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Sonstige · Syngenta Agro GmbH

InnoProtect Callisto

BVL Zul.-Nr. 044660-63

InnoProtect Callisto ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung einjähriger zweikeimblättriger Unkräuter. Als flüssige Formulierung lässt sich das Herbizid hervorragend dosieren und gleichmäßig ausbringen. Es ist speziell für den Einsatz in verschiedenen landwirtschaftlichen Kulturen wie Mais (Zea mays), Schlafmohn, Lein und Chinaschilf registriert und bietet eine flexible Lösung zur Unkrautkontrolle in der frühen Entwicklungsphase.

Der Fokus dieses Herbizids liegt auf der sicheren Ausschaltung ertragsmindernder Schaderreger, die in der kritischen Jugendentwicklung der Kulturen mit diesen um Licht, Wasser und Nährstoffe konkurrieren. Durch die breite Zulassung sowohl in wichtigen Hauptkulturen als auch in Nischenkulturen stellt InnoProtect Callisto ein wertvolles Werkzeug für ein sauberes Feld und die Ertragssicherung dar.

Wirkstoffe

Mesotrione
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Mesotrione gehört zur chemischen Klasse der Triketone und ist im HRAC-System in die Gruppe 27 eingeordnet. Mesotrione wirkt als Inhibitor des Enzyms p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase (HPPD). Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese von Plastochinon und Tocopherolen, welche wiederum für die Bildung von schützenden Carotinoiden benötigt werden. Durch die Blockade dieses Stoffwechselwegs wird die Carotinoidsynthese in den empfindlichen Unkräutern unterbrochen. Da Carotinole das Chlorophyll vor der Zerstörung durch Sonnenlicht schützen, führt dieser Mangel zu einem schnellen Abbau des Chlorophylls. Dies äußert sich visuell in einem charakteristischen Ausbleichen (Bleaching) der Unkrautblätter, gefolgt von Nekrosen und dem vollständigen Absterben der Pflanzen innerhalb weniger Tage nach der Anwendung. Der Wirkstoff wird dabei sowohl über die Blätter als auch über die Wurzeln aufgenommen.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern wirksam vorzubeugen, solltest du InnoProtect Callisto stets in ein integriertes Herbizidmanagement einbinden. Vermeide den wiederholten, alleinigen Einsatz von HPPD-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 27) auf derselben Fläche. Kombiniere dieses Pflanzenschutzmittel stattdessen in der Fruchtfolge oder in Tankmischungen mit Wirkstoffen aus anderen HRAC-Klassen, die über einen unterschiedlichen Wirkungsmechanismus verfügen. Dies stellt sicher, dass Selektionsdruck minimiert wird und die Wirksamkeit des Wirkstoffs langfristig erhalten bleibt.

Mischbarkeit & Tankmischung

InnoProtect Callisto zeichnet sich durch eine gute physikalische und chemische Mischbarkeit mit vielen gängigen Herbiziden sowie flüssigen Blattdüngern aus. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine kleine Mischprobe in einem separaten Behälter durchführen. Die Zugabe von geeigneten Netzmitteln oder Additiven kann die Benetzung und Wirkstoffaufnahme über das Blatt insbesondere bei trockener Witterung oder einer stark ausgeprägten Wachsschicht der Unkräuter optimieren. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge, um eine homogene Benetzung zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit InnoProtect Callisto ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, während der Anmischung und Ausbringung obligatorisch. Zum Schutz von Nichtzielorganismen und Gewässern sind die allgemeinen Abdriftminderungsauflagen strikt einzuhalten. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern dennoch auf Anwendungen in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, verzichten. Verlege die Behandlung vorzugsweise in die Abendstunden nach dem täglichen Bienenflug, um Risiken für nützliche Insekten konsequent zu minimieren.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MohnEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter16–311 LITER_PER_HECTARE
MiscanthusEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–161 LITER_PER_HECTARE
LeinEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–91 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–181 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von InnoProtect Callisto?

Der beste Behandlungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Unkräuter, idealerweise wenn sich diese im Keimblatt- bis maximal 4-Blatt-Stadium befinden. Zu diesem Zeitpunkt sind die Schaderreger besonders empfindlich für den Wirkstoff Mesotrione, und du erzielst die höchste biologische Wirkung. Achte darauf, dass deine Kultur das zulässige BBCH-Stadium (bis BBCH 31) noch nicht überschritten hat.

Wie wirkt sich die Witterung auf die Effizienz der Behandlung aus?

Warme, wüchsige Wetterbedingungen mit ausreichender Luftfeuchtigkeit fördern die Wirkstoffaufnahme und den Transport in der Pflanze, was zu einem schnelleren Wirkungseintritt führt. Bei extremer Trockenheit oder starker Wachsschicht der Unkräuter kann die Aufnahme verzögert sein. Vermeide Spritzungen bei praller Mittagssonne oder Temperaturen über 25 °C, um das Risiko von Kulturunverträglichkeiten zu minimieren.

Kann ich InnoProtect Callisto auch im reinen Vorauflauf einsetzen?

Ja, das Produkt besitzt neben der ausgeprägten Blattwirkung auch eine gute Bodenwirkung über die Wurzeln. Für eine optimale Bodenwirkung im Vorauflauf ist jedoch eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit erforderlich, damit der Wirkstoff in der obersten Bodenschicht gelöst und von den keimenden Unkräutern aufgenommen werden kann.

Welche Kulturen neben Mais können mit diesem Pflanzenschutzmittel behandelt werden?

Neben Mais (Zea mays) ist InnoProtect Callisto auch für den Einsatz in Schlafmohn, Lein und Chinaschilf zugelassen. Dies macht das Mittel zu einer wertvollen Option für Spezialkulturen und den Anbau nachwachsender Rohstoffe, in denen die Auswahl an zugelassenen Herbiziden oft stark begrenzt ist.

Wie erkenne ich, ob die Unkräuter auf das Mittel ansprechen?

Typisch für den Wirkstoff Mesotrione ist das sogenannte "Bleaching". Bereits wenige Tage nach der Behandlung verfärben sich die Triebspitzen und Blätter der getroffenen Unkräuter charakteristisch weiß. Dieses Ausbleichen breitet sich rasch aus, gefolgt von Nekrosen, bis das Unkraut schließlich vollständig abstirbt.

Was muss ich beim Nachbau von Folgekulturen beachten?

Da Mesotrione eine gewisse Bodenaktivität aufweist, solltest du bei der Planung der Fruchtfolge die Abbauzeiten im Boden berücksichtigen. Nach einer normalen Ernte der behandelten Kulturen ist der Nachbau von Wintergetreide in der Regel problemlos möglich. Bei vorzeitigem Umbruch oder empfindlichen Folgekulturen wie Rüben oder Gemüse empfiehlt sich eine tiefe Bodenbearbeitung (Pflügen), um Wirkstoffrückstände im Boden zu verdünnen.