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OTHER · Syngenta Agro GmbH

Clue

BVL Zul.-Nr. 044660-61

Clue von Syngenta Agro GmbH ist ein hochwirksames Herbizid, das speziell für den Einsatz gegen einjährige zweikeimblättrige Unkräuter in ausgewählten landwirtschaftlichen Kulturen wie Mais, Lein, Schlafmohn und Miscanthus entwickelt wurde. Als flüssige Formulierung lässt sich das Pflanzenschutzmittel hervorragend dosieren und applizieren. Es bietet Landwirten eine zuverlässige Lösung, um sensible Kulturen in der kritischen frühen Entwicklungsphase unkrautfrei zu halten.

Der enthaltene Wirkstoff Mesotrione hat sich im modernen Ackerbau fest etabliert. Clue zeichnet sich durch eine ausgeprägte Boden- und Blattwirkung aus, wodurch sowohl bereits aufgelaufene Schaderreger erfasst als auch nachkeimende Wellen effektiv unterdrückt werden. Dies sichert den Kulturen einen entscheidenden Wachstumsvorsprung und schützt das Ertragspotenzial von Anfang an.

Wirkstoffe

Mesotrione
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Mesotrione gehört zur chemischen Klasse der Triketone und ist im HRAC-System in die Gruppe 27 (ehemals Klasse F2) eingestuft. Die Wirkung basiert auf der selektiven Hemmung des Enzyms p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase (HPPD). Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese von Plastochinon und in der Folge von Carotinoiden, welche die Chloroplasten vor photooxidativer Zerstörung durch Sonnenlicht schützen. Nach der Aufnahme über die Blätter und Wurzeln der Unkräuter führt der Mangel an Carotinoiden zu einem schnellen Abbau des Chlorophylls. Typisches Symptom dieser Blockade ist ein markantes Ausbleichen (Bleaching) der Vegetationspunkte und Blätter der Schaderreger, gefolgt von vollständiger Nekrose und dem Absterben der Unkräuter innerhalb weniger Tage.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Wirkstoffresistenzen bei einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern nachhaltig vorzubeugen, sollte Clue stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept eingebunden werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen (HRAC-Gruppen) in der Fruchtfolge. Zudem empfiehlt sich bei hohem Unkrautdruck die Kombination oder der sequenzielle Einsatz mit Partnern, die über komplementäre Wirkungsmechanismen verfügen, um den Selektionsdruck auf die Gruppe der HPPD-Inhibitoren zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Clue weist eine gute physikalische und biologische Mischbarkeit mit vielen gängigen Pflanzenschutzmitteln und flüssigen Blattdüngern auf. Bei der Erstellung von Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und eine gleichmäßige Benetzung zu achten. Die Zugabe von geeigneten Additiven (Adjuvantien) kann die Benetzung und Wirkstoffaufnahme insbesondere unter trockenen Witterungsbedingungen optimieren. Vor der großflächigen Anwendung von Mischungen wird stets ein Verträglichkeitstest im Kleinen (Mischprobe) empfohlen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Clue sind die gesetzlich vorgeschriebenen persönlichen Schutzmaßnahmen (PSA) wie Schutzanzug, Schutzhandscheine und Augenschutz strikt einzuhalten. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielpflanzen sind die in der Zulassung definierten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und driftmindernde Düsentechnik zu berücksichtigen. Das Pflanzenschutzmittel ist bezüglich seiner Wirkung auf Bienen und andere Nützlinge sorgfältig eingestuft; dennoch sollte die Applikation außerhalb des aktiven Bienenflugs erfolgen, um jegliche Risiken für Nichtzielorganismen auszuschließen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
LeinEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–91 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–181 LITER_PER_HECTARE
MohnEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter16–311 LITER_PER_HECTARE
MiscanthusEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–161 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für Clue im Hinblick auf das BBCH-Stadium der Unkräuter?

Die beste Wirkung wird erzielt, wenn sich die einjährigen zweikeimblättrigen Unkräuter im frühen Nachauflauf (Keimblatt- bis maximal 4-Blatt-Stadium) befinden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Wirkstoffaufnahme über das Blattgewebe am intensivsten, was eine schnelle und nachhaltige Wirkung des Herbizids garantiert.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von Clue nach der Applikation?

Warme, wüchsige Witterung mit ausreichender Luftfeuchtigkeit beschleunigt die Wirkstoffaufnahme und führt zu einem schnelleren Wirkungseintritt, der sich durch das typische Ausbleichen der Unkräuter zeigt. Bei extremer Trockenheit oder starker Sonneneinstrahlung empfiehlt sich die Behandlung in den kühleren Morgen- oder Abendstunden, um Verdunstungsverluste zu minimieren.

Warum ist die Bodenfeuchtigkeit für den Gesamterfolg der Behandlung von Bedeutung?

Da der Wirkstoff Mesotrione sowohl über das Blatt als auch über die Wurzeln aufgenommen wird, sorgt eine gute Bodenfeuchtigkeit dafür, dass der Wirkstoff im Boden mobil bleibt. Dies sichert die wichtige Dauerwirkung gegen nachkeimende Unkrautwellen ab, während extreme Trockenheit die reine Bodenwirkung vorübergehend einschränken kann.

Kann Clue auch in Beständen mit Untersaaten eingesetzt werden?

Aufgrund der hohen Selektivität und der spezifischen Zulassung für Kulturen wie Mais, Lein, Schlafmohn und Miscanthus sollte von einem Einsatz in Beständen mit empfindlichen Untersaaten (wie Klee oder bestimmten Leguminosen) abgesehen werden, da diese durch den Wirkstoff geschädigt werden können.

Welche Rolle spielt die Wasserqualität bei der Zubereitung der Spritzbrühe?

Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert des Spritzwassers (pH 5,5 bis 7,0) begünstigt die Stabilität und Löslichkeit des Wirkstoffs Mesotrione. Bei sehr hartem Wasser kann der Zusatz eines geeigneten Wasserkonditionierers die biologische Wirksamkeit des Pflanzenschutzmittels zusätzlich absichern.