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OTHER · W. NEUDORFF GMBH KG

Finalsan UnkrautFrei Plus

BVL Zul.-Nr. 006193-64

Finalsan UnkrautFrei Plus ist ein hochwirksames, nicht-selektives Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern sowie von Moosen und Algen. Das flüssige Konzentrat kombiniert zwei komplementäre Wirkprinzipien, um sowohl eine schnelle visuelle Wirkung als auch eine nachhaltige Wurzeltiefe zu erzielen. Es wird bevorzugt im Zierpflanzenbau sowie auf spezifischen Nichtkulturlandflächen eingesetzt, um unerwünschten Aufwuchs effizient zu regulieren.

Die Formulierung zeichnet sich durch eine hervorragende Benetzung der Blattoberflächen aus. Dank der Kombination aus einem schnellen Kontaktherbizid und einem systemischen Wachstumsregulator eignet sich das Produkt ideal für die Pflege von gärtnerischen Flächen und Wegen, auf denen eine schnelle optische Sauberkeit und eine langanhaltende Wirkung gefordert sind.

Wirkstoffe

Maleinsäurehydrazid
40.17 g/L · Wirkstoff
Pelargonsäure
186.7 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die biologische Aktivität von Finalsan UnkrautFrei Plus basiert auf dem synergistischen Zusammenspiel zweier Wirkstoffe. Die enthaltene Pelargonsäure (eine natürliche Fettsäure) fungiert als reines Kontaktherbizid. Nach dem Auftreffen auf die grünen Pflanzenteile zerstört sie die Zellmembranen der Epidermis. Dies führt zu einer extrem schnellen Dehydrierung und dem anschließenden Vertrocknen des getroffenen Gewebes, was bereits nach wenigen Stunden als sichtbarer „Burn-down“-Effekt erkennbar ist. Der zweite Wirkstoff, Maleinsäurehydrazid, wirkt als systemischer Wachstumsregulator. Er wird über die noch intakten Leitbahnen der behandelten Schaderreger aufgenommen und bis in die Wurzelspitzen und Vegetationspunkte transportiert. Dort blockiert er gezielt die Zellteilung (Mitose), wodurch der Wiederaustrieb aus den Wurzeln oder Speicherorganen mehrjähriger Unkräuter nachhaltig unterbunden wird.

Resistenzmanagement

Aufgrund des physikalisch-chemischen Wirkungsmechanismus der Pelargonsäure (Zerstörung der Zellmembranen) ist die Gefahr einer Resistenzbildung als äußerst gering einzustufen. Auch für den Wirkstoff Maleinsäurehydrazid sind im Bereich der Unkrautbekämpfung auf Nichtkulturland und im Zierpflanzenbau keine nennenswerten Resistenzen bekannt. Um diesen Status langfristig zu sichern, sollte die Anwendung in ein integriertes Bewirtschaftungskonzept eingebunden werden, das auch mechanische Maßnahmen und den Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen umfasst.

