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Sonstige · Indofil Industries (Netherlands) B.V.

Difosis

BVL Zul.-Nr. 00B036-60

Difosis ist ein hochwirksames, systemisches Fungizid mit dem bewährten Wirkstoff Difenoconazol (250 g/L), das als flüssiges Konzentrat formuliert ist. Registriert unter der BVL-Zulassungsnummer 00B036-60, bietet dieses Pflanzenschutzmittel professionellen Anbauern einen zuverlässigen Schutz gegen ein breites Spektrum wirtschaftlich bedeutender Pilzkrankheiten. Es ist für den Einsatz in wichtigen Kulturen wie Möhren, Raps, Gurken, Auberginen und Tomaten zugelassen.

Das Wirkungsspektrum umfasst hartnäckige Schaderreger wie Alternaria-Arten (darunter Möhrenschwärze, Schwarzfäule und Dürrfleckenkrankheit), Echten Mehltau sowie Sclerotinia-Stängelfäule. Dank seiner hervorragenden systemischen Eigenschaften dringt der Wirkstoff nach der Anwendung rasch in das Pflanzengewebe ein und verteilt sich akropetal, wodurch sowohl ein vorbeugender Schutz als auch eine kurative Wirkung erzielt wird.

In der landwirtschaftlichen Praxis positioniert sich Difosis als flexibler Baustein für den integrierten Pflanzenschutz. Mit einem breiten Anwendungsfenster vom BBCH-Stadium 19 bis 87 und moderaten Wartezeiten ermöglicht das Produkt eine präzise und bedarfsgerechte Absicherung von Ertrag und Qualität direkt in der kritischen Wachstums- und Reifephase deiner Kulturen.

Wirkstoffe

Difenoconazol
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Difosis enthaltene Wirkstoff Difenoconazol gehört zur chemischen Gruppe der Triazole (FRAC-Gruppe 3, Demethylierungs-Inhibitoren / DMI). Der biochemische Wirkungsmechanismus basiert auf der selektiven Hemmung der C14-Demethylase im Sterol-Biosyntheseweg der Pilze. Dies verhindert die Bildung von Ergosterol, einem unverzichtbaren Baustein für den Aufbau und Erhalt funktioneller pilzlicher Zellmembranen. Ohne Ergosterol kollabiert die Membranstruktur, was das Wachstum des Myzels stoppt und letztlich zum Absterben des Schaderregers führt. Aufgrund der systemischen Mobilität wird der Wirkstoff schnell über die Blätter aufgenommen und im Inneren der Kultur transportiert. Dies bietet dir den Vorteil, dass Difosis nicht nur präventiv die Keimung und das Eindringen der Sporen verhindert, sondern auch in einem frühen Stadium nach der Infektion kurativ wirken kann, indem es die weitere Ausbreitung des Pilzes im Gewebe blockiert.

