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Sonstige · GLOBACHEM NV

Baruka 50 EC

BVL Zul.-Nr. 00A485-60

Baruka 50 EC ist ein hochselektives, systemisches Nachauflauf-Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einkeimblättrigen Unkräutern (Ungräsern) in zweikeimblättrigen Kulturen. Als Emulsionskonzentrat (EC) formuliert, zeichnet sich das Pflanzenschutzmittel durch eine schnelle Aufnahme über die Blätter der Schadgräser und eine anschließende systemische Verteilung in der gesamten Pflanze aus.

Es findet breite Anwendung in wichtigen landwirtschaftlichen Kulturen wie Kartoffeln, Zucker- und Futterrüben, Möhren sowie Winterraps. Durch die gezielte Wirkung gegen einjährige Schadgräser und Ausfallgetreide sichert Baruka 50 EC das Ertragspotenzial deiner Kulturen in der kritischen frühen Entwicklungsphase ab.

Wirkstoffe

Quizalofop-P-ethyl
50 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl gehört zur chemischen Gruppe der Aryloxyphenoxypropionate (FOPs) und ist als ACCase-Inhibitor in die HRAC-Gruppe 1 eingestuft. Nach der Aufnahme über die grünen Pflanzenteile wird der Wirkstoff rasch in die Bildungsgewebe (Meristeme) der Schadgräser transportiert. Dort blockiert er das Enzym Acetyl-CoA-Carboxylase, welches für die Fettsäuresynthese der einkeimblättrigen Pflanzen essenziell ist. In der Folge bricht der Aufbau neuer Zellmembranen zusammen, was zu einem sofortigen Wachstumsstopp führt. Erste Symptome zeigen sich nach einigen Tagen durch Verfärbungen der jüngsten Blätter, gefolgt vom vollständigen Absterben der Schadgräser.

Resistenzmanagement

Um das Risiko einer Resistenzbildung bei Schadgräsern (wie z. B. Ackerfuchsschwanz oder Windhalm) zu minimieren, solltest du Baruka 50 EC stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept einbinden. Vermeide den wiederholten, ausschließlichen Einsatz von Herbiziden aus der HRAC-Gruppe 1 auf derselben Fläche. Nutze stattdessen im Fruchtfolge-Verlauf Wirkstoffe mit anderen Wirkungsmechanismen und kombiniere chemische Maßnahmen mit pflanzenbaulichen oder mechanischen Methoden zur Unkrautregulierung.

Mischbarkeit & Tankmischung

Baruka 50 EC ist im Allgemeinen gut mit vielen gängigen Fungiziden, Insektiziden und flüssigen Blattdüngern mischbar. Bei Mischungen mit bestimmten Herbiziden gegen zweikeimblättrige Unkräuter (z. B. Sulfonylharnstoffen) kann jedoch ein Antagonismus auftreten, der die Wirkung gegen die Schadgräser abschwächt. Achte darauf, die Spritzbrühe stets zügig auszubringen, sauberes Wasser zu verwenden und die Mischpartner gemäß den Herstellerangaben nacheinander im Tank aufzulösen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (wie Schutzhandschuhe und Schutzanzug) unerlässlich. Um Nichtzielorganismen und die Umwelt zu schonen, sollte eine Abdrift auf angrenzende Flächen und Gewässer strikt vermieden werden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, empfiehlt sich aus Vorsorgegründen eine Anwendung außerhalb des aktiven Bienenflugs in den Abendstunden, insbesondere wenn sich blühende Unkräuter oder Nachbarkulturen im Behandlungsbereich befinden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
KartoffelEinkeimblättrige Unkräuter10–392 LITER_PER_HECTARE45T
FutterrübeEinkeimblättrige Unkräuter11–392.5 LITER_PER_HECTARE60T
WinterrapsEinkeimblättrige Unkräuter10–392.5 LITER_PER_HECTARE90T
MöhreEinkeimblättrige Unkräuter10–492.5 LITER_PER_HECTARE40T
ZuckerrübeEinkeimblättrige Unkräuter11–392.5 LITER_PER_HECTARE60T

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für deine Anwendung von Baruka 50 EC gegen Schadgräser?

Die Behandlung ist am erfolgreichsten, wenn sich die einkeimblättrigen Unkräuter im aktiven Wachstum befinden und ausreichend Blattfläche zur Wirkstoffaufnahme gebildet haben (idealerweise vom 2-Blatt-Stadium bis zum Ende der Bestockung). Achte darauf, dass die Kultur den Spritzfilm nicht zu stark abschirmt.

Wie wirkt sich die Witterung auf die Effizienz deiner Behandlung aus?

Warme, wüchsige Wetterbedingungen fördern den Stoffwechsel der Schadgräser und beschleunigen die Aufnahme sowie den Transport des Wirkstoffs in der Pflanze. Bei extremer Trockenheit, Frost oder starkem Stress der Kulturen solltest du die Anwendung verschieben, da die Wirkung unter diesen Bedingungen verzögert oder vermindert sein kann.

Kannst du Baruka 50 EC auch zur Bekämpfung von ausdauernden Gräsern wie der Quecke nutzen?

Ja, das Produkt erfasst neben einjährigen Schadgräsern auch ausdauernde Arten wie die Gemeine Quecke. Für eine nachhaltige Wirkung gegen diese tiefwurzelnden Schaderreger ist in der Regel die obere Grenze der registrierten Aufwandmenge erforderlich, damit genügend Wirkstoff bis in die unterirdischen Rhizome transportiert wird.

Was musst du bezüglich der Wartezeit bis zur Ernte beachten?

Die einzuhaltende Wartezeit ist kulturabhängig und bewegt sich in einem Spektrum von 40 bis 90 Tagen. Bitte entnehme die exakte Wartezeit für deine spezifische Kultur (wie Kartoffeln, Möhren oder Rüben) den offiziellen Zulassungsdaten, um Rückstände im Erntegut sicher zu vermeiden.

Wie verhältst du dich, wenn kurz nach der Spritzung Regen angekündigt ist?

Der Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl wird sehr schnell von den Blättern der Schadgräser aufgenommen. In der Regel ist der Spritzbelag bereits nach etwa ein bis zwei Stunden regenfest. Sollte jedoch unmittelbar nach der Applikation starker Niederschlag fallen, kann die Wirkung beeinträchtigt werden.