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OTHER · ISK Biosciences Europe N.V.

Katana

BVL Zul.-Nr. 034837-60

Katana ist ein hochwirksames, selektives Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung eines breiten Spektrums von Unkräutern und Ungräsern. Formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG) mit dem bewährten Wirkstoff Flazasulfuron (250 g/kg), hat sich das Produkt als Standardlösung im professionellen Weinbau sowie in weiteren registrierten Kulturen etabliert. Es zeichnet sich durch eine hervorragende Flexibilität in der Anwendung aus und unterstützt Betriebsleiter dabei, den Unterstockbereich sauber und konkurrenzfrei zu halten.

Das Besondere an diesem Herbizid ist seine ausgeprägte Doppelwirkung: Es wird sowohl über die Blätter bereits aufgelaufener Schaderreger als auch über den Boden aufgenommen. Dadurch erfasst Katana nicht nur den vorhandenen Aufwuchs, sondern bietet auch eine langanhaltende Depotwirkung gegen nachkeimende Unkrautsamen. Dies reduziert den Arbeitsaufwand durch weniger notwendige Folgebehandlungen während der Vegetationsperiode erheblich.

Katana erfasst zuverlässig einjährige einkeimblättrige und zweikeimblättrige Unkräuter und zeigt zudem eine herausragende Spezialwirkung gegen schwer bekämpfbare, tiefwurzelnde Problemunkräuter wie den Acker-Schachtelhalm. Dank dieser Eigenschaften ist es ein unverzichtbarer Baustein für ein sauberes Kulturumfeld und sichert die Nährstoff- und Wasserverfügbarkeit für die Hauptkultur.

Wirkstoffe

Flazasulfuron
250 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Katana enthaltene Wirkstoff Flazasulfuron gehört zur chemischen Gruppe der Sulfonylharnstoffe und ist systemisch hochaktiv. Biochemisch klassifiziert ist der Wirkstoff in die HRAC-Gruppe 2 (hemmer der Acetolactat-Synthase, kurz ALS). Nach der Aufnahme über die Wurzeln und Blätter wird Flazasulfuron rasch in die meristematischen Gewebe der Schaderreger transportiert, wo es die Synthese lebenswichtiger, verzweigtkettiger Aminosäuren (Valin, Leucin und Isoleucin) blockiert. Infolge dieser Blockade stoppt das Zellwachstum der empfindlichen Unkräuter und Ungräser nahezu sofort nach der Behandlung. Erste sichtbare Symptome wie Chlorosen an den Vegetationspunkten, rötliche Verfärbungen und anschließende Nekrosen zeigen sich je nach Witterung nach wenigen Tagen. Der vollständige Absterbeprozess der Schaderreger erstreckt sich über einen Zeitraum von mehreren Wochen, wobei die langanhaltende Bodenwirkung das Auflaufen neuer Unkrautwellen über Monate hinweg unterbindet.

Resistenzmanagement

Um einer Selektion resistenter Biotypen – insbesondere bei ohnehin gefährdeten Unkrautarten wie Weidelgras (Lolium spp.) oder Amarant (Amaranthus spp.) – wirksam vorzubeugen, muss Katana strikt im Rahmen eines integrierten Resistenzmanagements eingesetzt werden. Dies beinhaltet die Begrenzung auf maximal eine Anwendung pro Saison und den konsequenten Wechsel mit Herbiziden aus anderen HRAC-Wirkstoffklassen (z. B. Blattherbiziden oder Bodenherbiziden mit anderem Wirkungsmechanismus). Zudem sollte die chemische Unkrautbekämpfung durch mechanische Pflegemaßnahmen im Unterstockbereich sinnvoll ergänzt werden.

