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Sonstige · Sharda Cropchem Espana S.L.

ELEMENT 05 EC

BVL Zul.-Nr. 00A411-00

ELEMENT 05 EC ist ein hochselektives, systemisches Herbizid (Graminizid) zur gezielten Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen Unkräutern und Ungräsern sowie der Gemeinen Quecke. Als emulgierbares Konzentrat (EC) formuliert, zeichnet sich das Pflanzenschutzmittel durch eine schnelle Aufnahme über die Blätter der Schaderreger und eine hervorragende Verteilung in der Pflanze aus. Es wird vor allem in zweikeimblättrigen Kulturen wie Raps, Leguminosen und Hanf eingesetzt, um den Konkurrenzdruck durch Gräser frühzeitig auszuschalten.

Dank seiner flexiblen Anwendungsmöglichkeiten im Nachauflauf ist ELEMENT 05 EC ein wichtiger Baustein in modernen Ackerbaustrategien. Es erfasst sowohl problematische Ungräser wie den Acker-Fuchsschwanz und den Gemeinen Windhalm als auch auflaufendes Ausfallgetreide, das nach der Ernte der Vorfrucht eine erhebliche Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe darstellt.

Wirkstoffe

Quizalofop-P-ethyl
50 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl gehört zur chemischen Klasse der Aryloxyphenoxypropionate (Fops) und ist in die HRAC-Gruppe 1 (ehemals Gruppe A) eingestuft. Der Wirkungsmechanismus basiert auf der selektiven Hemmung des Enzyms Acetyl-CoA-Carboxylase (ACCase), welches eine Schlüsselrolle bei der Fettsäurebiosynthese von einkeimblättrigen Pflanzen spielt. Durch diese Blockade wird der Aufbau von Zellmembranen in den Bildungsgeweben (Meristemen) der Gräser unterbunden, was zu einem schnellen Wachstumsstopp führt. Zweikeimblättrige Kulturen besitzen eine strukturell andere ACCase, die durch den Wirkstoff nicht beeinträchtigt wird, was die hervorragende Selektivität des Mittels erklärt. Nach der Applikation wird der Wirkstoff rasch über die Blätter aufgenommen und systemisch sowohl akropetal als auch basipetal in die aktiven Wachstumszonen der Wurzeln und Sprosse transportiert. Erste Symptome wie Vergilbungen der jüngsten Blätter zeigen sich nach einigen Tagen, gefolgt vom vollständigen Absterben der Schadgräser innerhalb von zwei bis vier Wochen.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen, insbesondere bei weit verbreiteten Schadgräsern wie dem Acker-Fuchsschwanz oder dem Gemeinen Windhalm, wirksam vorzubeugen, solltest du ELEMENT 05 EC stets in ein integriertes Herbizidmanagement einbinden. Vermeide den ausschließlichen und wiederholten Einsatz von ACCase-Hemmern (HRAC-Gruppe 1) auf derselben Fläche. Nutze stattdessen im Fruchtfolge-Verlauf Wirkstoffe mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen und kombiniere chemische Maßnahmen mit pflanzenbaulichen Methoden wie einer abwechslungsreichen Fruchtfolge, angepassten Aussaatzeiten und mechanischer Bodenbearbeitung.

