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OTHER · Vextachem s.r.l.

Plantamitron SC

BVL Zul.-Nr. 008652-62

Plantamitron SC von Vextachem s.r.l. ist ein hochwirksames, selektives Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern sowie Einjährigem Rispengras in Rübenkulturen wie Zuckerrüben und Roten Rüben. Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, zeichnet sich das Pflanzenschutzmittel durch eine hervorragende Kulturverträglichkeit und eine einfache Handhabung bei der Spritzbrühenbereitung aus.

Der Wirkstoff Metamitron ist ein bewährter Standardbaustein im modernen Rübenanbau. Durch die flexible Anwendung im Vorauflauf sowie im frühen Nachauflauf (BBCH-Stadium 00 bis 18) lässt sich das Produkt optimal in bestehende Unkrautbekämpfungsstrategien integrieren. Es sichert die Kulturen in der kritischen Jugendentwicklung gegen stark konkurrierende Schaderreger ab.

Dank der Kombination aus Boden- und Blattwirkung erfasst Plantamitron SC sowohl bereits aufgelaufene Unkräuter als auch nachkeimende Wellen. Dies macht es zu einem unverzichtbaren Fundament für Spritzfolgen, insbesondere unter wechselhaften Witterungsbedingungen im Frühjahr.

Wirkstoffe

Metamitron
700 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Plantamitron SC enthaltene Wirkstoff Metamitron gehört zur chemischen Gruppe der Triazinone und ist im HRAC-System der Gruppe 5 (ehemals C1) zugeordnet. Die Wirkung basiert auf der Hemmung des Photosynthese-Transportsystems im Photosystem II (PS II). Durch die Blockade des Elektronenflusses wird die CO2-Assimilation unterbunden, was zur Bildung reaktiver Sauerstoffspezies und letztlich zur Zerstörung der Zellmembranen (Nekrosen) führt. Die Aufnahme erfolgt sowohl über die Wurzeln als auch über die Blätter der Schaderreger. Nach der Keimung nehmen die Unkräuter den Wirkstoff primär über das Wurzelsystem aus dem Bodenwasser auf, weshalb eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit die herbizide Wirkung im Vorauflauf deutlich begünstigt. Im Nachauflauf sorgt die Blattaktivität für ein schnelles Absterben bereits sichtbarer Unkrautarten.

Resistenzmanagement

Zur Vermeidung von Resistenzbildungen gegenüber dem Wirkstoff Metamitron (HRAC-Gruppe 5) sollte Plantamitron SC stets im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts eingesetzt werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen in der Fruchtfolge sowie die Kombination von mechanischen und chemischen Maßnahmen. Um den Selektionsdruck zu minimieren, empfiehlt sich zudem die Anwendung in Tankmischungen mit Partnern, die über einen anderen Wirkungsmechanismus verfügen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Plantamitron SC ist im Allgemeinen gut mischbar mit anderen rübenspezifischen Herbiziden sowie mit gängigen Additiven zur Wirkungsbeschleunigung im Nachauflauf. Bei Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und eine gleichmäßige Benetzung zu achten. Es wird empfohlen, die Mischbarkeit vorab in einem Kleingebinde zu testen und die Mischungspartner stets unter laufendem Rührwerk in den teilweise gefüllten Spritztank zu geben, wobei Plantamitron SC als SC-Formulierung meist zuerst zugesetzt wird.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Plantamitron SC ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen, zu tragen. Zum Schutz von Gewässerorganismen und der umliegenden Flora und Fauna sind die vom BVL festgesetzten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen strikt einzuhalten. Das Pflanzenschutzmittel ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Eintrag in blühende Bestände vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZuckerrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–181.5 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–181 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–182 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–181.5 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–182 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–181 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Plantamitron SC im Nachauflauf?

Der beste Bekämpfungserfolg im Nachauflauf wird erzielt, wenn sich die Unkräuter im Keimblattstadium befinden. Zu diesem Zeitpunkt ist die schützende Wachsschicht der Blätter noch schwach ausgebildet, was die Wirkstoffaufnahme über das Blatt maximiert.

Welchen Einfluss hat die Bodenfeuchtigkeit auf die Wirkung von Plantamitron SC?

Da Metamitron zu einem erheblichen Teil über die Wurzeln aufgenommen wird, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit für die Aktivierung des Bodenfilms entscheidend. Bei extremer Trockenheit kann die Wirkung im Vorauflauf verzögert eintreffen; in solchen Phasen gewinnt die Blattwirkung im Nachauflauf an Bedeutung.

Kann Plantamitron SC in Tankmischungen mit Gräserherbiziden kombiniert werden?

Ja, eine Mischung mit spezifischen Graminiziden zur Bekämpfung von Ausfallgetreide oder anderen Schadgräsern ist meist möglich. Es sollte jedoch beachtet werden, dass solche Mischungen die Kulturverträglichkeit unter extremen Witterungsbedingungen (z. B. starke Sonneneinstrahlung direkt nach Frost) kurzzeitig beeinflussen können.

Wie lässt sich Plantamitron SC in eine klassische Spritzfolge (NAK-System) in Zuckerrüben integrieren?

In der Praxis wird Plantamitron SC meist als Basispartner in allen drei Nachauflaufbehandlungen (NAK I bis NAK III) eingesetzt. Typischerweise wird es mit Partnern wie Ethofumesat und Phenmedipham kombiniert, um das Wirkungsspektrum lückenlos abzudecken.

Gibt es Einschränkungen bezüglich der Nachbaukulturen nach dem Einsatz von Plantamitron SC?

Nach dem regulären Anbau von Rüben und dem Einsatz von Metamitron im Frühjahr bestehen für die üblichen Folgekulturen im Herbst (z. B. Wintergetreide) keine Einschränkungen. Bei einem vorzeitigen Umbruch der Rübenkultur sollte der Boden vor einer Neuansaat tief gepflügt werden.