Mischbarkeit & Tankmischung

Katana ist im Allgemeinen gut mit verschiedenen blattaktiven Herbiziden mischbar, um bei starkem Ausgangsbesatz die Sofortwirkung (Knockdown-Effekt) auf bereits etablierte Unkräuter zu beschleunigen. Bei Tankmischungen ist stets auf eine ausreichende Wassermenge zu achten, um eine homogene Verteilung und Benetzung zu gewährleisten. Die Zugabe von zugelassenen Additiven oder Netzmitteln kann die Blattaufnahme unter trockenen Bedingungen verbessern. Vor der Ansetzung größerer Mengen wird dringend empfohlen, eine physikalische Mischprobe durchzuführen und die Verträglichkeit an der Kultur zu prüfen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung von Katana sind die gesetzlichen Vorgaben zum Anwenderschutz und die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) strikt einzuhalten. Aufgrund der hohen Aktivität des Wirkstoffs Flazasulfuron gegenüber Nichtzielpflanzen und aquatischen Organismen müssen Abdriften auf angrenzende Flächen und Gewässer unbedingt vermieden werden. Dies erfordert den Einsatz driftmindernder Technik (z. B. Injektordüsen) und die Einhaltung der spezifischen Abstandsauflagen (BVL-Anwendungsbestimmungen). Das Pflanzenschutzmittel ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nichtbienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte direkter Kontakt mit blühenden Pflanzen vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
NadelholzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter0.2 KILOGRAM_PER_HECTARE
ZierkoniferenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter0.2 KILOGRAM_PER_HECTARE
ZierkoniferenAcker-Schachtelhalm0.06 KILOGRAM_PER_HECTARE
WeinrebeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter7–99200 GRAM_PER_HECTARE90T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Katana im Weinbau?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im zeitigen Frühjahr (ab dem BBCH-Stadium 07 der Rebe), wenn die Unkräuter gerade auflaufen oder sich im frühen Rosettenstadium befinden. Da Katana eine starke Bodenwirkung besitzt, erzielt eine frühe Applikation auf feuchten, feinkrümeligen Böden die nachhaltigste Wirkung gegen nachkeimende Schaderreger.

Wie wirkt sich Trockenheit auf die Effizienz von Katana aus?

Die Blattwirkung von Katana bleibt auch bei trockener Witterung weitgehend stabil, allerdings benötigt der Wirkstoff Flazasulfuron für eine optimale Entfaltung der Bodenwirkung eine gewisse Bodenfeuchtigkeit. Bei extremer Trockenheit kann sich der Wirkungseintritt über den Boden verzögern, bis ausreichende Niederschläge den Wirkstoff in die Keimzone der Unkräuter transportieren.

Was muss bei der Anwendung gegen Acker-Schachtelhalm beachtet werden?

Für eine erfolgreiche Bekämpfung des Acker-Schachtelhalms sollte die Behandlung nicht zu früh erfolgen. Der Schachtelhalm muss bereits ausreichend grüne Triebe (ca. 10–15 cm Höhe) entwickelt haben, damit eine genügend große Wirkstoffmenge über die Oberfläche aufgenommen und systemisch in das weit verzweigte Rhizomsystem transportiert werden kann.

Kann Katana direkt mit Triebschonern oder an jungen Reben angewendet werden?

Bei der Anwendung im Unterstockbereich muss ein direkter Kontakt der Spritzbrühe mit grünen Teilen der Kultur (Blätter, junge Triebe, grüne Rinde) unbedingt vermieden werden, da dies zu phytotoxischen Schäden führen kann. Bei Junganlagen (im ersten und zweiten Standjahr) ist besondere Vorsicht geboten; hier empfiehlt sich der Einsatz von Abschirmhauben an der Spritzeinrichtung.

Wie lange ist die Wartezeit von Katana bis zur Ernte?

Die festgesetzte Wartezeit (PHI) für Katana beträgt in den registrierten Kulturen wie Weinreben einheitlich 90 Tage. Dieser großzügige Zeitraum stellt sicher, dass bis zur Ernte keinerlei unzulässige Rückstände im Erntegut verbleiben.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen einkeimblättrige Unkräuter?

Nutzen Sie hierzu einfach die Filterfunktionen in unserer Produktdatenbank auf agronomy.farmable.tech. Filtern Sie nach der gewünschten Kultur (z. B. Weinrebe), wählen Sie als Schaderreger 'Einjährige einkeimblättrige Unkräuter' aus und lassen Sie sich alle aktuell in Deutschland (BVL) registrierten Pflanzenschutzmittel inklusive ihrer Anwendungsbestimmungen anzeigen.