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OTHER · Indofil Industries (Netherlands) B.V.

Difosis

BVL Zul.-Nr. 00B036-60

Difosis ist ein hochwirksames, systemisches Fungizid zur Bekämpfung eines breiten Spektrums von Pilzkrankheiten in verschiedenen landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen. Mit dem bewährten Wirkstoff Difenoconazol bietet das Pflanzenschutzmittel sowohl protektive als auch kurative Eigenschaften. Es ist als Emulsionskonzentrat (EC) formuliert, was eine hervorragende Benetzung der Blattoberfläche und eine schnelle Aufnahme in das Pflanzengewebe gewährleistet.

Das Anwendungsspektrum von Difosis umfasst wichtige Schaderreger wie Alternaria-Arten (darunter Möhrenschwärze und Dürrfleckenkrankheit), Echten Mehltau sowie Sclerotinia-Arten. Durch die systemische Verteilung im Saftstrom der Kultur werden auch Neuzuwächse nach der Applikation zuverlässig geschützt. Dies macht das Mittel zu einem unverzichtbaren Baustein im modernen, integrierten Pflanzenschutz, insbesondere im Gemüsebau und in ausgewählten Ackerkulturen.

Dank seiner flexiblen Anwendungsfenster und der schnellen Regenfestigkeit bietet Difosis Landwirten und Gärtnern eine hohe Flexibilität bei der Terminierung der Behandlungen. Die Formulierung ist darauf ausgelegt, auch unter wechselhaften Witterungsbedingungen eine konstante und langanhaltende Schutzwirkung zu entfalten.

Wirkstoffe

Difenoconazol
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Difosis enthaltene Wirkstoff Difenoconazol gehört zur chemischen Gruppe der Triazole (FRAC-Gruppe 3, Demethylierungs-Inhibitoren / DMI). Er greift gezielt in die Biosynthese von Ergosterol ein, einem essenziellen Bestandteil der Pilzzellmembranen. Durch die Hemmung der C14-Demethylase wird der Aufbau funktioneller Membranen gestört, was das Wachstum der Pilzhyphen stoppt und letztlich zum Absterben des Schaderregers führt. Da Difenoconazol akropetal systemisch transportiert wird, dringt der Wirkstoff nach der Spritzung rasch in das Blatt ein und verteilt sich gleichmäßig mit dem Wasserstrom nach oben hin zu den Blattspitzen. Diese translaminare und systemische Aktivität sorgt dafür, dass auch die Blattunterseiten und das im Wachstum befindliche Gewebe effektiv vor einer Infektion geschützt werden.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei den Zielpathogenen vorzubeugen, sollte Difosis stets im Rahmen einer vorausschauenden Antiresistenzstrategie eingesetzt werden. Da Difenoconazol der FRAC-Gruppe 3 angehört, ist ein konsequenter Wirkstoffwechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen (wie z. B. Strobilurinen oder Carboxamiden) dringend zu empfehlen. Die maximale Anzahl der Anwendungen pro Saison darf nicht überschritten werden, und Behandlungen sollten bevorzugt vorbeugend oder bei ersten sichtbaren Symptomen erfolgen, um den Selektionsdruck auf die Schaderregerpopulationen zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Difosis zeichnet sich durch eine gute physikalische und biologische Mischbarkeit mit gängigen Insektiziden, Herbiziden und Blattdüngern aus. Bei der Herstellung von Tankmischungen ist darauf zu achten, dass die jeweiligen Gebrauchsanleitungen der Mischpartner strikt eingehalten werden. Es wird empfohlen, vor großflächigen Anwendungen eine Probe-Mischung (Kübeltest) auf physikalische Verträglichkeit durchzuführen. Die Wasserqualität sollte im neutralen bis leicht sauren Bereich liegen, und die Spritzbrühe ist unmittelbar nach dem Ansetzen auszubringen, um Ausfällungen oder Wirkungsverluste zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Difosis sind die vorgeschriebenen persönlichen Schutzmaßnahmen (wie Schutzanzug, Schutzhandschuhe und Augenschutz) konsequent einzuhalten, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Zum Schutz von Gewässerorganismen und der aquatischen Umwelt sind die gesetzlich vorgegebenen Abstandsauflagen und der Einsatz abdriftmindernder Technik an Oberflächengewässern strikt zu beachten. Das Produkt ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte der direkte Kontakt mit blühenden Kulturen oder Unkräutern während des Bienenflugs vermieden werden, um jegliche Risiken für Bestäuber auszuschließen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MöhreEchter Mehltau (Erysiphe heraclei), Schwarzfäule (Alternaria radicina), Möhrenschwärze (Alternaria dauci)41–490.4 LITER_PER_HECTARE14T
WinterrapsSclerotinia sclerotiorum60–690.5 LITER_PER_HECTARE
GurkeAlternaria Arten (Alternaria sp.)59–870.5 LITER_PER_HECTARE3T
AubergineDürrfleckenkrankheit (Alternaria solani), Echter Mehltau (Leveillula taurica)19–870.5 LITER_PER_HECTARE3T
TomateDürrfleckenkrankheit (Alternaria solani)19–870.5 LITER_PER_HECTARE3T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Difosis gegen Alternaria-Arten?

