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OTHER · Syngenta Agro GmbH

SONIS

BVL Zul.-Nr. 005685-60

SONIS ist ein hochwirksamer Wachstumsregler von Syngenta, der speziell zur Verbesserung der Standfestigkeit und zur Halmfestigung in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen Kulturen entwickelt wurde. Als flüssige Formulierung lässt sich das Pflanzenschutzmittel hervorragend dosieren und anwenden. Es ist in wichtigen Kulturen wie Winterweizen, Winter- und Sommergerste, Roggen, Hafer, Triticale sowie Winterraps zugelassen und unterstützt Landwirte dabei, das Ertragspotenzial ihrer Bestände auch unter intensiven Wachstumsbedingungen und widrigen Witterungsverhältnissen voll auszuschöpfen.

Durch die gezielte Einkürzung der Internodien und die gleichzeitige Stärkung der Halmwand verringert das Produkt das Risiko von Lagerbildung signifikant. Dies sichert nicht nur die Kornqualität und verhindert Ernteverluste, sondern optimiert auch den Mähdrusch-Durchsatz und reduziert die Trocknungskosten nach der Ernte. SONIS hat sich als verlässlicher Baustein in modernen, ertragsorientierten Intensiv-Anbausystemen etabliert.

Wirkstoffe

Trinexapac
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Trinexapac greift gezielt in den Hormonhaushalt der Pflanzen ein. Er blockiert die Biosynthese von Gibberellinsäure, einem pflanzeneigenen Phytohormon, das maßgeblich für das Streckungswachstum verantwortlich ist. Durch diese Hemmung wird die Zellstreckung in den sich entwickelnden Internodien vorübergehend verlangsamt, was zu kürzeren und kompakteren Trieben führt. Gleichzeitig fördert die Behandlung eine physiologische Umverteilung der Ressourcen innerhalb der Kultur: Die Halmbasis wird mechanisch gestärkt, indem sich die Halmwand verdickt und der Durchmesser stabilisiert wird. Zudem wird das Wurzelwachstum positiv beeinflusst, was die Verankerung im Boden verbessert und die Wasser- sowie Nährstoffaufnahme in Stressphasen unterstützt.

Resistenzmanagement

Da es sich bei SONIS um einen Wachstumsregler und nicht um ein Fungizid oder Herbizid handelt, steht das klassische Resistenzmanagement im Sinne von Wirkstoffwechseln hier nicht im Vordergrund. Dennoch ist ein verantwortungsvoller Einsatz wichtig, um die Vitalität der Kulturen zu erhalten. Die Anwendung sollte stets an die Standortsituation, die Stickstoffdüngung und die Lageranfälligkeit der jeweiligen Sorte angepasst werden. Um physiologischen Stress zu vermeiden, sollte das Pflanzenschutzmittel nicht in extremen Trockenperioden oder bei Frostgefahr eingesetzt werden.

Mischbarkeit & Tankmischung

SONIS zeichnet sich durch eine sehr gute Mischbarkeit mit gängigen Fungiziden, Herbiziden und Flüssigdüngern (wie AHL) aus, was eine effiziente Arbeitserledigung in einer Überfahrt ermöglicht. Bei Mischungen mit Herbiziden oder unter intensiver Sonneneinstrahlung sollte jedoch die Aufwandmenge angepasst werden, um phytotoxische Reaktionen zu vermeiden. Es wird empfohlen, stets ausreichend Wasser zu verwenden und die Mischungspartner nacheinander im Tank vollständig aufzulösen, wobei SONIS als flüssige Formulierung meist problemlos eingemischt werden kann.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel sind die üblichen Arbeitsschutzmaßnahmen wie das Tragen von Schutzhandschuhen und Schutzkleidung obligatorisch. Zum Schutz von Gewässerorganismen sind die vorgeschriebenen Abstandsauflagen und der Einsatz abdriftmindernder Technik strikt einzuhalten. Bezüglich der Nützlinge ist der Wirkstoff Trinexapac als bienenungefährlich (B4) eingestuft, was eine flexible Terminierung der Anwendung auch während des Bienenflugs ermöglicht, sofern keine mischungsbedingten Einschränkungen vorliegen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
TriticaleHalmfestigung39–490.3 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsStandfestigkeit51–551.5 LITER_PER_HECTARE
HaferHalmfestigung31–370.6 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenHalmfestigung31–490.4 LITER_PER_HECTARE
SommergersteHalmfestigung31–370.6 LITER_PER_HECTARE
TriticaleHalmfestigung31–390.6 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenHalmfestigung39–490.3 LITER_PER_HECTARE
WintergersteHalmfestigung31–490.8 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenHalmfestigung31–390.6 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von SONIS zur Halmfestigung?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt in der Hauptwachstumsphase der Kulturen zwischen den BBCH-Stadien 31 (Schossen, 1-Knoten-Stadium) und 39 (Fahnenblattstadium). In diesem Fenster ist die hormonelle Aktivität der Pflanzen am höchsten, wodurch die Einkürzung der Internodien am effektivsten gesteuert werden kann.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung des Wachstumsreglers?

SONIS wirkt am besten bei wüchsigem Wetter mit ausreichender Bodenfeuchtigkeit und Temperaturen über 8 °C, da der Wirkstoff systemisch aufgenommen und transportiert werden muss. Bei extremer Trockenheit, Hitze oder Nachtfrösten sollte von einer Behandlung abgesehen werden, um die Kultur nicht unnötig zu stressen.

Kann SONIS in Splitting-Applikationen aufgeteilt werden?

Ja, eine Aufteilung der Aufwandmenge in zwei Teilbehandlungen (Splitting) ist besonders in langstrohigen oder sehr lageranfälligen Sorten sowie bei unbeständiger Witterung sinnvoll. Dies ermöglicht eine präzisere Steuerung des Wachstums über einen längeren Zeitraum hinweg.

Welche Rolle spielt die Stickstoffdüngung bei der Festlegung der Aufwandmenge?

Eine intensive Stickstoffdüngung fördert das vegetative Wachstum und erhöht das Lagerrisiko. In stark gedüngten Beständen oder auf sehr humosen Standorten sollte die Aufwandmenge von SONIS im oberen zugelassenen Bereich gewählt werden, um eine ausreichende Standfestigkeit zu garantieren.

Wie verhält sich das Produkt bei einer Tankmischung mit AHL (Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung)?

Die Mischung mit AHL ist grundsätzlich möglich und wird in der Praxis häufig zur Arbeitserleichterung durchgeführt. Allerdings verstärkt AHL die Aufnahme des Wirkstoffs. Bei sonnigem, heißem Wetter sollte die Aufwandmenge von SONIS daher leicht reduziert werden, um Blattschäden zu vermeiden.

Warum ist die Verbesserung der Standfestigkeit auch für die Erntequalität entscheidend?

Lagernde Kulturen führen zu einem feuchten Mikroklima im Bestand, was das Risiko für Pilzinfektionen (z. B. Mykotoxine durch Ährenfusarium) drastisch erhöht und die Kornqualität (Fallzahl, Hektolitergewicht) mindert. Eine rechtzeitige Halmfestigung sichert somit indirekt die Vermarktungsfähigkeit der Ernte.