NEU 1165 M
NEU 1165 M ist ein hochwirksames, anwendungsfertiges Ködergranulat zur gezielten Bekämpfung von Nacktschnecken in einer Vielzahl von Kulturen. Als modernes Pflanzenschutzmittel von W. Neudorff GmbH KG setzt dieses Produkt auf einen bewährten, umweltschonenden Wirkstoff, der sich hervorragend in integrierte Pflanzenschutzkonzepte integrieren lässt. Die Formulierung als streufähiges Schneckenkorn gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung und eine hohe Attraktivität für die Schaderreger, selbst unter feuchten Bedingungen, die für Schnecken besonders einladend sind.
Der Fokus dieses Pflanzenschutzmittels liegt auf dem Schutz empfindlicher Kulturen in der kritischen Auflauf- und Anwachsphase. Durch die hohe Regen- und Schimmelbeständigkeit der Köderpellets bleibt die Lockwirkung über einen längeren Zeitraum im Feld stabil. Dies macht NEU 1165 M zu einem verlässlichen Partner im professionellen Anbau, der Ertragseinbußen und Qualitätsminderungen durch Fraßschäden effektiv verhindert.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der enthaltene Wirkstoff Eisen-III-phosphat (auch bekannt als Eisen(III)-orthophosphat) wirkt spezifisch auf den Kropf und Mitteldarm der Nacktschnecken. Nach der Aufnahme des Köders führt der Wirkstoff zu schnellen zellulären Veränderungen im Verdauungstrakt der Schaderreger, was einen sofortigen Fraßstopp zur Folge hat. Die Schnecken ziehen sich daraufhin in ihre unterirdischen Verstecke im Boden zurück, wo sie schmerzfrei verenden. Ein entscheidender Vorteil dieses Wirkmechanismus ist, dass die Schnecken nach der Köderaufnahme nicht ausschleimen. Dadurch bleiben unästhetische Schleimspuren auf den Kulturen aus, und die verendeten Tiere sind an der Bodenoberfläche nicht sichtbar. Da Eisen und Phosphat natürliche Bodenbestandteile sind, hinterlässt der Wirkstoff nach dem biologischen Abbau keine schädlichen Rückstände im Boden.
Resistenzmanagement
Für den Wirkstoff Eisen-III-phosphat sind bislang keine Resistenzerscheinungen bei Nacktschnecken bekannt. Da es sich um einen rein physikalisch-biochemischen Wirkmechanismus im Verdauungstrakt handelt, ist das Risiko einer Resistenzbildung als äußerst gering einzustufen. Dennoch empfiehlt sich im Sinne eines ganzheitlichen Resistenz- und Schaderreger-Managements die Kombination mit kulturtechnischen Maßnahmen, wie einer gezielten Bodenbearbeitung zur Zerstörung von Schneckeneiern und Rückzugsorten, um den Populationsdruck nachhaltig zu senken.
Mischbarkeit & Tankmischung
Da es sich bei NEU 1165 M um ein festes Ködergranulat (Schneckenkorn) handelt, das trocken und flächig auf den Boden ausgebracht wird, entfällt die klassische Tankmischbarkeit mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern. Eine Ausbringung sollte idealerweise separat mit einem Schneckenkornstreuer oder per Hand erfolgen. Um die beste Wirkung zu erzielen, sollte die Anwendung in den Abendstunden erfolgen, wenn die Schaderreger aktiv werden, und idealerweise auf feuchtem Boden, um die Attraktivität des Köders zu maximieren.
Sicherheit & Ökotoxikologie
NEU 1165 M zeichnet sich durch ein hervorragendes Ökotoxizitätsprofil aus. Der Wirkstoff Eisen-III-phosphat schont Nützlinge wie Laufkäfer, Spinnen und insbesondere Regenwürmer. Auch für Vögel, Igel und Haustiere besteht bei sachgemäßer Anwendung keine Gefahr, da der Wirkstoff für diese Organismen ungiftig ist. Das Pflanzenschutzmittel ist als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft und unterliegt keinen strengen abstandsrechtlichen Auflagen zu Gewässern, was eine flexible Anwendung selbst in sensiblen Randbereichen ermöglicht.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Zierpflanzen | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Obstkulturen | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Gemüsekulturen | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Gemüsekulturen | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Obstkulturen | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Ausbringung von NEU 1165 M?
Die Anwendung sollte idealerweise in den späten Nachmittags- oder Abendstunden erfolgen, da Nacktschnecken dämmerungs- und nachtaktiv sind. Zudem ist eine Ausbringung bei feuchter Witterung oder nach dem Beregnen besonders effektiv, da die Schaderreger dann aktiv auf Nahrungssuche gehen und der Köder seine maximale Lockwirkung entfaltet.
Wie verhält sich das Ködergranulat bei starkem Regen?
NEU 1165 M verfügt über eine extrem hohe Regen- und Schimmelbeständigkeit. Die Köderpellets quellen bei Feuchtigkeit auf, behalten jedoch ihre Struktur und Attraktivität für die Schnecken bei. Sie zerfallen nicht sofort und schimmeln auch bei anhaltend feuchter Witterung nicht, was eine langanhaltende Schutzwirkung garantiert.
Müssen nach der Anwendung von NEU 1165 M tote Schnecken abgesammelt werden?
Nein, das ist nicht erforderlich. Nach der Aufnahme des Wirkstoffs Eisen-III-phosphat verspüren die Schnecken ein Sättigungsgefühl, stellen den Fraß ein und ziehen sich in ihre Verstecke im Boden zurück, wo sie sterben. Es kommt nicht zu sichtbarem Ausschleimen auf der Bodenoberfläche oder den Kulturen.
Kann NEU 1165 M auch in Wasserschutzgebieten eingesetzt werden?
Ja, aufgrund der umweltfreundlichen Eigenschaften des Wirkstoffs Eisen-III-phosphat, der im Boden in die natürlichen Nährstoffe Eisen und Phosphat abgebaut wird, ist der Einsatz von NEU 1165 M in Wasserschutzgebieten in der Regel ohne strenge Einschränkungen zulässig. Es besteht keine Gefahr der Grundwasserbelastung.
Wie wird NEU 1165 M am besten auf der Fläche verteilt?
Für eine optimale Wirkung muss das Ködergranulat gleichmäßig im gesamten Bestand zwischen den Kulturen gestreut werden. Eine punktuelle Ausbringung in Häufchen ist zu vermeiden, da dies die Wahrscheinlichkeit verringert, dass alle Schaderreger den Köder rechtzeitig finden, und die Effizienz der Behandlung schmälert.
Gibt es Wartezeiten, die vor der Ernte der Kulturen eingehalten werden müssen?
Für NEU 1165 M sind aufgrund des ungiftigen Wirkstoffs und der spezifischen Anwendungsform als Bodenköder in der Regel keine Wartezeiten bis zur Ernte vorgeschrieben. Die Kulturen können somit flexibel und ohne zeitliche Einschränkungen nach der Behandlung geerntet werden.