblich bis rötlich und lassen sich leicht aus der Blattscheide herausziehen. Die vollständige Abtötung der Pflanze inklusive der unterirdischen Organe kann je nach Witterung 2 bis 3 Wochen dauern.