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OTHER · UPL Holdings Coöperatief U.A.

UPL-07056-H-1-SC

BVL Zul.-Nr. 026402-00

UPL-07056-H-1-SC ist ein hochkonzentriertes, flüssiges Pflanzenschutzmittel (Suspensionskonzentrat, SC) auf Basis des bewährten Wirkstoffs Ethofumesat (500 g/l). Dieses selektive Herbizid wurde speziell für den Einsatz in Rübenkulturen wie Zuckerrüben und Roter Bete sowie im Futtergrasanbau entwickelt. Es dient der zuverlässigen Bekämpfung von wirtschaftlich bedeutsamen Unkräutern und Ungräsern in der kritischen frühen Entwicklungsphase der Kulturen.

Das Wirkungsspektrum umfasst sowohl einjährige zweikeimblättrige Unkräuter als auch spezifische Problemgräser. Durch die moderne Formulierung zeichnet sich das Produkt durch eine hervorragende Kulturverträglichkeit und eine einfache Handhabung bei der Dosierung und Tankmischung aus. Es bildet das Fundament für saubere Bestände von der Keimung bis zum Reihenschluss.

Als flexibler Partner in der Unkrautbekämpfung kombiniert UPL-07056-H-1-SC eine ausgeprägte Bodenwirkung mit einer ergänzenden Blattwirkung. Dies ermöglicht den Einsatz in klassischen Spritzfolgen (Splitting-Verfahren), um auch nachkeimende Unkrautwellen über einen längeren Zeitraum hinweg effektiv zu unterdrücken.

Wirkstoffe

Ethofumesat
500 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Ethofumesat gehört zur chemischen Gruppe der Benzofuranyl-alkylsulfonate und ist im HRAC-System in die Gruppe 15 (Hemmung der Synthese von sehr langkettigen Fettsäuren, VLCFA) eingeordnet. Der Wirkstoff wird von den Schadpflanzen sowohl über die Wurzeln als auch über die Sprossachse (Hypokotyl bzw. Koleoptile) keimender Unkräuter aufgenommen und mit dem Saftstrom in die Blätter transportiert. Durch die Blockade der Fettsäuresynthese wird die Zellteilung im Bildungsgewebe der Schaderreger empfindlich gestört. Dies führt zu einer mangelhaften Ausbildung der Cuticula (Wachsschicht), sichtbaren Deformationen an den Blättern, Wachstumsstillstand und letztlich zum Absterben der betroffenen Unkräuter noch vor oder kurz nach dem Auflaufen.

Resistenzmanagement

Zur Vermeidung von Resistenzbildungen bei den Zielunkräutern sollte UPL-07056-H-1-SC stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept eingebunden werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel oder die Kombination von Ethofumesat mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen (wie z. B. HRAC-Gruppe 5 oder Gruppe 27). Zudem sichert das frühzeitige Ausschalten von Unkräutern im Keimblattstadium mit der vollen zugelassenen Aufwandmenge den langfristigen Lösungs- und Wirkstofferhalt auf dem Feld.

Mischbarkeit & Tankmischung

UPL-07056-H-1-SC weist eine hervorragende Mischbarkeit mit anderen gängigen Rübenherbiziden auf, insbesondere mit Produkten auf Basis von Metamitron oder Phenmedipham, sowie mit spezifischen Gräserherbiziden (Graminiziden). Bei der Herstellung von Tankmischungen ist der Spritztank zunächst zu mindestens zwei Dritteln mit Wasser zu füllen, das Rührwerk zu aktivieren und UPL-07056-H-1-SC als erste Komponente langsam beizugeben. Extreme Hitzeperioden oder intensive Sonneneinstrahlung während der Behandlung sollten vermieden werden, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung von UPL-07056-H-1-SC ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Nitrilhandschuhen, für den Anwender obligatorisch. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen sind die vom BVL festgelegten Abdriftminderungsklassen und länderspezifischen Mindestabstände zu Oberflächengewässern strikt einzuhalten. Das Pflanzenschutzmittel ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Eintrag in blühende Bestände vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
GräserKletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere, Gemeines Rispengras13–291.2 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter14–391 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–390.6 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter14–391 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–390.6 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für UPL-07056-H-1-SC in Rüben?

Der beste Bekämpfungserfolg wird erzielt, wenn sich die Unkräuter im Keim- bis frühen Laubblattstadium befinden. Die Anwendung sollte im BBCH-Bereich 12 bis 39 der Kultur erfolgen, idealerweise aufgeteilt in mehrere Teilgaben (Splitting-Verfahren), um aufeinanderfolgende Unkrautwellen lückenlos zu erfassen.

Wie beeinflusst die Bodenfeuchtigkeit die Wirksamkeit von Ethofumesat?

Da Ethofumesat zu einem wesentlichen Teil über den Boden und die Wurzeln der Keimlinge aufgenommen wird, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit für eine optimale Wirkung entscheidend. Bei extremer Trockenheit kann die Bodenwirkung verzögert eintreten; in solchen Phasen gewinnt die direkte Blattwirkung an Bedeutung.

Darf das Pflanzenschutzmittel bei Frostgefahr eingesetzt werden?

Nein, von einer Behandlung bei drohenden Nachtfrösten oder unmittelbar nach Frostereignissen wird dringend abgeraten. Unter thermischem Stress leidende Kulturen können empfindlich reagieren, was zu vorübergehenden Wachstumsstockungen oder Blattschäden führen kann.

Welche Rolle spielt das Produkt beim Resistenzmanagement gegen Kletten-Labkraut?

Als Wirkstoff der HRAC-Gruppe 15 bietet Ethofumesat einen wertvollen Mechanismus zur Durchbrechung von Resistenzen, insbesondere in Regionen, in denen bereits Resistenzen gegen ALS-Hemmer (HRAC-Gruppe 2) vorliegen. Die Kombination verschiedener Wirkmechanismen in der Spritzfolge ist hierbei der Schlüssel.

Was ist bei einem vorzeitigen Umbruch der Kultur zu beachten?

Sollte ein vorzeitiger Umbruch der Kultur (z. B. durch Spätfröste oder Schädlingsbefall) notwendig werden, können zweikeimblättrige Kulturen wie Rüben in der Regel problemlos nachgebaut werden. Vor der Aussaat von empfindlichen Folgekulturen wie Getreide oder Gräsern ist eine tiefe Bodenbearbeitung (Pflügen) ratsam, um Wirkstoffrückstände im Boden zu verdünnen.

Warum ist die Einhaltung der BBCH-Stadien (12 bis 39) so wichtig?

Diese Spanne stellt sicher, dass die Kultur ausreichend etabliert ist, um den Wirkstoff ohne Schäden zu tolerieren (ab BBCH 12), während gleichzeitig die späteste Anwendung (BBCH 39, d. h. vor dem Reihenschluss bzw. Schossen) definiert ist, um Rückstände im Erntegut zu vermeiden und die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.