Die Behandlung sollte idealerweise vorbeugend (präventiv) erfolgen, bevor erste Symptome sichtbar werden, oder spätestens bei den allerersten Anzeichen eines Befalls. Achten Sie auf feucht-warme Witterungsperioden, da diese die Sporenkeimung von Alternaria-Erregern stark begünstigen.

Wie beeinflusst das BBCH-Stadium der Kultur die Anwendung von Difosis?

Difosis ist für einen breiten Entwicklungszeitraum zugelassen. Wichtig ist, dass die Applikation auf ausreichend entwickelte Blattflächen erfolgt, damit genügend Wirkstoff systemisch aufgenommen werden kann. Späte Anwendungen bis kurz vor der Ernte müssen stets die kulturspezifischen Wartezeiten berücksichtigen.

Kann Difosis auch bei niedrigen Temperaturen im zeitigen Frühjahr eingesetzt werden?

Da Difosis ein systemisches Fungizid ist, erfordert die optimale Aufnahme und Verteilung in der Kultur eine aktive Stoffwechseltätigkeit der Pflanzen. Die Temperaturen sollten bei der Anwendung stabil über 10 °C liegen, um eine schnelle Wirkstoffaufnahme über das Blattwerk zu gewährleisten.

Warum ist der Wirkstoff Difenoconazol besonders regenfest?

Difenoconazol besitzt stark lipophile Eigenschaften, wodurch es nach dem Antrocknen des Spritzbelags rasch in die kutikuläre Wachsschicht der Blätter eindringt. Bereits ein bis zwei Stunden nach der Applikation ist der Wirkstoff weitgehend regenfest und vor Abwaschung durch Niederschläge geschützt.

Wie lässt sich Difosis optimal in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept integrieren?

Nutzen Sie Prognosemodelle zur Befallsvorhersage, um den optimalen Spritztermin zu bestimmen. Kombinieren Sie chemische Maßnahmen mit kulturtechnischen Methoden wie einer weiten Fruchtfolge, der Wahl toleranter Sorten und der Förderung einer schnellen Abtrocknung des Bestandes durch angepasste Reihenweiten.

Was muss bei der Anwendung von Difosis in Tankmischungen mit Blattdüngern beachtet werden?

Bei Mischungen mit stark metallhaltigen Blattdüngern (z. B. Mangan oder Zink) oder hochkonzentrierten Stickstoffdüngern kann es zu Ausfällungen oder Blattverbrennungen kommen. Füllen Sie die Spritze immer zuerst zu zwei Dritteln mit Wasser, lösen Sie die Dünger vollständig auf und geben Sie Difosis als letzten Partner unter ständigem Rühren hinzu.