COMPO Schneckenkorn
COMPO Schneckenkorn ist ein hochwirksames, anwendungsfertiges Ködergranulat zur gezielten Bekämpfung von Nacktschnecken in einer Vielzahl von Kulturen wie Gemüse, Obst, Kartoffeln und Zierpflanzen. Als moderner Klassiker im umweltschonenden Pflanzenschutz setzt dieses Produkt auf einen bewährten, mineralischen Wirkstoff, der sowohl im professionellen Erwerbsanbau als auch im Haus- und Kleingartenbereich eine verlässliche Barriere gegen Fraßschäden bildet.
Die Formulierung als extrem regen- und schimmelbeständiger Köder sorgt dafür, dass die Lockwirkung auch unter feuchten Bedingungen – den Hauptaktivitätszeiten der Schaderreger – über einen langen Zeitraum stabil bleibt. Die Pellets weisen eine hohe Attraktivität für alle relevanten Nacktschneckenarten auf und verhindern durch ihre gleichmäßige Struktur eine vorzeitige Zersetzung auf dem feuchten Boden.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der enthaltene Wirkstoff Eisen-III-phosphat (auch bekannt als Eisen(III)-orthophosphat) wirkt spezifisch auf den Kropf- und Darmtrakt der Schnecken. Nach der Aufnahme des Köders führt der Wirkstoff zu schnellen zellulären Veränderungen im Verdauungssystem, was einen sofortigen Fraßstopp zur Folge hat. Die Kulturen sind somit unmittelbar nach der Köderaufnahme vor weiteren Schäden geschützt. Ein entscheidender Vorteil dieses Wirkmechanismus ist, dass sich die Schaderreger nach der Aufnahme in ihre unterirdischen Verstecke zurückziehen, um dort zu verenden. Im Gegensatz zu älteren Wirkstoffen kommt es nicht zu einer übermäßigen Schleimabsonderung auf den Kulturflächen, wodurch das unschöne Bild verendeter Schnecken auf den Beeten vermieden wird.
Resistenzmanagement
Da es sich bei Eisen-III-phosphat um eine anorganische, mineralische Verbindung mit einem physikalisch-biochemischen Wirkungsmodus handelt, ist das Risiko einer Resistenzbildung bei Nacktschnecken als äußerst gering einzustufen. Ein aktives Resistenzmanagement im Sinne klassischer chemischer Wirkstoffklassen ist daher nicht erforderlich. Dennoch empfiehlt sich die Einbindung in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept, das mechanische Bodenbearbeitung und die Förderung natürlicher Fressfeinde kombiniert.
Mischbarkeit & Tankmischung
Als festes Ködergranulat wird COMPO Schneckenkorn trocken und gleichmäßig auf den zu schützenden Flächen ausgestreut. Eine physikalische Tankmischung in der Pflanzenschutzspritze ist systembedingt ausgeschlossen. Das Produkt kann jedoch problemlos zeitnah oder parallel zu flüssigen Pflanzenschutzmaßnahmen oder Düngungen ausgebracht werden, sofern die Granulate nicht durch nachfolgende mechanische Arbeiten verschüttet werden.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Ein herausragendes Merkmal von Eisen-III-phosphat ist seine hervorragende Umweltverträglichkeit. Der Wirkstoff kommt so auch in der Natur vor und wird im Boden biologisch in die Pflanzennährstoffe Eisen und Phosphat abgebaut. Das Pflanzenschutzmittel schont Nützlinge wie Laufkäfer, Igel, Vögel sowie Haustiere und ist als nicht bienengefährlich eingestuft. Es bestehen keine strengen Gewässerabstandsauflagen, was die Anwendung in sensiblen Bereichen erleichtert.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Gemüsekulturen | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Gemüsekulturen | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Gemüsekulturen | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| frische Kräuter | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Kartoffel | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Obstkulturen | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Obstkulturen | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Obstkulturen | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| frische Kräuter | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
| frische Kräuter | Nacktschnecken | — | 5 GRAM_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Ausbringung von COMPO Schneckenkorn?
Die Anwendung sollte idealerweise in den Abendstunden erfolgen, wenn die Schnecken ihre Verstecke verlassen. Besonders nach Regenfällen oder bei feucht-warmer Witterung ist der Migrationsdruck der Schaderreger am höchsten, weshalb eine vorbeugende Streuung bei beginnendem Befall ratsam ist.
Wie verhält sich das Ködergranulat bei starkem oder anhaltendem Regen?
Die Pellets sind dank einer speziellen Formulierungstechnologie extrem quell- und regenstabil. Sie zerfallen auch bei Nässe nicht sofort, sondern nehmen Feuchtigkeit auf, was sie für die Schaderreger sogar noch attraktiver und weicher macht.
Müssen Haustierbesitzer bei der Anwendung auf den Flächen besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen?
Nein, der Wirkstoff Eisen-III-phosphat ist für Hunde, Katzen und andere Haustiere ungiftig. Im Gegensatz zu Produkten auf Metaldehyd-Basis besteht keine Gefahr von Vergiftungen, wenn Haustiere versehentlich mit dem Granulat in Kontakt kommen oder es aufnehmen.
Warum sieht man nach der Anwendung keine toten Schnecken auf der Bodenoberfläche?
Dies liegt am spezifischen Wirkungsmechanismus. Nach dem Verzehr des Köders verspüren die Schnecken ein Sättigungsgefühl und ziehen sich in den Boden oder in schattige Ritzen zurück, wo sie schmerzfrei verenden. Es kommt nicht zum unästhetischen Ausschleimen auf der Oberfläche.
Wie sollte das Schneckenkorn auf der Fläche verteilt werden – in Häufchen oder breitflächig?
Das Granulat muss unbedingt gleichmäßig und breitflächig zwischen den Kulturen ausgestreut werden. Das Auslegen in kleinen Häufchen ist nicht zu empfehlen, da dies die Trefferwahrscheinlichkeit für die Schaderreger verringert und zu einer lokalen Überdosierung führt.
Gibt es Einschränkungen bezüglich der Wartezeit bis zur Ernte der behandelten Kulturen?
Für COMPO Schneckenkorn ist aufgrund der natürlichen und ungiftigen Eigenschaften des Wirkstoffs Eisen-III-phosphat in der Regel keine Wartezeit (PHI) vorgeschrieben. Die Kulturen können direkt nach Bedarf geerntet werden.