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OTHER · Cheminova Deutschland GmbH

Successor 600

BVL Zul.-Nr. 025078-61

Successor 600 ist ein hochwirksames Bodenherbizid, das sich als verlässlicher Baustein im modernen Ackerbau etabliert hat. Formuliert als Emulsionskonzentrat (EC) bietet das Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Handhabung und schnelle Verteilung im Boden. Es ist speziell für den Einsatz im Vorauflauf oder sehr frühen Nachauflauf in bedeutenden Kulturen wie Mais, Soja und Winterraps konzipiert, um die Unkrautkonkurrenz von Anfang an auszuschalten.

Das Wirkungsspektrum umfasst ein breites Band an einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern sowie wichtige Schadgräser. Besonders hervorzuheben ist die starke Wirkung gegen wirtschaftlich bedeutende Schaderreger wie die Hühnerhirse, das Einjährige Rispengras, den Gemeinen Windhalm sowie die Echte Kamille. Durch die frühe Ausschaltung dieser Konkurrenten sichert das Mittel die ungestörte Jugendentwicklung der Kultur.

Wirkstoffe

Pethoxamid
600 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Pethoxamid gehört zur chemischen Gruppe der Chloracetamide und ist im HRAC-System der Gruppe 15 (ehemals K3) zugeordnet. Die Wirkung basiert auf der Hemmung der Biosynthese von sehr langkettigen Fettsäuren (VLCFA). Dies blockiert die Zellteilung und das Streckungswachstum im Keimlingsgewebe der Schaderreger. Da der Wirkstoff hauptsächlich über die Wurzeln, das Hypokotyl und die Koleoptile der keimenden Unkräuter und Ungräser aufgenommen wird, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit für eine optimale Aktivierung und Verteilung im Boden von entscheidender Bedeutung. Einmal aufgenommen, verhindert er das Auflaufen oder führt kurz nach dem Durchstoßen der Bodenoberfläche zum Absterben der Unkrautkeimlinge.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen nachhaltig vorzubeugen, sollte Successor 600 stets in ein integriertes Herbizidmanagement eingebunden werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel von Wirkstoffen mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen (HRAC-Gruppen) in der Fruchtfolge. Die Kombination oder der sequentielle Einsatz mit Herbiziden anderer Klassen, beispielsweise Terbuthylazin-freien Partnern im Mais oder klassischen Nachauflauf-Herbiziden, sichert die langfristige Wirksamkeit von Pethoxamid gegen kritische Ungräser und Unkräuter.

Mischbarkeit & Tankmischung

Successor 600 zeichnet sich durch eine hervorragende Mischbarkeit mit gängigen Vorauflaufherbiziden und Bodenpartnern aus. Bei der Herstellung von Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wassermenge (mindestens 200 bis 400 l/ha) zu achten, um eine gleichmäßige Benetzung der Bodenoberfläche zu gewährleisten. Die Zugabe von speziellen Bodenhaftmitteln oder Additiven kann die Verteilung und Stabilität des Spritzfilms auf sandigen oder humusarmen Böden optimieren. Vor der großflächigen Anwendung wird dennoch ein physischer Mischbarkeitstest empfohlen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen bei der Handhabung des Konzentrats, obligatorisch. Da der Wirkstoff Pethoxamid als mobil im Boden und potenziell gewässergefährdend eingestuft ist, müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (Abdriftminderungsklassen) strikt eingehalten werden. Das Mittel ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, schont somit wichtige Bestäuber, erfordert jedoch im Hinblick auf den Schutz von Nichtzielpflanzen und Bodenorganismen ein sorgfältiges Applikationsmanagement.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEchte Kamille, Einjähriges Rispengras, Hühnerhirse0–92 LITER_PER_HECTARE
SojabohneEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–82 LITER_PER_HECTARE
SchnittblumenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras2 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–92 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für Successor 600?

Der beste Bekämpfungserfolg wird erzielt, wenn die Anwendung im Vorauflauf (BBCH-Stadium 00 bis 09) direkt nach der Saat auf ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett erfolgt. Zu diesem Zeitpunkt ist die Bodenfeuchtigkeit meist ausreichend, um den Wirkstoff zu aktivieren, sodass keimende Schaderreger direkt erfasst werden.

Welchen Einfluss hat die Bodenfeuchtigkeit auf die Wirkung von Pethoxamid?

Als typisches Bodenherbizid benötigt Pethoxamid Feuchtigkeit, um im Boden gelöst und von den keimenden Unkräutern aufgenommen zu werden. Bei extremer Trockenheit kann die Wirkung verzögert einsetzen; sobald jedoch Niederschläge fallen, wird der Wirkstoff reaktiviert und entfaltet seine volle Schutzwirkung.

Kann Successor 600 in Wasserschutzgebieten eingesetzt werden?

Für den Einsatz in Wasserschutzgebieten gelten spezifische regionale Auflagen und Anwendungsbestimmungen des BVL, insbesondere zum Schutz des Grundwassers vor dem Eintrag von Pethoxamid-Metaboliten. Es ist zwingend erforderlich, die lokalen Anwendungsverbote und behördlichen Vorgaben vor der Planung der Behandlung zu prüfen.

Wie verhält sich das Produkt bei Starkregen nach der Applikation?

Bei extremen Niederschlägen kurz nach der Behandlung besteht auf hängigen Flächen das Risiko von Abschwemmungen in benachbarte Areale oder Gewässer. Zudem kann der Wirkstoff auf sehr leichten Böden in die Keimzone der Kultur eingewaschen werden, was vorübergehende Wachstumsverzögerungen verursachen kann. Eine Anwendung auf staunassen Böden sollte daher vermieden werden.

Welche Kulturen können nach einem vorzeitigen Umbruch nachgebaut werden?

Sollte ein vorzeitiger Umbruch der Kultur notwendig werden, können nach einer tiefen Bodenbearbeitung (Pflügen) in der Regel unempfindliche Kulturen wie Mais oder Soja nachgebaut werden. Vor dem Nachbau anderer Kulturen sollte jedoch Rücksprache mit der pflanzenbaulichen Beratung gehalten werden, um phytotoxische Schäden zu vermeiden.

Warum ist die HRAC-Klassifizierung von Successor 600 für den Praktiker wichtig?

Da Pethoxamid zur HRAC-Gruppe 15 gehört, eignet es sich hervorragend zur Durchbrechung von Resistenzen gegen ALS-Hemmer (Gruppe 2) oder ACCase-Hemmer (Gruppe 1). Der gezielte Wechsel oder die Kombination mit Successor 600 verhindert, dass sich schwer bekämpfbare Biotypen von Windhalm oder Hühnerhirse auf dem Schlag etablieren.