Roundup Universal
Roundup Universal von Evergreen Garden Care ist ein bewährtes, nicht-selektives Blattherbizid zur Bekämpfung von einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern. Als flüssiges Konzentrat formuliert, eignet es sich besonders für den flexiblen Einsatz im Haus- und Kleingartenbereich sowie auf spezifisch zugelassenen Freilandflächen. Durch seine systemische Wirkung erfasst das Pflanzenschutzmittel sowohl einjährige als auch tiefwurzelnde, ausdauernde Unkrautarten bis tief in die Wurzelspitzen.
Die Formulierung zeichnet sich durch eine schnelle Wirkstoffaufnahme über die grünen Pflanzenteile aus. Da der Wirkstoff Glyphosat im Boden rasch inaktiviert und abgebaut wird, besteht bei sachgerechter Anwendung keine Gefahr einer lang anhaltenden Bodenwirkung oder einer Beeinträchtigung nachfolgender Kulturen. Dies macht das Produkt zu einem unverzichtbaren Werkzeug bei der Kulturvorbereitung oder der gezielten Fleckenbehandlung auf Nichtkulturland.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der enthaltene Wirkstoff Glyphosat gehört zur HRAC-Gruppe 9 (ehemals Gruppe G) und wirkt als Inhibitor der EPSP-Synthase (5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase). Dieser enzymatische Block unterbricht den Shikimatweg, wodurch die Synthese essenzieller aromatischer Aminosäuren wie Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan in der Pflanze unterbunden wird. Ohne diese Aminosäuren kommt der Proteinstoffwechsel und damit das Wachstum der Schaderreger vollständig zum Erliegen. Da der Transport systemisch über das Phloem erfolgt, verteilt sich der Wirkstoff nach der Aufnahme über die Blätter in der gesamten Pflanze, einschließlich der Speicherorgane und Wurzeln. Erste Symptome wie Vergilbungen und Welkeerscheinungen zeigen sich je nach Witterung nach einigen Tagen, während das vollständige Absterben der behandelten Unkräuter meist nach ein bis zwei Wochen abgeschlossen ist.
Resistenzmanagement
Um der Entstehung von Resistenzen bei Unkräutern vorzubeugen, sollte Roundup Universal nicht als alleinige Maßnahme zur Unkrautkontrolle eingesetzt werden. Ein integriertes Unkrautmanagement, das mechanische Bodenbearbeitung, Fruchtfolgewechsel und den alternierenden Einsatz von Herbiziden mit unterschiedlichen Wirkmechanismen (HRAC-Gruppen) kombiniert, ist essenziell. Insbesondere bei der Bekämpfung von schwer bekämpfbaren Arten sollte auf eine lückenlose Wirkstoffrotation geachtet werden.
Mischbarkeit & Tankmischung
Bei der Ausbringung von Roundup Universal ist auf eine optimale Wasserqualität zu achten; sehr hartes Wasser kann die Wirksamkeit von Glyphosat mindern, weshalb gegebenenfalls ein geeigneter Wasseraufbereiter zugesetzt werden sollte. Grundsätzlich ist das Produkt mit vielen gängigen Pflanzenschutzmitteln mischbar, jedoch empfiehlt sich vor jeder Tankmischung eine physikalische Mischbarkeitsprobe. Um Abschwemmungen zu vermeiden, sollte die Anwendung auf trockene Bestände erfolgen, wobei eine regenfreie Zeit von mindestens 4 bis 6 Stunden nach der Behandlung gewährleistet sein muss.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzbrille, zwingend erforderlich. Obwohl Glyphosat als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft ist, müssen Abdriften auf blühende Bestände und Gewässerstrukturen strikt vermieden werden. Zum Schutz von Nichtzielpflanzen und aquatischen Organismen sind die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumbiotopen penibel einzuhalten.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Kernobst | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 0.0010000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER | 42T |
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 0.0010000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Steinobst | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 0.0010000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER | 42T |
| Zierpflanzen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 0.0010000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Behandlung mit Roundup Universal?
Die Anwendung ist dann am effektivsten, wenn die Unkräuter im aktiven Wachstum sind und eine ausreichend große Blattfläche zur Wirkstoffaufnahme ausgebildet haben. Dies ist meist im Frühjahr oder Spätsommer bei milden Temperaturen (zwischen 10 °C und 25 °C) und trockenem Wetter der Fall.
Wie lange muss es nach der Anwendung trocken bleiben?
Nach der Behandlung sollte es für mindestens 4 bis 6 Stunden nicht regnen. Ein vorzeitiger Niederschlag kann den Wirkstoff von den Blättern abwaschen und die Herbizidwirkung erheblich reduzieren.
Kann Roundup Universal unter Gehölzen oder in der Nähe von Kulturpflanzen angewendet werden?
Ja, jedoch darf das Spritzmittel unter keinen Umständen auf grüne Teile der Kulturen oder Gehölze gelangen, da Glyphosat nicht-selektiv wirkt. Nutzen Sie bei der Ausbringung in der Nähe von Kulturpflanzen unbedingt einen Spritzschirm, um Abdrift zu vermeiden.
Warum zeigt sich nach der Spritzung nicht sofort eine sichtbare Wirkung?
Da Roundup Universal systemisch wirkt, muss der Wirkstoff erst in die Wurzeln transportiert werden, um die Pflanze nachhaltig abzutöten. Erste sichtbare Symptome wie Vergilbungen treten je nach Witterung nach 7 bis 10 Tagen auf; der vollständige Absterbeprozess kann bis zu drei Wochen dauern.
Was ist bei der Anwendung in der Nähe von Gewässern zu beachten?
Es müssen die spezifischen Abstandsauflagen der BVL-Zulassung zum Schutz von Gewässerorganismen eingehalten werden. Eine direkte Anwendung auf Böschungen oder in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern ist untersagt, um den Eintrag in aquatische Ökosysteme zu verhindern.
Wie beeinflusst die Wasserhärte die Wirksamkeit des Mittels?
Sehr hartes Wasser enthält hohe Konzentrationen an Calcium- und Magnesiumionen, die sich an das Glyphosat-Molekül binden und dessen Aufnahme blockieren können. Bei hartem Wasser empfiehlt sich die Zugabe eines geeigneten Conditioners oder Ammoniumsulfats vor dem Einmischen des Herbizids.