Mischbarkeit & Tankmischung

Finalsan UnkrautFrei Plus wird in der Praxis in der Regel als Soloprodukt ausgebracht, da für eine optimale Wirkung eine sehr hohe Aufwandmenge an Wasser und eine vollständige Benetzung der Zielvegetation erforderlich sind. Bei eventuellen Mischungsabsichten mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Additiven ist vorab stets eine physikalische Mischbarkeitsprobe durchzuführen. Zudem sollte die Spritzbrühe unmittelbar nach dem Ansetzen ausgebracht und nicht über längere Zeit stehen gelassen werden, um Entmischungen zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Ausbringung von Finalsan UnkrautFrei Plus ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu tragen, um Haut- und Augenkontakt mit dem Konzentrat zu vermeiden. Der Wirkstoff Pelargonsäure ist biologisch gut abbaubar und weist ein günstiges Umweltprofil auf. Dennoch sind die gesetzlichen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern strikt einzuhalten, um einen Eintrag durch Abdrift zu verhindern. Bei Anwendungen auf Nichtkulturlandflächen sind zudem die länderspezifischen Genehmigungspflichten gemäß dem Pflanzenschutzgesetz zu beachten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZierpflanzenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter167 LITER_PER_HECTARE
ZiergehölzeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.016700000793207437 LITER_PER_SQUARE_METER
ZiergehölzeAlgen, Moose0.016700000793207437 LITER_PER_SQUARE_METER
ZiergehölzeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter167 LITER_PER_HECTARE
Wege und Plätze mit HolzgewächsenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.016700000793207437 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenAlgen, Moose167 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.016700000793207437 LITER_PER_SQUARE_METER
Wege und Plätze mit HolzgewächsenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter167 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenAlgen, Moose0.016700000793207437 LITER_PER_SQUARE_METER
Wege und Plätze mit HolzgewächsenAlgen, Moose167 LITER_PER_HECTARE
ZiergehölzeAlgen, Moose167 LITER_PER_HECTARE
Wege und Plätze mit HolzgewächsenAlgen, Moose0.016700000793207437 LITER_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wie beeinflusst die Umgebungstemperatur die Wirkung von Finalsan UnkrautFrei Plus?

Die kontaktwirksame Pelargonsäure arbeitet weitgehend temperaturunabhängig und zeigt auch bei kühlen Frühjahrstemperaturen eine schnelle Wirkung. Für den systemischen Effekt des Maleinsäurehydrazids sind jedoch wüchsige Bedingungen mit Temperaturen über 10 °C optimal, da die Pflanze aktiv assimilieren muss, um den Wirkstoff bis in die Wurzeln zu transportieren.

Warum ist eine tropfnasse Benetzung der Schaderreger bei der Behandlung so wichtig?

Da Pelargonsäure ausschließlich als Kontaktherbizid wirkt, werden nur die direkt getroffenen Pflanzenteile zerstört. Nicht benetzte Blätter oder Pflanzenteile überleben und können die Pflanze weiter versorgen. Eine lückenlose, deckende Spritzung der gesamten Unkrautfläche ist daher entscheidend für den Bekämpfungserfolg.

Darf Finalsan UnkrautFrei Plus auf gepflasterten Wegen und Plätzen ohne Weiteres eingesetzt werden?

Nein, in Deutschland ist die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf Nichtkulturland (wie gepflasterten Wegen, Plätzen oder Gleisanlagen) grundsätzlich verboten. Für eine Anwendung auf solchen Flächen muss vorab eine Ausnahmegenehmigung der zuständigen Landesbehörde nach § 12 Abs. 2 Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) eingeholt werden.

Wie lange sollte nach der Anwendung gewartet werden, bevor mechanische Arbeiten stattfinden?

Um dem systemischen Wirkstoff Maleinsäurehydrazid genügend Zeit zu geben, in die Wurzeln einzuwandern, sollte nach der Behandlung mindestens 3 bis 5 Tage lang keine mechanische Bodenbearbeitung, kein Hacken und kein Jäten stattfinden. Ein vorzeitiges Entfernen der oberirdischen Pflanzenteile schwächt die Dauerwirkung ab.

Hinterlässt das Pflanzenschutzmittel Flecken oder Beläge auf behandelten Oberflächen?

Auf gängigen Materialien wie Beton, Klinkern oder Pflastersteinen hinterlässt das Produkt in der Regel keine dauerhaften Rückstände oder Verfärbungen. Bei sehr empfindlichen Natursteinen (z. B. bestimmten Marmor- oder Granitarten) empfiehlt es sich jedoch, vor der großflächigen Anwendung eine Verträglichkeitsprobe an einer unauffälligen Stelle durchzuführen.

Kann das Produkt auch bei Regen oder feuchtem Wetter ausgebracht werden?

Nein, die Schaderreger sollten bei der Anwendung trocken sein, damit die Spritzbrühe nicht verdünnt wird oder abperlt. Zudem benötigt das Produkt eine regenfreie Zeit von mindestens 3 bis 4 Stunden nach der Applikation, damit die Wirkstoffe vollständig in das Blattgewebe eindringen können und nicht abgewaschen werden.