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OTHER · SUMITOMO CHEMICAL

Sumi Alpha 5 EC

BVL Zul.-Nr. 024068-60

Sumi Alpha 5 EC ist ein bewährtes, breit wirksames Insektizid zur Bekämpfung einer Vielzahl von saugenden und beißenden Schaderregern in wichtigen landwirtschaftlichen Kulturen wie Getreide, Kartoffeln und Raps. Als emulgierbares Konzentrat (EC) formuliert, zeichnet sich das Pflanzenschutzmittel durch eine hervorragende Benetzung der Blattoberfläche und eine schnelle Wirkstoffaufnahme aus. Es bietet Landwirten eine verlässliche Lösung, um Ertrag und Qualität in kritischen Wachstumsphasen abzusichern.

Das Wirkungsspektrum umfasst bedeutende Schädlinge wie Getreidehähnchen, verschiedene Blattlaus-Arten (insbesondere auch in ihrer Funktion als gefährliche Virusvektoren) sowie ein breites Spektrum beißender Insekten. Durch den ausgeprägten Knock-down-Effekt führt die Anwendung zu einem schnellen Fraß- und Saugstopp, wodurch unmittelbare Schäden an den Kulturen effektiv minimiert werden.

Wirkstoffe

Esfenvalerat
50 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Esfenvalerat gehört zur chemischen Klasse der Pyrethroide (IRAC-Gruppe 3A). Er wirkt als Kontakt- und Fraßgift direkt auf das Nervensystem der Zielorganismen. Esfenvalerat hält die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen der Insekten offen, was zu einer kontinuierlichen Reizübertragung, unkontrollierten Nervenimpulsen, Krämpfen und schließlich zum schnellen Absterben der Schaderreger führt. Neben dieser direkten letalen Wirkung besitzt Sumi Alpha 5 EC eine ausgeprägte Repellent-Wirkung (Abschreckungseffekt). Bereits geringe, nicht-tödliche Dosen führen dazu, dass Schädlinge die behandelten Kulturen meiden oder die Eiablage unterlassen. Dieser duale Ansatz schützt die Kulturen nachhaltig vor einem erneuten Befallsdruck.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzentwicklung vorzubeugen, sollte Sumi Alpha 5 EC strikt im Rahmen eines integrierten Schädlingsmanagements (IPM) eingesetzt werden. Da Esfenvalerat der IRAC-Gruppe 3A angehört, ist ein konsequenter Wirkstoffwechsel mit Insektiziden anderer Wirkungsklassen zwingend erforderlich. Die Anzahl der Anwendungen pro Saison ist zu begrenzen, und Behandlungen sollten sich stets an den offiziellen Schadschwellen orientieren, um den Selektionsdruck auf die Schaderregerpopulationen zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Sumi Alpha 5 EC ist im Allgemeinen gut mischbar mit gängigen Fungiziden, Herbiziden und Blattdüngern, die in den zugelassenen Kulturen eingesetzt werden. Bei Tankmischungen ist stets die Gebrauchsanleitung der Mischpartner zu beachten; im Zweifelsfall empfiehlt sich ein physischer Mischbarkeitstest (Kübeltest). Für eine optimale Wirksamkeit sollte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und eine feintropfige Benetzung geachtet werden. Extrem hartes Wasser oder extreme pH-Werte der Spritzbrühe sollten vermieden werden, um die Stabilität des Emulsionskonzentrats nicht zu beeinträchtigen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Als Pyrethroid weist Sumi Alpha 5 EC eine hohe Toxizität gegenüber aquatischen Organismen und bestimmten Nützlingen auf. Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) obligatorisch. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen müssen die in den Zulassungsauflagen definierten Abdriftminderungsklassen und Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern strikt eingehalten werden. Zudem sind die spezifischen Anwendungsbestimmungen zum Bienenschutz genauestens zu beachten, um Risiken für bestäubende Insekten zu minimieren.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Getreidehähnchen (Lema sp.)200 MILLILITER_PER_HECTARE35T
KartoffelBlattläuse als Virusvektoren0.3 LITER_PER_HECTARE14T
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Blattläuse als Virusvektoren12–49200 MILLILITER_PER_HECTARE35T
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Blattläuse250 MILLILITER_PER_HECTARE35T
RapsBeißende Insekten250 MILLILITER_PER_HECTARE56T
KartoffelBlattläuse0.3 LITER_PER_HECTARE14T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für den Einsatz von Sumi Alpha 5 EC zur Verhinderung von Virusübertragungen durch Blattläuse?

Der Einsatz sollte unmittelbar bei Erreichen der Schadschwelle bzw. beim ersten Auftreten der Vektoren in den frühen BBCH-Stadien der Kultur erfolgen. Da Pyrethroide primär als Kontaktgifte wirken, ist eine direkte, gleichmäßige Benetzung der Blattläuse entscheidend, um den Saugvorgang und damit die Virusübertragung sofort zu stoppen.

Beeinflusst die Temperatur die Wirksamkeit von Sumi Alpha 5 EC bei der Behandlung?

Ja, wie die meisten Pyrethroide zeigt auch der Wirkstoff Esfenvalerat bei kühleren bis mäßigen Temperaturen (unter 20 °C) seine beste Wirkung. Bei extrem hohen Temperaturen während des Sommertages kann die Wirksamkeit nachlassen und die Verdunstung zunehmen. Es empfiehlt sich daher, die Behandlung in den kühleren Morgen- oder Abendstunden durchzuführen.

Wie verhält sich das Pflanzenschutzmittel bei Niederschlägen kurz nach der Applikation?

Sumi Alpha 5 EC verfügt nach dem Antrocknen des Spritzbelags über eine gute Regenbeständigkeit. Dennoch sollte die Anwendung so geplant werden, dass eine regenfreie Zeit von mindestens 1 bis 2 Stunden nach der Spritzung gewährleistet ist, damit der Wirkstoff optimal an der Wachsschicht der Blätter haften kann.

Kann Sumi Alpha 5 EC in blühenden Beständen eingesetzt werden?

Dies hängt von der spezifischen BVL-Bienenschutzeinstufung für die jeweilige Anwendung ab. Ist das Produkt als bienengefährlich eingestuft, darf es nicht auf blühende Kulturen oder an Orten, an denen Bienen fliegen, appliziert werden. Bei einer Einstufung als nicht-bienengefährlich (B4) ist der Einsatz unter Beachtung der Anwendungsbestimmungen auch während des Bienenflugs möglich, vorzugsweise jedoch außerhalb der Hauptflugzeit am Abend.

Wie lässt sich die Benetzung bei Kulturen mit starker Wachsschicht wie Raps verbessern?

Obwohl die Formulierung als emulgierbares Konzentrat (EC) bereits hervorragende Benetzungseigenschaften besitzt, kann der Zusatz eines zugelassenen Netzmittels (Adjuvans) bei Kulturen mit ausgeprägter Wachsschicht die Verteilung und Haftung des Spritzfilms optimieren. Dies verbessert den direkten Kontakt der Schaderreger mit dem Wirkstoffbelag.

Warum ist der Wirkstoffwechsel bei der Bekämpfung von Getreidehähnchen so wichtig?

Getreidehähnchen können bei wiederholtem, einseitigem Einsatz von Pyrethroiden Resistenzen entwickeln. Ein konsequenter Wechsel mit Insektiziden anderer Wirkstoffklassen stellt sicher, dass die Selektion resistenter Biotypen verhindert wird und die Wirksamkeit von Sumi Alpha 5 EC langfristig erhalten bleibt.