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OTHER · Bayer CropScience Deutschland GmbH

ROMBUS

BVL Zul.-Nr. 025625-61

ROMBUS ist ein hochwirksames, systemisches Fungizid von Bayer CropScience, das speziell für den professionellen Einsatz im Getreidebau entwickelt wurde. Durch die Kombination zweier bewährter Wirkstoffe bietet das flüssige Konzentrat einen breiten Schutz gegen ein breites Spektrum wirtschaftlich bedeutender Schaderreger in Kulturen wie Weizen, Gerste, Roggen und Triticale. Es schützt die Kulturen zuverlässig vor ertragsmindernden Pilzkrankheiten wie Echtem Mehltau, verschiedenen Rostpilzen sowie wichtigen Blatt- und Ährenkrankheiten.

Die Formulierung zeichnet sich durch eine hervorragende Benetzung und schnelle Wirkstoffaufnahme aus. Dies sorgt für eine exzellente Regenfestigkeit und eine langanhaltende Dauerwirkung, selbst unter wechselhaften Witterungsbedingungen. Neben der direkten Bekämpfung von Pilzinfektionen trägt das Pflanzenschutzmittel auch zur Minderung nichtparasitärer Blattflecken bei, was die Vitalität und das Ertragspotenzial der Kulturen zusätzlich stabilisiert.

Dank des breiten Zulassungsfensters von BBCH 30 (Beginn des Schossens) bis BBCH 69 (Ende der Blüte) lässt sich ROMBUS flexibel in bestehende Pflanzenschutzstrategien integrieren. Ob zur frühen Halmbruch- und Mehltau-Bekämpfung im Frühjahr oder zur gezielten Absicherung der oberen Blattetagen und der Ähre – das Produkt ist ein verlässlicher Baustein für ein erfolgreiches Getreidemanagement.

Wirkstoffe

Prothioconazol
160 g/L · Wirkstoff
Spiroxamine
300 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Wirksamkeit von ROMBUS basiert auf dem synergistischen Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkmechanismen. Prothioconazol gehört zur chemischen Gruppe der Triazolinthione (FRAC-Gruppe 3, Demethylierungs-Inhibitoren / DMI). Es blockiert die Demethylierung in der Ergosterol-Biosynthese der Pilzzellen, was zu strukturellen Membrandefekten und letztlich zum Absterben des Pathogens führt. Prothioconazol verteilt sich systemisch in der Kultur und bietet sowohl protektive als auch kurative Eigenschaften. Spiroxamine, ein Vertreter der Stoffklasse der Spiroketalamine (FRAC-Gruppe 5, Amine / Morpholine), greift an zwei weiteren Stellen der Sterolbiosynthese ein. Neben seiner eigenständigen, stark kurativen Wirkung gegen Echten Mehltau fungiert Spiroxamine als hervorragender Penetrationsbeschleuniger. Es fördert die schnelle Aufnahme von Prothioconazol in das Pflanzengewebe, wodurch ein extrem schneller Wirkeintritt erzielt wird.

Resistenzmanagement

Durch die Kombination von zwei Wirkstoffen aus unterschiedlichen FRAC-Klassen (Gruppe 3 und Gruppe 5) besitzt ROMBUS ein eingebautes Resistenzmanagement. Um die Wirksamkeit langfristig zu sichern, sollte das Pflanzenschutzmittel im Rahmen einer vorausschauenden Spritzfolge eingesetzt werden. Ein Wechsel mit Fungiziden anderer Wirkstoffklassen, wie beispielsweise Carboxamiden (SDHI, FRAC-Gruppe 7) oder Strobilurinen (FRAC-Gruppe 11), wird dringend empfohlen. Zudem sollten die maximalen Anwendungshäufigkeiten pro Saison strikt eingehalten und stets die vollen zugelassenen Aufwandmengen genutzt werden, um die Selektion resistenter Pilzstämme zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