Resistenzmanagement

Um die langfristige Wirksamkeit von Difosis zu sichern und der Entstehung von Resistenzen in den Schaderreger-Populationen vorzubeugen, solltest du das Produkt unbedingt in eine durchdachte Spritzfolge integrieren. Vermeide aufeinanderfolgende Behandlungen mit Wirkstoffen aus der FRAC-Gruppe 3 (Triazole) innerhalb einer Saison. Nutze stattdessen den gezielten Wechsel mit Fungiziden, die über andere Wirkungsmechanismen verfügen, wie beispielsweise Kontaktmittel oder SDHI-Fungizide. Achte zudem darauf, stets die volle zugelassene Aufwandmenge auszubringen, um die Selektion weniger empfindlicher Pilzstämme zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Difosis zeichnet sich durch eine gute physikalische und biologische Mischbarkeit mit vielen gängigen Insektiziden, Fungiziden und Blattdüngern aus. Bevor du jedoch eine Tankmischung in der Praxis anwendest, wird dringend empfohlen, eine kleine Probemischung (Kübeltest) durchzuführen, um die physikalische Verträglichkeit zu prüfen. Befülle den Spritztank zunächst zu zwei Dritteln mit Wasser, starte das Rührwerk und gib Difosis als eine der ersten Komponenten hinzu, bevor du weitere Mischpartner beischmischst. Die fertige Spritzbrühe sollte umgehend ausgebracht und während der Fahrt kontinuierlich gerührt werden. Vermeide Mischungen unter extremen Wetterbedingungen wie starker Hitze oder wenn deine Kulturen unter Trockenstress stehen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Difosis ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (einschließlich Schutzanzug, robustem Schuhwerk und Pflanzenschutzhandschuhen) für den Anwenderschutz obligatorisch. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsstufe im Datensatz hinterlegt ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern und nützlichen Insekten stets vorsorglich handeln: Vermeide Anwendungen in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind. Verlege die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden nach dem täglichen Bienenflug. Achte zudem streng darauf, Abdrift auf angrenzende Gewässer und Nichtzielflächen zu vermeiden, um aquatische Organismen und die Bodenfauna zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MöhreEchter Mehltau (Erysiphe heraclei), Schwarzfäule (Alternaria radicina), Möhrenschwärze (Alternaria dauci)41–490.4 LITER_PER_HECTARE14T
WinterrapsSclerotinia sclerotiorum60–690.5 LITER_PER_HECTARE
GurkeAlternaria Arten (Alternaria sp.)59–870.5 LITER_PER_HECTARE3T
AubergineDürrfleckenkrankheit (Alternaria solani), Echter Mehltau (Leveillula taurica)19–870.5 LITER_PER_HECTARE3T
TomateDürrfleckenkrankheit (Alternaria solani)19–870.5 LITER_PER_HECTARE3T

Häufige Fragen

Wie profitiert meine Kultur von der systemischen Wirkung von Difosis?

Durch die systemischen Eigenschaften wird der Wirkstoff Difenoconazol nach der Spritzung rasch von den grünen Pflanzenteilen aufgenommen und mit dem Saftstrom nach oben transportiert. Das bedeutet für dich, dass auch neuer Zuwachs, der zum Zeitpunkt der Behandlung noch nicht voll entwickelt war, geschützt wird und der Wirkstoff vor vorzeitigem Abwaschen durch Regen geschützt ist.

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen Alternaria-Arten?

Du solltest die Behandlung mit Difosis vorbeugend (präventiv) beim Auftreten der ersten Infektionsbedingungen oder spätestens bei den allerersten sichtbaren Symptomen beginnen. Achte besonders in feucht-warmen Perioden auf die Befallsüberwachung, da diese Bedingungen die Sporenkeimung von Alternaria-Erregern stark begünstigen.

Kann ich Difosis auch in blühenden Beständen anwenden?

Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsstufe angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern vorsorglich auf Anwendungen direkt in die offene Blüte verzichten, wenn Bienen aktiv fliegen. Verlege die Behandlung am besten in die späten Abendstunden, wenn der Bienenflug beendet ist, um Risiken für nützliche Insekten zu minimieren.

Wie integriere ich Difosis am besten in mein Antiresistenzmanagement?

Da Difenoconazol zur FRAC-Gruppe 3 gehört, solltest du aufeinanderfolgende Behandlungen (Blockbehandlungen) mit diesem oder anderen Triazol-Fungiziden vermeiden. Wechsle stattdessen gezielt mit Wirkstoffen aus anderen Wirkstoffklassen ab, wie beispielsweise Kontaktfungiziden oder SDHIs, um das Risiko einer Resistenzbildung bei Schaderregern gering zu halten.

Was muss ich bei der Wartezeit vor der Ernte beachten?

Die Wartezeit von Difosis variiert je nach Kultur zwischen 3 und 14 Tagen. Du musst diesen Zeitraum zwischen der letzten Anwendung und der Ernte zwingend einhalten, um sicherzustellen, dass eventuelle Rückstände im Erntegut die gesetzlichen Grenzwerte nicht überschreiten. Plane deine Behandlungen daher vorausschauend anhand des geplanten Erntetermins.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Produkte für meine Kultur?

Du kannst auf unserer Plattform ganz einfach über die Filterfunktion nach deiner spezifischen Kultur (z. B. Möhre oder Tomate) und dem jeweiligen Schaderreger suchen. So erhältst du eine Übersicht aller in Deutschland registrierten Pflanzenschutzmittel, kannst deren Wirkstoffe vergleichen und eine optimale Spritzfolge für deinen Betrieb planen.