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OTHER · Agria SA

OMIX

BVL Zul.-Nr. 008464-60

OMIX von Agria SA ist ein hochwirksames, systemisches Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von boden- und blattbürtigen Oomyceten. Mit dem bewährten Wirkstoff Propamocarb (722 g/l), formuliert als wasserlösliches Konzentrat (SL), bietet das Präparat einen zuverlässigen Schutz für sensible Kulturen wie Tomaten und Tabak. Es zeichnet sich durch eine schnelle Aufnahme und eine gleichmäßige Verteilung in der Kultur aus.

Der Schwerpunkt des Wirkungsspektrums liegt auf wirtschaftlich bedeutenden Schaderregern aus den Gattungen Pythium und Phytophthora. Diese Erreger verursachen gefürchtete Krankheiten wie die Umfallkrankheit bei Jungpflanzen sowie Wurzel- und Stängelfäulen. OMIX schützt die Kulturen sowohl präventiv als auch in frühen Infektionsstadien kurativ, wodurch ein gesunder Start und ein vitales Wachstum der Bestände gesichert werden.

Dank seiner systemischen Eigenschaften wird der Wirkstoff über die Wurzeln und Blätter aufgenommen und akropetal in der Kultur transportiert. Dies gewährleistet auch den Schutz von neu zuwachsenden Pflanzenteilen. OMIX hat sich als fester Baustein im professionellen Anbau etabliert, insbesondere in Phasen hoher Feuchtigkeit, die die Ausbreitung von Oomyceten begünstigen.

Wirkstoffe

Propamocarb
722 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in OMIX enthaltene Wirkstoff Propamocarb gehört zur chemischen Klasse der Carbamate und ist im FRAC-Code unter der Gruppe 28 (F4) klassifiziert. Die biochemische Wirkung basiert auf der Störung der Synthese von Phospholipiden und Fettsäuren, was die Bildung der Zellmembranen der Pilze direkt beeinträchtigt. Dies führt zu einer Hemmung des Myzelwachstums sowie der Sporenbildung und -keimung der Schaderreger. Durch diesen spezifischen, multisystemischen Einfluss auf die Membranpermeabilität unterscheidet sich Propamocarb von vielen klassischen Fungiziden. Da es gezielt in die physiologischen Prozesse der Oomyceten eingreift, blockiert es die Erregerentwicklung bereits in einem sehr frühen Stadium, noch bevor sichtbare Schäden an den Leitungsbahnen der Kultur entstehen.

Resistenzmanagement

Um das Risiko einer Resistenzbildung gegenüber dem Wirkstoff Propamocarb (FRAC-Gruppe 28) zu minimieren, sollte OMIX stets im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts eingesetzt werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen, die über abweichende Wirkungsmechanismen verfügen (wie etwa Kontaktfungizide oder systemische Wirkstoffe anderer FRAC-Gruppen). Zudem sollte die maximale Anzahl der Anwendungen pro Saison strikt eingehalten und das Pflanzenschutzmittel bevorzugt vorbeugend bei beginnendem Infektionsdruck ausgebracht werden.

Mischbarkeit & Tankmischung

OMIX weist im Allgemeinen eine gute Mischbarkeit mit gängigen Pflanzenschutzmitteln und Blattdüngern auf. Dennoch wird empfohlen, vor der großflächigen Anwendung eine physische Verträglichkeitsprobe (Kübeltest) in der vorgesehenen Konzentration durchzuführen. Bei Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wasserqualität (bevorzugt im neutralen bis leicht sauren pH-Bereich) zu achten. Die Zugabe von Netzmitteln ist in der Regel nicht erforderlich, da die SL-Formulierung bereits für eine optimale Benetzung und Wirkstoffaufnahme optimiert ist.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit OMIX ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, obligatorisch, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Das Pflanzenschutzmittel ist so eingestuft, dass ein Abdriften in angrenzende Gewässer und Biotope strikt zu vermeiden ist; entsprechende Abstandsauflagen und Pufferzonen zum Schutz von aquatischen Organismen sind einzuhalten. Bezüglich der Nützlinge und Bienen ist das Produkt bei sachgemäßer Anwendung nach Gebrauchsanleitung als schonend eingestuft, dennoch sollten blühende Bestände vorzugsweise außerhalb des Bienenflugs behandelt werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZierpflanzenPythium-Arten (Pythium spp.), Phytophthora-Arten (Phytophthora species)0.0050000002374872565 LITER_PER_SQUARE_METER
TomatePythium-Arten (Pythium spp.), Phytophthora-Arten (Phytophthora species)0.0050000002374872565 LITER_PER_SQUARE_METER3T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit OMIX gegen Pythium-Arten?

Die Behandlung sollte idealerweise vorbeugend (präventiv) erfolgen, sobald die Bedingungen für eine Infektion günstig sind – also bei hoher Bodenfeuchtigkeit und mäßigen Temperaturen. Bei der Jungpflanzenanzucht empfiehlt sich eine Anwendung direkt nach der Aussaat oder beim Pikieren, um das Auflaufsterben effektiv zu verhindern.

Wie wirkt sich die systemische Eigenschaft von OMIX auf den Neuzuwachs der Kultur aus?

Da Propamocarb systemisch wirkt und akropetal (mit dem Saftstrom nach oben) transportiert wird, verteilt sich der Wirkstoff auch in den nach der Behandlung neu wachsenden Blättern und Trieben. Dies sorgt für einen kontinuierlichen Schutz der jungen, besonders anfälligen Pflanzenteile.

Kann OMIX auch über Tröpfchenbewässerung (Fertigation) appliziert werden?

Ja, aufgrund seiner hervorragenden Wasserlöslichkeit und Formulierung eignet sich OMIX in bestimmten Kulturen sehr gut für die Ausbringung über geschlossene Bewässerungssysteme. Dies ermöglicht eine gezielte Platzierung des Wirkstoffs direkt im Wurzelraum, wo bodenbürtige Schaderreger wie Pythium primär angreifen.

Warum ist der Wirkstoff Propamocarb besonders wertvoll für das Resistenzmanagement?

Propamocarb gehört zur FRAC-Gruppe 28 und weist aufgrund seines spezifischen Wirkungsmechanismus auf die Zellmembranen ein sehr geringes Risiko für Kreuzresistenzen mit anderen gängigen Oomyceten-Fungiziden auf. Es eignet sich daher hervorragend als Partner in Spritzfolgen.

Was muss bezüglich der Wartezeit bei Tomaten nach einer OMIX-Anwendung beachtet werden?

Für Tomaten gilt eine gesetzlich festgelegte Wartezeit von 3 Tagen zwischen der letzten Anwendung und der Ernte. Diese kurze Wartezeit ermöglicht eine flexible Terminierung der Behandlungen selbst in der laufenden Ernteperiode, ohne den Betriebsablauf stark zu beeinträchtigen.

Wie verhält sich OMIX bei niedrigen Bodentemperaturen im zeitigen Frühjahr?

OMIX behält seine Wirksamkeit auch bei kühleren Bodentemperaturen, da die Aufnahme über die Wurzeln physikalisch-chemisch bedingt ist. Dennoch sollte die Kultur aktiv assimilieren, damit der systemische Transport im Leitgewebe optimal funktioniert.