ROMBUS ist im Allgemeinen sehr gut mit gängigen Herbiziden, Insektiziden, Wachstumsreglern und Blattdüngern mischbar. Bei der Erstellung von Tankmischungen ist darauf zu achten, dass die jeweiligen Gebrauchsanleitungen der Mischpartner beachtet werden. Es wird empfohlen, die Spritzbrühe unmittelbar nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk auszubringen. Die Zugabe von speziellen Additiven ist in der Regel nicht erforderlich, da die Formulierung bereits für eine optimale Benetzung optimiert ist. Bei extremen Witterungsbedingungen wie starker Sonneneinstrahlung und Temperaturen über 25 °C sollte von Behandlungen in Tankmischung abgesehen werden, um phytotoxische Reaktionen an den Kulturen zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit ROMBUS ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, zwingend erforderlich. Das Pflanzenschutzmittel ist als gewässergefährdend eingestuft, weshalb strenge Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern einzuhalten sind, um aquatische Organismen zu schützen. Für Honigbienen ist das Produkt bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Unkräutern vermieden werden. Die spezifischen Anwendungsbestimmungen des BVL zum Schutz von Nichtzielorganismen und des Grundwassers sind strikt zu befolgen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WeizenBraunrost (Puccinia recondita)30–691.25 LITER_PER_HECTARE
WeizenGelbrost (Puccinia striiformis)30–611.25 LITER_PER_HECTARE
GersteRhynchosporium secalis30–611.25 LITER_PER_HECTARE
GersteZwergrost (Puccinia hordei)30–611.25 LITER_PER_HECTARE
TriticaleEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–611.25 LITER_PER_HECTARE
GersteEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–611.25 LITER_PER_HECTARE
TriticaleSeptoria-Arten (Septoria spp.)30–611.25 LITER_PER_HECTARE
WeizenSeptoria nodorum30–611.25 LITER_PER_HECTARE
WeizenFusarium-Arten61–691.25 LITER_PER_HECTARE
RoggenRhynchosporium secalis30–611.25 LITER_PER_HECTARE
WeizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis)30–611.25 LITER_PER_HECTARE
WeizenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–611.25 LITER_PER_HECTARE
RoggenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–321.25 LITER_PER_HECTARE
RoggenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–611.25 LITER_PER_HECTARE
GersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)30–611.25 LITER_PER_HECTARE
WeizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–321.25 LITER_PER_HECTARE
TriticaleFusarium-Arten61–691.25 LITER_PER_HECTARE
TriticaleBraunrost (Puccinia recondita)30–691.25 LITER_PER_HECTARE
WeizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–611.25 LITER_PER_HECTARE
RoggenBraunrost (Puccinia recondita)30–691.25 LITER_PER_HECTARE
GersteHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–321.25 LITER_PER_HECTARE
GersteMinderung nichtparasitärer Blattflecken37–611.25 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit ROMBUS gegen Halmbruchkrankheit?

Die Bekämpfung der Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides) sollte idealerweise in der frühen Schossphase (BBCH-Stadium 30 bis 32) erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt kann das systemische Wirkstoffduo optimal an der Halmbasis wirken, bevor der Pilz tief in das Gewebe eindringt und die Standfestigkeit der Kultur gefährdet.

Wie unterstützt Spiroxamine die Wirkung von Prothioconazol in ROMBUS?

Spiroxamine wirkt als Penetrationsförderer. Es verändert die physikalischen Eigenschaften der Wachsschicht auf den Blättern der Kultur so, dass das systemische Prothioconazol deutlich schneller und in größerer Menge aufgenommen wird. Dies führt zu einer verbesserten Regenfestigkeit und einem extrem schnellen Wirkungseintritt bei bereits bestehenden Infektionen.

Kann ROMBUS auch bei kühlen Frühjahrstemperaturen eingesetzt werden?

Ja, dank des enthaltenen Spiroxamines zeigt ROMBUS auch bei niedrigeren Temperaturen ab ca. 5–8 °C eine gute Anfangswirkung, insbesondere gegen Echten Mehltau. Dies macht das Produkt zu einem flexiblen Partner für frühe Behandlungen im Frühjahr, wenn andere rein systemische Wirkstoffe aufgrund mangelnder Temperaturen noch unzureichend wirken.

Welche Rolle spielt ROMBUS bei der Minderung nichtparasitärer Blattflecken?

Nichtparasitäre Blattflecken, die oft durch physiologischen Stress oder UV-Strahlung (besonders in Gerste) entstehen, schwächen die Photosyntheseleistung. ROMBUS besitzt physiologische Effekte, welche die Stresstoleranz der Kultur verbessern und das Auftreten dieser Nekrosen nachweislich mindern, was zu einer längeren Grünphase der Blätter beiträgt.

Wie verhalte ich mich bei der Erstellung einer Tankmischung mit Wachstumsreglern?

Bei Mischungen mit Wachstumsreglern sollte die Aufwandmenge des Reglers bei hoher Einstrahlung leicht reduziert werden, da ROMBUS die Aufnahme und somit die einkürzende Wirkung des Reglers verstärken kann. Füllen Sie die Spritze zuerst zu zwei Dritteln mit Wasser, geben Sie ROMBUS hinzu und fügen Sie den Mischpartner erst nach vollständiger Verteilung hinzu.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen spezifische Schaderreger?

Nutzen Sie die integrierte Such- und Filterfunktion auf agronomy.farmable.tech. Sie können gezielt nach Ihrer Kultur und dem spezifischen Schaderreger filtern, um eine vollständige Liste aller in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel inklusive deren Anwendungsbestimmungen anzuzeigen.