Alle Mittel
OTHER · ADAMA Deutschland GmbH

InnoProtect Pendi 400 SC

BVL Zul.-Nr. 006839-60

InnoProtect Pendi 400 SC ist ein bewährtes, bodenwirksames Pflanzenschutzmittel zur zuverlässigen Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern in wichtigen landwirtschaftlichen Kulturen. Das Herbizid ist für den Einsatz in Mais sowie in den Wintergetreidearten Winterweichweizen, Wintergerste, Winterroggen und Wintertriticale registriert. Als flüssiges Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, lässt sich das Produkt hervorragend dosieren, löst sich schnell im Spritztank auf und gewährleistet eine homogene Verteilung auf der Bodenoberfläche.

Das Anwendungsspektrum konzentriert sich auf den kritischen Zeitraum vor dem Auflaufen bis hin zum frühen Nachauflauf der Kulturen (BBCH-Stadium 00 bis 13). Durch die gezielte Unterbindung des Unkrautwachstums in dieser frühen Phase sichert InnoProtect Pendi 400 SC den Kulturen einen entscheidenden Wachstumsvorsprung und minimiert die Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe von Anfang an.

Wirkstoffe

Pendimethalin
400 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Pendimethalin gehört zur chemischen Gruppe der Dinitroaniline und ist im HRAC-System der Gruppe 3 (Zellteilungshemmer) zugeordnet. Er wirkt primär als Keimhemmstoff, indem er die Mikrotubuli-Bildung in den meristematischen Geweben der keimenden Unkräuter blockiert. Dadurch wird die normale Zellteilung (Mitose) unterbunden, was zum Wachstumsstopp und letztlich zum Absterben der auflaufenden Schaderreger führt. Die Aufnahme des Wirkstoffs erfolgt hauptsächlich über die Keimwurzeln sowie über das Hypokotyl und die Koleoptile der keimenden Unkräuter. Nach der Applikation bildet sich ein stabiler Herbizidfilm auf der Bodenoberfläche. Eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit ist vorteilhaft, da sie den Transport des Wirkstoffs in die obere Bodenschicht unterstützt, wo er von den keimenden Schaderregern aufgenommen wird.

Resistenzmanagement

Um das Risiko einer Resistenzentwicklung bei einjährigen Unkräutern zu minimieren, sollte InnoProtect Pendi 400 SC stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept eingebunden werden. Dies umfasst den konsequenten Wechsel mit Herbiziden, die über andere Wirkmechanismen verfügen (andere HRAC-Gruppen), sowie ackerbauliche Maßnahmen wie eine abwechslungsreiche Fruchtfolge, eine angepasste Bodenbearbeitung und die Förderung der Konkurrenzkraft der Kulturen. Ein wiederholter, alleiniger Einsatz von Wirkstoffen der HRAC-Gruppe 3 auf derselben Fläche ist zu vermeiden.

Mischbarkeit & Tankmischung

InnoProtect Pendi 400 SC weist eine gute physikalische und chemische Mischbarkeit mit vielen gängigen Vor- und frühen Nachauflaufherbiziden sowie flüssigen Stickstoffdüngern (AHL) auf. Bei der Erstellung von Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wassermenge und eine kontinuierliche Rührung im Spritztank zu achten. Vor einer großflächigen Anwendung wird empfohlen, eine Verträglichkeitsprobe in einem kleinen Gefäß durchzuführen und die Gebrauchsanleitungen der jeweiligen Mischpartner genauestens zu beachten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit InnoProtect Pendi 400 SC ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu tragen, um Haut- und Augenkontakt zu vermeiden. Aufgrund der ökotoxikologischen Eigenschaften von Pendimethalin sind strenge Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen einzuhalten, um aquatische Organismen und Nichtzielpflanzen vor Abdrift zu schützen. Das Pflanzenschutzmittel ist als nichtbienengefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zum Schutz der Umwelt stets unter windstillen Bedingungen und mit abdriftmindernder Düsentechnik ausgebracht werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–134 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–134 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–134 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–94 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–134 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–134 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Welche Bodenbedingungen sind für eine optimale Wirkung von InnoProtect Pendi 400 SC erforderlich?

Für eine optimale Herbizidwirkung ist ein feuchtes, feinkrümeliges und gut abgesetztes Saatbett entscheidend. Da Pendimethalin über den Boden wirkt, ermöglicht ausreichende Bodenfeuchtigkeit eine gleichmäßige Verteilung des Wirkstofffilms. Auf sehr humosen Böden kann die Wirkung aufgrund einer starken Adsorption des Wirkstoffs an die organische Substanz abgeschwächt sein.

Wie beeinflusst die Saattiefe der Kultur die Verträglichkeit des Herbizids?

Um Schäden an den Kulturpflanzen zu vermeiden, muss auf eine gleichmäßige und ausreichend tiefe Saatgutablage geachtet werden (bei Getreide mindestens 2–3 cm, bei Mais ca. 4 cm). Eine ungenügende Überdeckung des Saatguts mit Erde kann dazu führen, dass der Wirkstoff direkt an den Keimling gelangt, was phytotoxische Effekte hervorrufen kann.

Kann InnoProtect Pendi 400 SC bei Frostgefahr oder auf gefrorenem Boden angewendet werden?

Nein, von einer Anwendung auf gefrorenem Boden oder bei unmittelbarer Frostgefahr wird dringend abgeraten. Frost kann die Kulturverträglichkeit beeinträchtigen und die Wirkstoffaufnahme sowie den Abbau in der Kultur stören, was zu sichtbaren Aufgangsverzögerungen oder Aufhellungen führen kann.

Was ist beim Nachbau von Zwischenfrüchten oder Folgekulturen nach dem Einsatz zu beachten?

Nach dem regulären Einsatz von InnoProtect Pendi 400 SC und einer normalen Vegetationszeit können im Rahmen der Fruchtfolge alle üblichen Kulturen nachgebaut werden. Bei einem vorzeitigen Umbruch der Kultur ist eine tiefere, wendende Bodenbearbeitung (Pflügen) ratsam, um eventuelle Wirkstoffrückstände im Boden zu verdünnen und empfindliche Folgekulturen zu schützen.

Wie lässt sich die Wirkung gegen schwer bekämpfbare Unkräuter oder Ungräser optimieren?

Da InnoProtect Pendi 400 SC primär gegen zweikeimblättrige Unkräuter zugelassen ist, empfiehlt sich bei starkem Besatz mit Schadgräsern (wie Ackerfuchsschwanz oder Windhalm) eine gezielte Tankmischung mit einem spezialisierten Gräserpartner oder eine entsprechende Spritzfolge, um Lücken im Wirkungsspektrum effektiv zu schließen.