Power-Unkrautfrei WEEDEX Total
Power-Unkrautfrei WEEDEX Total ist ein hochwirksames, schnell wirkendes Kontaktherbizid zur gezielten Bekämpfung von unerwünschtem Aufwuchs. Als Pflanzenschutzmittel auf Basis eines natürlichen Wirkstoffs hat es sich besonders in Bereichen etabliert, in denen eine schnelle optische Sauberkeit und eine umweltschonende Anwendung im Vordergrund stehen. Die Formulierung ist speziell auf eine einfache Handhabung und eine rasche Benetzung der Blattoberflächen ausgelegt.
Das Spektrum erfasst zuverlässig einjährige einkeimblättrige sowie zweikeimblättrige Unkräuter in den zugelassenen Kulturen und Anwendungsbereichen. Da das Produkt rein über den Kontakt mit grünen Pflanzenteilen wirkt, eignet es sich hervorragend für die gezielte Nischenbehandlung und zur Vorbereitung von Flächen vor der Neuanlage.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der enthaltene Wirkstoff Pelargonsäure gehört zu den gesättigten Fettsäuren und wirkt rein physikalisch-chemisch als Kontaktherbizid. Nach dem Auftreffen auf die Pflanze dringt die Säure in die schützende Wachsschicht (Kutikula) der Blätter ein und zerstört die Zellmembranen der Epidermiszellen. Dies führt zu einer sofortigen Undichtigkeit der Zellen, wodurch der Zellsaft ungehindert austritt. In der Folge kollabiert das behandelte Gewebe extrem schnell, was sich als sogenannter „Burn-Down-Effekt“ durch rasches Vertrocknen und Absterben der getroffenen Pflanzenteile äußert. Da der Wirkstoff nicht translokal (systemisch) in der Kultur transportiert wird, bleibt die Wirkung streng auf die direkt benetzten grünen Pflanzenteile beschränkt. Ein Transport in die Wurzeln findet nicht statt.
Resistenzmanagement
Aufgrund des rein physikalischen Wirkungsmechanismus der Pelargonsäure (Zerstörung der Zellmembranen) ist das Risiko für eine Resistenzentwicklung bei den Ziel-Schaderregern als extrem gering einzustufen. Dennoch sollte die Anwendung in ein integriertes Unkrautmanagement eingebunden werden. Um eine Selektion von schwer bekämpfbaren, tiefwurzelnden ausdauernden Unkräutern zu verhindern, empfiehlt sich der Wechsel oder die Kombination mit mechanischen Maßnahmen oder systemischen Herbiziden im Rahmen der Fruchtfolge.
Mischbarkeit & Tankmischung
Da dieses Pflanzenschutzmittel vorwiegend für die gezielte Einzelpflanzen- oder Teilflächenbehandlung konzipiert ist, sind Tankmischungen in der Praxis selten erforderlich. Für eine optimale Wirkung ist eine extrem gründliche Benetzung der Schaderreger entscheidend. Die Anwendung sollte bei trockenem Wetter und auf abgetrockneten Pflanzen erfolgen, da Tau oder unmittelbar folgender Regen den Wirkstoff verdünnen und die Effektivität mindern können. Eine hohe Wasserhärte hat keinen negativen Einfluss auf die physikalische Wirkung.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Pelargonsäure ist ein in der Natur vorkommender Wirkstoff, der im Boden extrem schnell durch Mikroorganismen abgebaut wird, sodass keine persistenten Rückstände verbleiben. Beim Anwenderkontakt kann die organische Säure jedoch Reizungen an Haut und Augen verursachen, weshalb das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung bei der Ausbringung unerlässlich ist. Das Mittel ist als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte direkter Spritznebel auf blühende Pflanzen vermieden werden, um nützliche Insekten zu schonen. Abdriftsichernde Düsen sind zu verwenden, um benachbarte Kulturen vor Verbrennungen zu schützen.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Ziergehölze | Einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Wege und Plätze mit Holzgewächsen | Einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von Power-Unkrautfrei WEEDEX Total?
Die Wirkung basiert auf der Zerstörung von Zellmembranen, was durch Wärme und direkte Sonneneinstrahlung massiv beschleunigt wird. Temperaturen über 15 °C sind ideal. Regen innerhalb von 2 bis 4 Stunden nach der Behandlung kann den Wirkstoff abwaschen und die Wirkung deutlich reduzieren.
Warum treiben manche Unkräuter nach der Behandlung wieder aus?
Da Pelargonsäure ein reines Kontaktherbizid ohne systemische Wirkung ist, werden nur die direkt getroffenen, oberirdischen Pflanzenteile zerstört. Mehrjährige Unkräuter mit tiefen Wurzeln oder Speicherorganen (wie Löwenzahn oder Disteln) können aus der unbeschädigten Wurzel erneut austreiben und erfordern Folgebehandlungen.
Welches Entwicklungsstadium der Unkräuter ist optimal für die Behandlung?
Die beste Wirkung wird erzielt, wenn sich die Schaderreger im sehr frühen Entwicklungsstadium (Keimblatt- bis frühes Laubblattstadium) befinden. Ältere Unkräuter haben eine dickere Wachsschicht und mehr Biomasse, was eine vollständige Benetzung erschwert und die Bekämpfungsleistung mindert.
Kann das Pflanzenschutzmittel unter Gehölzen oder etablierten Kulturen eingesetzt werden?
Ja, da der Wirkstoff nicht über verholzte Rinde oder über den Boden aufgenommen wird. Eine gezielte Unterblattspritzung ist möglich, solange absolut sichergestellt ist, dass grüne Blätter, junge Triebe oder die grüne Rinde der Kultur nicht vom Spritznebel getroffen werden. Die Verwendung eines Spritzschirms wird empfohlen.
Wie schnell kann eine behandelte Fläche wieder betreten oder neu bepflanzt werden?
Sobald der Spritzbelag auf den Blättern vollständig getrocknet ist, kann die Fläche wieder betreten werden. Da Pelargonsäure im Boden extrem rasch biologisch abgebaut wird und keine nachhaltige Bodenwirkung besitzt, können Nachfolgekulturen bereits nach wenigen Tagen eingesät oder gepflanzt werden.