Alle Mittel
OTHER · Evergreen Garden Care

MON76478

BVL Zul.-Nr. 007702-00

MON76478 von Evergreen Garden Care ist ein hochwirksames, flüssiges Herbizid-Formulierungskonzentrat, das speziell für die gezielte und systemische Bekämpfung von ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern entwickelt wurde. Als modernes Pflanzenschutzmittel für den Einsatz auf Nichtkulturland sowie in spezifischen Zierpflanzen- und Gehölzbereichen bietet es eine zuverlässige Lösung, um unerwünschten Aufwuchs wurzeltief zu eliminieren. Die Formulierung ist auf eine optimale Benetzung der Blattoberflächen ausgelegt, was eine schnelle Wirkstoffaufnahme begünstigt.

Der enthaltene Wirkstoff Glyphosat zeichnet sich durch seine hervorragende systemische Wirkung aus. Nach der Aufnahme über die grünen Pflanzenteile wird der Wirkstoff rasch mit dem Saftstrom in der gesamten Pflanze, einschließlich der unterirdischen Speicherorgane wie Rhizome, Ausläufer und Wurzeln, verteilt. Dies garantiert eine nachhaltige Wirkung selbst bei schwer bekämpfbaren, ausdauernden und mehrjährigen Unkrautarten.

Dank der anwenderfreundlichen Handhabung eignet sich das Produkt ideal für Spot-Behandlungen und gezielte Einzelpflanzenanwendungen. Es stellt ein wichtiges Werkzeug im modernen Vegetationsmanagement dar, um Flächen sauber zu halten und die Konkurrenz durch unerwünschte Schaderreger effektiv zu unterbinden.

Wirkstoffe

Glyphosat
74 g/L

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Glyphosat gehört zur HRAC-Gruppe 9 (Inhibitor der EPSP-Synthase). Die biochemische Wirkung beruht auf der selektiven Blockierung des Enzyms 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSPS) im Shikimatweg der Pflanzen. Dieser Stoffwechselweg ist essenziell für die Synthese aromatischer Aminosäuren wie Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan, die für das Pflanzenwachstum, die Zellteilung und die Proteinsynthese unerlässlich sind. Da dieser spezifische Stoffwechselweg ausschließlich in Pflanzen, Pilzen und einigen Mikroorganismen vorkommt, weist der Wirkstoff eine hohe biologische Spezifität auf. Nach der Blockade des Enzyms kommt es zu einem schnellen Wachstumsstopp der behandelten Schaderreger, gefolgt von einer allmählichen Chlorosierung und Nekrotisierung des Pflanzengewebes, was letztendlich zum vollständigen Absterben der gesamten Pflanze führt.

Resistenzmanagement

Zur Vermeidung von Resistenzbildungen bei den Zielunkräutern sollte der Einsatz von MON76478 stets in ein integriertes Unkrautmanagement (IWM) eingebettet werden. Dies umfasst den regelmäßigen Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen (HRAC-Gruppen) sowie die Kombination mit mechanischen und kulturtechnischen Maßnahmen. Da Glyphosat ein Breitbandherbizid ohne Selektivität ist, erhöht eine wiederholte, einseitige Anwendung auf derselben Fläche das Risiko für die Selektion resistenter Biotypen; ein konsequenter Wirkstoffwechsel bei Folgebehandlungen ist daher dringend zu empfehlen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da MON76478 primär für gezielte Einzelanwendungen oder im gärtnerischen Bereich eingesetzt wird, sind Tankmischungen in der Praxis selten erforderlich. Sollte eine Mischung mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Additiven in Erwägung gezogen werden, ist vorab stets eine physikalische Mischbarkeitsprobe in einem kleinen Gefäß durchzuführen. Die Wasserqualität, insbesondere eine hohe Wasserhärte, kann die Wirksamkeit von Glyphosat negativ beeinflussen, da Calcium- und Magnesiumionen den Wirkstoff binden; die Verwendung von weichem Wasser oder der Zusatz eines geeigneten Ammoniumsulfat-Konditionierers kann die Aufnahme optimieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit MON76478 ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzbrille, obligatorisch. Da der Wirkstoff nicht-selektiv wirkt, muss eine Abdrift auf benachbarte Kulturen und Nichtzielflächen strikt vermieden werden. Zum Schutz von Gewässerorganismen und der terrestrischen Flora sind die in der Zulassung festgelegten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen penibel einzuhalten. Das Mittel ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich eingestuft, dennoch sollte direkter Kontakt mit blühenden Pflanzen vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
KernobstZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.003000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER42T
RasenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.003000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.003000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER
SteinobstZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.003000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER42T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit MON76478?

Die Anwendung sollte erfolgen, wenn die unerwünschten Unkräuter ausreichend Blattmasse gebildet haben und sich im aktiven Wachstum befinden. Bei mehrjährigen Unkräutern ist eine Behandlung im späten Frühjahr oder Frühherbst besonders effektiv, da zu diesen Zeiten ein starker Assimilatstrom in die Wurzeln stattfindet, der den Wirkstoff optimal transportiert.

Wie lange nach der Anwendung darf es nicht regnen?

Für eine optimale systemische Aufnahme benötigt der Wirkstoff eine regenfreie Zeit von mindestens 4 bis 6 Stunden nach der Spritzung. Setzt vorzeitig Regen ein, kann der Wirkstoff abgewaschen werden, was die biologische Wirksamkeit erheblich reduziert.

Kann MON76478 auch bei niedrigen Temperaturen im Spätherbst eingesetzt werden?

Ja, eine Anwendung ist grundsätzlich möglich, solange die Pflanzen noch aktiv assimilieren und kein Dauerfrost herrscht. Bei kühlen Temperaturen verlangsamt sich jedoch der Stoffwechsel der Pflanzen, weshalb es deutlich länger dauern kann (bis zu mehreren Wochen), bis die sichtbaren Symptome des Absterbens eintreten.

Wie wirkt sich eine hohe Wasserhärte auf die Spritzbrühe aus?

Calcium- und Magnesiumionen in hartem Wasser können sich an das Glyphosat-Molekül binden und dessen Aufnahme durch die Pflanzenzelle blockieren. Bei hartem Wasser empfiehlt sich die vorherige Konditionierung des Wassers mit Ammoniumsulfat, um die Wirkstoffeffizienz voll auszuschöpfen.

Wie verhält sich das Produkt im Boden nach der Anwendung?

Der Wirkstoff Glyphosat wird bei Bodenkontakt extrem schnell und stark an Bodenpartikel adsorbiert, wodurch er biologisch inaktiviert wird. Ein mikrobieller Abbau erfolgt zügig, sodass keine nennenswerte Nachlaufwirkung über den Boden zu befürchten ist und Nachfolgekulturen sicher angebaut werden können.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen spezifische Schaderreger?

Nutzen Sie hierzu die Filterfunktion in unserer Produktdatenbank auf agronomy.farmable.tech. Sie können gezielt nach der gewünschten Kultur, dem spezifischen Schaderreger (z. B. ein- oder zweikeimblättrige Unkräuter) und der gewünschten Wirkstoffklasse filtern, um alle in Deutschland registrierten Alternativen anzuzeigen.