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Sonstige · Syngenta Agro GmbH

Maran

BVL Zul.-Nr. 044660-62

Maran ist ein leistungsstarkes Herbizid von Syngenta, das speziell für die Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern in ausgewählten landwirtschaftlichen Kulturen entwickelt wurde. Formuliert als flüssiges Suspensionskonzentrat (SC) mit dem bewährten Wirkstoff Mesotrione (100 g/l), bietet das Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Flexibilität und Selektivität. Es wird vor allem in Mais (Zea mays), aber auch in Sonderkulturen wie Flachs, Schlafmohn und Chinaschilf (Miscanthus) erfolgreich eingesetzt, um Ertragsverluste durch Unkrautkonkurrenz in der kritischen frühen Entwicklungsphase zu verhindern.

Das Wirkungsspektrum von Maran umfasst eine Vielzahl wirtschaftlich bedeutender breitblättriger Unkräuter. Durch die schnelle Aufnahme sowohl über die Blätter als auch über die Wurzeln der Schaderreger sorgt das Mittel für eine zuverlässige und nachhaltige Unkrautkontrolle. Dies macht Maran zu einem wichtigen Baustein in modernen, integrierten Pflanzenschutzstrategien.

Wirkstoffe

Mesotrione
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Maran enthaltene Wirkstoff Mesotrione gehört zur chemischen Klasse der Triketone und ist im HRAC-System in die Gruppe 27 (früher F2) eingestuft. Der Wirkungsmechanismus basiert auf der gezielten Hemmung des Enzyms p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase (HPPD). Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese von Plastochinon und Tocopherolen, welche wiederum für die Bildung von Carotinoiden benötigt werden. Da Carotinoide die Aufgabe haben, das Chlorophyll vor photodynamischer Zerstörung durch Sonnenlicht zu schützen, führt der Mangel an diesen Pigmenten zu einem raschen Abbau des Chlorophylls. In der Praxis äußert sich dieser Effekt durch charakteristische, intensive Bleichsymptome (Weißfärbung) an den Triebspitzen und Blättern der empfindlichen Unkräuter, gefolgt von Nekrosen und dem vollständigen Absterben der Schaderreger innerhalb weniger Tage.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern wirksam vorzubeugen, solltest du Maran stets im Rahmen eines integrierten Herbizidmanagements einsetzen. Dies bedeutet, dass du den Wirkstoff Mesotrione (HRAC-Gruppe 27) im Wechsel oder in Kombination mit Herbiziden aus anderen Wirkstoffklassen anwenden solltest. Achte darauf, die empfohlenen Aufwandmengen nicht zu reduzieren, um die Selektion teilresistenter Biotypen zu verhindern, und nutze mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung, wo immer dies sinnvoll ist.

Mischbarkeit & Tankmischung

Maran zeichnet sich durch eine gute physikalische und chemische Mischbarkeit mit vielen gängigen Herbiziden und flüssigen Blattdüngern aus, die in den zugelassenen Kulturen verwendet werden. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine kleine Mischprobe (Kübeltest) durchführen. Die Zugabe von geeigneten Netzmitteln oder Additiven kann die Benetzung und die Wirkstoffaufnahme über das Blatt insbesondere unter trockenen Witterungsbedingungen optimieren. Verwende sauberes Spritzwasser und vermeide extreme pH-Werte der Spritzbrühe, um eine optimale Stabilität des Wirkstoffs zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Maran steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt an erster Stelle. Trage während der Handhabung des Konzentrats und der Ausbringung der Spritzbrühe stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz. Da für dieses Pflanzenschutzmittel spezifische Auflagen zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen gelten, solltest du Abdrift auf angrenzende Flächen unbedingt vermeiden und moderne, abdriftmindernde Düsentechnik einsetzen. Zum Schutz von bestäubenden Insekten wird empfohlen, die Anwendung nicht in blühende Bestände oder an Orten durchzuführen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; verlege die Behandlung idealerweise in die späten Abendstunden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
LeinEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–91 LITER_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–181 LITER_PER_HECTARE
MiscanthusEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–161 LITER_PER_HECTARE
MohnEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter16–311 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Maran?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Unkräuter (meist BBCH 12 bis 14), wenn diese sich im aktiven Wachstum befinden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Blattaufnahme am effizientesten, und die Kultur toleriert die Behandlung optimal.

Wie wirkt sich trockenes Wetter auf die Effizienz von Maran aus?

Da Mesotrione sowohl über die Blätter als auch über die Wurzeln aufgenommen wird, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit für die Bodenwirkung vorteilhaft. Bei extremer Trockenheit solltest du die Behandlung in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen und eventuell ein geeignetes Additiv hinzufügen, um die Blattaufnahme zu verbessern.

Kann ich Maran in allen Maisarten uneingeschränkt anwenden?

Während Maran in herkömmlichem Silo- und Körnermais hervorragend verträglich ist, kann die Verträglichkeit bei bestimmten Zuckermais- oder Inzuchtlinien variieren. Kläre im Zweifel vor der Anwendung die Sortenverträglichkeit mit deinem Saatgutanbieter oder dem technischen Dienst ab.

Welche Nachbau-Einschränkungen muss ich nach dem Einsatz von Maran beachten?

Nach der Anwendung von Maran im Frühjahr können im normalen Fruchtfolgezyklus im Herbst in der Regel Wintergetreide und im folgenden Frühjahr nahezu alle Kulturen problemlos nachgebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur nach einem Fehlschlag solltest du vor der Neuansaat eine tiefere Bodenbearbeitung (Pflügen) durchführen.

Wie erkenne ich, ob die Wirkung von Maran auf die Unkräuter bereits eingesetzt hat?

Bereits wenige Tage nach der Spritzung zeigen empfindliche Unkräuter charakteristische Bleichsymptome (Weißfärbung), insbesondere an den jüngsten Blättern und Vegetationspunkten. Diese Verfärbungen breiten sich rasch aus, gefolgt von Nekrosen, bis das Unkraut vollständig abstirbt.

Wie finde ich heraus, ob Maran für eine bestimmte Tankmischung in meiner Kultur freigegeben ist?

Du kannst die offizielle Datenbank des BVL oder die herstellereigenen Mischbarkeitstabellen von Syngenta konsultieren. Zudem bietet das Portal agronomy.farmable.tech eine Übersicht registrierter Produkte und deren Anwendungsempfehlungen, die dir bei der Planung helfen.