Alle Mittel
OTHER · Nufarm Deutschland GmbH

Saracen Max

BVL Zul.-Nr. 00A015-00

Saracen Max ist ein hochwirksames, selektives Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern in Winter- und Sommergetreide. Formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG), kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel zwei bewährte Wirkstoffe, um eine breite und zuverlässige Wirkung im Frühjahr zu gewährleisten. Es zeichnet sich durch eine hervorragende Kulturverträglichkeit in den zugelassenen Kulturen aus.

Die Kombination der Wirkstoffe ermöglicht eine sichere Erfassung wirtschaftlich bedeutender Schaderreger wie Klettenlabkraut (Galium aparine), Kamille-Arten und Vogelmiere (Stellaria media). Dank der flexiblen Anwendungsmöglichkeiten im Frühjahr unterstützt Saracen Max Landwirte effektiv dabei, die Konkurrenz durch Unkräuter frühzeitig auszuschalten und das Ertragspotenzial der Bestände abzusichern.

Wirkstoffe

Florasulam
200 g/kg · Wirkstoff
Tribenuron
600 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die beiden in Saracen Max enthaltenen Wirkstoffe, Florasulam und Tribenuron, gehören zur HRAC-Gruppe 2 (ehemals Gruppe B). Sie wirken als Inhibitoren des Enzyms Acetolactat-Synthase (ALS). Dieses Enzym ist im pflanzlichen Stoffwechsel für die Synthese der essenziellen, verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin unverzichtbar. Durch die Blockade dieses Stoffwechselwegs wird die Zellteilung in den betroffenen Unkräutern sofort gestoppt. Die Aufnahme erfolgt sowohl über die Blätter als auch über die Wurzeln der Schaderreger, gefolgt von einem schnellen systemischen Transport in die wachsenden Gewebe (Meristeme). Sichtbare Symptome wie Wachstumsstillstand, Vergilbungen (Chlorosen) und anschließendes Absterben (Nekrosen) der Unkräuter zeigen sich je nach Witterung innerhalb von wenigen Tagen bis hin zu zwei bis drei Wochen nach der Behandlung.

Resistenzmanagement

Da beide Wirkstoffe von Saracen Max demselben Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe 2) angehören, besteht bei einseitiger, wiederholter Anwendung ein inhärentes Risiko für die Selektion resistenter Unkrautbiotypen. Um die langfristige Wirksamkeit zu sichern, sollte dieses Pflanzenschutzmittel stets in ein integriertes Resistenzmanagement eingebunden werden. Dies umfasst den Fruchtfolgewechsel, mechanische Maßnahmen sowie den gezielten Wechsel oder die Tankmischung mit Herbiziden anderer HRAC-Klassen (wie synthetischen Auxinen oder Photosynthese-Inhibitoren).

Mischbarkeit & Tankmischung

Saracen Max ist im Allgemeinen sehr gut verträglich mit einer Vielzahl von gängigen Fungiziden, Insektiziden und Wachstumsreglern. Beim Ansetzen der Spritzbrühe sollte das Granulat stets als erste Komponente im vollständig mit Wasser befüllten Tank aufgelöst werden, bevor weitere Mischungspartner hinzugefügt werden. Die Zugabe eines zugelassenen Netzmittels (Adjuvans) kann die Benetzung und Wirkstoffaufnahme insbesondere unter trockenen Bedingungen oder bei Unkräutern mit ausgeprägter Wachsschicht deutlich verbessern. Mischungen mit flüssigen Stickstoffdüngern sollten nur bei stabiler, wüchsiger Witterung und ohne extreme Temperaturschwankungen durchgeführt werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung von Saracen Max sind die gesetzlich vorgeschriebenen PSA-Maßnahmen (persönliche Schutzausrüstung) für den Anwender strikt einzuhalten. Zum Schutz von Gewässern und terrestrischen Nichtzielpflanzen müssen die in der Zulassung definierten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen genau beachtet werden. Das Produkt ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nichtbienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte eine Abdrift auf blühende Bestände oder Unkräuter im Unterwuchs konsequent vermieden werden, um die lokale Fauna zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SommergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–3225 GRAM_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–3925 GRAM_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–3925 GRAM_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–3925 GRAM_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–3925 GRAM_PER_HECTARE
WinterhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–3925 GRAM_PER_HECTARE
SommerhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–3225 GRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Behandlung mit Saracen Max im Frühjahr?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im zeitigen Frühjahr, sobald die Unkräuter das Wachstum wieder aufnehmen und die Tagestemperaturen stabil über 5 °C liegen. Junge, aktiv wachsende Unkräuter im 2- bis 4-Blatt-Stadium werden am schnellsten und nachhaltigsten erfasst.

Wie verhält sich Saracen Max bei niedrigen Temperaturen während der Anwendung?

Dank der Wirkstoffkombination ist Saracen Max bereits ab ca. 5 °C wirksam. Wichtig ist jedoch, dass zum Zeitpunkt der Spritzung kein starker Nachtfrost droht und die Zielpflanzen assimilieren, um eine optimale Wirkstoffaufnahme und -verteilung in der Pflanze zu gewährleisten.

Ist Saracen Max nach der Ausbringung schnell regenfest?

Ja, das Produkt ist in der Regel bereits zwei Stunden nach der Applikation regenfest. Da die Wirkstoffe rasch in das Blattgewebe eindringen, beeinträchtigen spätere Niederschläge die herbizide Wirkung nicht mehr.

Gibt es Einschränkungen für den Nachbau von Folgekulturen nach dem Einsatz?

Aufgrund des zügigen Abbaus der Wirkstoffe im Boden können im Rahmen der normalen Fruchtfolge im folgenden Herbst oder Frühjahr alle üblichen Kulturen nachgebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur nach einer Fehlbehandlung sollten die spezifischen Vorgaben der Gebrauchsanleitung bezüglich der Bodenbearbeitung beachtet werden.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen einjährige zweikeimblättrige Unkräuter?

Nutzen Sie die Filterfunktion in unserem Hub. Wählen Sie Ihre spezifische Kultur (z. B. Winterweizen) aus und filtern Sie in der Kategorie „Schaderreger“ nach „Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter“. Das System listet Ihnen sofort alle in Deutschland registrierten Produktalternativen auf.