Mischbarkeit & Tankmischung

ELEMENT 05 EC zeigt sich im Allgemeinen gut mischbar mit vielen gängigen Fungiziden und Insektiziden, die in den zugelassenen Kulturen Anwendung finden. Bei geplanten Tankmischungen mit anderen Herbiziden, insbesondere gegen zweikeimblättrige Unkräuter, kann es jedoch zu antagonistischen Effekten kommen, welche die Gräserwirkung reduzieren. In solchen Fällen empfiehlt es sich, die Behandlungen im Abstand von einigen Tagen aufzuteilen. Achte stets auf eine ausreichende Wasserqualität und appliziere das Pflanzenschutzmittel vorzugsweise bei hoher Luftfeuchtigkeit und moderaten Temperaturen, um die Wirkstoffaufnahme über die Wachsschicht der Gräser zu optimieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit ELEMENT 05 EC ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, während der Anmischung und Ausbringung obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Zulassungsdatensatz hinterlegt ist, solltest du aus Gründen des vorsorgenden Umweltschutzes die Anwendung nicht in blühende Bestände oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; verlege die Behandlung idealerweise in die späten Abendstunden. Um Einträge in Oberflächengewässer und angrenzende Biotope zu vermeiden, sind Abdrift mindernde Düsen zu verwenden und die allgemeinen Gewässerschutzauflagen strikt einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterrapsAcker-Fuchsschwanz, Gemeiner Windhalm11–311.2 LITER_PER_HECTARE77T
ZuckerrübeGemeine Quecke11–143 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsAcker-Fuchsschwanz11–211.5 LITER_PER_HECTARE77T
WinterrapsAusfallgetreide, Gemeiner Windhalm11–211 LITER_PER_HECTARE77T
HanfEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke10–162.5 LITER_PER_HECTARE
SommerrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke10–212.5 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeGemeine Quecke11–143 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie erkennst du, ob ELEMENT 05 EC bei den Schadgräsern bereits wirkt?

Erste Anzeichen der Wirkung zeigen sich meist nach etwa 7 bis 10 Tagen. Du erkennst den Erfolg daran, dass sich die jüngsten Herzblätter der Gräser gelblich oder rötlich verfärben und sich leicht aus der Blattscheide herausziehen lassen. Das Wachstum stoppt fast sofort nach der Spritzung, auch wenn das vollständige Absterben der Pflanze je nach Witterung bis zu vier Wochen dauern kann.

Welchen Einfluss hat die Witterung auf den optimalen Behandlungstermin?

Für eine optimale Wirkung benötigt ELEMENT 05 EC wüchsiges Wetter mit moderaten Temperaturen (zwischen 10 °C und 20 °C) und ausreichender Bodenfeuchtigkeit, da die Schadgräser aktiv wachsen müssen, um den Wirkstoff zu transportieren. Vermeide Behandlungen bei extremer Trockenheit, Frostgefahr oder unmittelbar vor starken Regenfällen, da eine Regenfestigkeit erst nach etwa ein bis zwei Stunden gegeben ist.

Warum ist die Bekämpfung von Ausfallgetreide in Kulturen wie Raps so wichtig?

Ausfallgetreide läuft nach der Ernte oft sehr schnell und in hoher Dichte auf. Wenn du es nicht frühzeitig im BBCH-Bereich 10 bis 31 ausschaltest, überwachsen die Getreidepflanzen die junge Kultur rasant. Dies führt zu starkem Lichtmangel, einer unerwünschten Streckung des Vegetationskegels der Kultur und mindert deren Winterhärte erheblich.

Was musst du beachten, wenn du ELEMENT 05 EC gegen die Gemeine Quecke einsetzen willst?

Die Gemeine Quecke ist ein ausdauerndes Ungras mit einem tiefen Rhizomsystem. Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, musst du die maximale zugelassene Aufwandmenge nutzen. Zudem sollten die Quecken zum Spritzzeitpunkt eine ausreichende Blattfläche (ca. 15–20 cm Wuchshöhe) gebildet haben, damit genügend Wirkstoff aufgenommen und bis in die unterirdischen Ausläufer transportiert werden kann.

Kann ELEMENT 05 EC auch bei niedrigen Temperaturen im Spätherbst eingesetzt werden?

Ein Einsatz im Spätherbst ist prinzipiell möglich, solange die Schadgräser noch assimilieren und kein Dauerfrost herrscht. Bei kühlen Temperaturen verlangsamt sich jedoch der Stoffwechsel der Pflanzen, wodurch der Wirkungseintritt deutlich verzögert wird. Achte darauf, dass die Kulturen und Gräser nicht durch Frost gestresst sind, um Selektivitätsprobleme zu vermeiden.