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OTHER · Sharda Cropchem Espana S.L.

PROMOTE

BVL Zul.-Nr. 00B385-00

PROMOTE ist ein hochwirksamer Wachstumsregler zur gezielten Verbesserung der Standfestigkeit in wichtigen Wintergetreidekulturen wie Winterweichweizen, Wintergerste, Winterroggen, Triticale und Winterhartweizen. Das Pflanzenschutzmittel kombiniert zwei bewährte Wirkstoffe, um das Lagerrisiko effektiv zu minimieren und die Ertragsstruktur auch unter intensiven Anbaubedingungen sowie bei hoher Stickstoffdüngung abzusichern.

Als flüssige Formulierung lässt sich PROMOTE leicht handhaben und zeichnet sich durch eine schnelle Aufnahme über das Blattgewebe aus. Die Kombination zielt direkt auf die Halmverkürzung und Halmfestigung ab. Durch die gezielte Beeinflussung des Internodienwachstums wird die Halmwand gestärkt, was die Standfestigkeit der Kulturen signifikant erhöht und Ernteverluste durch Lagergetreide sowie damit verbundene Qualitätsminderungen verhindert.

Wirkstoffe

Mepiquat
300 g/L · Wirkstoff
Prohexadion
50 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die Wirkung von PROMOTE basiert auf der synergistischen Kombination von Mepiquat und Prohexadion. Beide Wirkstoffe greifen regulierend in die Biosynthese der Gibberelline ein, welche als pflanzeneigene Hormone für das Streckungswachstum der Zellen verantwortlich sind. Während Mepiquat als klassischer Bioregulator das Wachstum kontinuierlich und langanhaltend dämpft, sorgt Prohexadion für eine schnelle, temperaturunabhängige Blockade der späten Schritte der Gibberellinsynthese. Durch diesen dualen Ansatz wird das Längenwachstum der unteren Internodien gehemmt, während gleichzeitig die Zellwandstärke und der Halmdurchmesser zunehmen. Dies führt zu einem kompakteren, stabileren Pflanzenaufbau, der mechanischen Belastungen durch Wind und Starkregen deutlich besser standhält und die Nährstoffleitung in der Kultur optimiert.

Resistenzmanagement

Da es sich bei PROMOTE um einen Wachstumsregler und nicht um ein Fungizid oder Herbizid handelt, steht das klassische Resistenzmanagement im Sinne von Erregerresistenzen nicht im Vordergrund. Um jedoch physiologische Stressreaktionen der Kulturen zu vermeiden und eine gleichmäßige Wirkung zu sichern, sollte die Anwendung stets an die Vitalität des Bestandes, die Nährstoffversorgung und die aktuellen Witterungsbedingungen angepasst werden. Ein Wirkstoffwechsel oder die Kombination mit anderen wachstumsregulierenden Maßnahmen im Rahmen der Bestandesführung unterstützt eine nachhaltige Vitalität der Kulturen.

Mischbarkeit & Tankmischung

PROMOTE zeigt eine gute Mischbarkeit mit gängigen Fungiziden, Herbiziden und Blattdüngern, die im Frühjahr in den Getreidekulturen eingesetzt werden. Bei Mischungen mit sulfonylharnstoffhaltigen Herbiziden oder Gräsermitteln ist jedoch Vorsicht geboten, um phytotoxische Reaktionen zu vermeiden. Die Zugabe von Ammoniumsulfat oder geeigneten Additiven kann die Aufnahme von Prohexadion insbesondere bei hartem Spritzwasser optimieren. Es wird empfohlen, die Spritzbrühe zeitnah auszubringen und extreme Temperaturen sowie intensive Sonneneinstrahlung am Anwendungstag zu meiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit PROMOTE ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Ausbringung, strikt einzuhalten. Das Pflanzenschutzmittel ist so einzusetzen, dass ein Eintrag in Oberflächengewässer vermieden wird; gesetzliche Abstandsauflagen und der Einsatz abdriftmindernder Technik sind zu beachten. Für Honigbienen ist das Produkt bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich eingestuft, dennoch sollten Behandlungen zum Schutz von Wildbienen und anderen Nichtzielorganismen bevorzugt außerhalb des aktiven Bienenflugs durchgeführt werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WintergersteHalmverkürzung, Halmfestigung, Standfestigkeit30–391.5 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenHalmverkürzung, Halmfestigung, Standfestigkeit30–391.5 LITER_PER_HECTARE
TriticaleHalmverkürzung, Halmfestigung, Standfestigkeit30–391.5 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenHalmverkürzung, Halmfestigung, Standfestigkeit30–391.5 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenHalmverkürzung, Halmfestigung, Standfestigkeit30–391.5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Beeinflusst die Außentemperatur die Wirkung von PROMOTE?

Ja, die Wirkung ist temperaturabhängig, aber durch die Kombination zweier Wirkstoffe flexibler als bei vielen Soloprodukten. Der Wirkstoff Prohexadion ist bereits bei kühleren Temperaturen ab ca. 5–8 °C aktiv, während Mepiquat für seine optimale Wirkung wärmere Temperaturen ab etwa 10–12 °C und aktives Wachstum der Kultur benötigt. Vermeiden Sie Anwendungen bei Nachtfrostgefahr.

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung zur Halmverkürzung?

Der registrierte Anwendungszeitraum liegt zwischen den BBCH-Stadien 30 (Beginn des Schossens) und 39 (Fahnenblattstadium). Für eine optimale Einkürzung der unteren, statisch wichtigsten Internodien sollte die Behandlung bevorzugt in den BBCH-Stadien 31/32 erfolgen. Spätere Anwendungen dienen primär der Festigung der oberen Halmabschnitte.

Darf PROMOTE auf gestresste Getreidebestände ausgebracht werden?

Nein, von einer Anwendung auf Kulturen, die unter Trockenstress, Staunässe, Frost, Nährstoffmangel oder starkem Krankheitsbefall leiden, wird dringend abgeraten. Da die Wirkstoffe tief in den Hormonhaushalt eingreifen, kann zusätzlicher Stress zu Wachstumsstockungen und Ertragseinbußen führen.

Welche Rolle spielt die Wasserqualität bei der Ausbringung von PROMOTE?

Die Wirkung des enthaltenen Prohexadions kann durch hartes, calciumreiches Wasser beeinträchtigt werden, da freie Calcium-Ionen den Wirkstoff binden können. In Regionen mit hartem Wasser empfiehlt sich der Zusatz eines geeigneten pH-Puffers oder von Ammoniumsulfat zum Spritzwasser, um die Wirkstoffaufnahme abzusichern.

Ist eine Splitting-Anwendung (geteilte Gabe) mit PROMOTE sinnvoll?

Eine Aufteilung der Aufwandmenge kann in sehr wüchsigen Beständen oder bei unregelmäßiger Witterung vorteilhaft sein, um das Wachstum kontinuierlich zu steuern. Dabei wird eine erste Teilgabe zu Beginn des Schossens zur Festigung der Basis und eine zweite Teilgabe zum Erscheinen des Fahnenblattes zur Stabilisierung der oberen Internodien ausgebracht. Die zugelassene maximale Gesamtaufwandmenge darf dabei nicht überschritten werden.