DITTO 25 EC
DITTO 25 EC ist ein hochwirksames, systemisches Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung eines breiten Spektrums von Pilzkrankheiten in ausgewählten landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen. Als Emulsionskonzentrat (EC) formuliert, zeichnet sich das Produkt durch eine schnelle Aufnahme und hervorragende Verteilung in der Kultur aus. Der bewährte Wirkstoff Difenoconazol bietet sowohl protektive als auch kurative Eigenschaften, was dem Anwender eine hohe Flexibilität im Behandlungsfenster ermöglicht.
Das Anwendungsspektrum konzentriert sich auf wirtschaftlich bedeutende Schaderreger in Rüben (Zucker- und Futterrüben), Möhren und Spargel. Dazu gehören ertragsmindernde Blattkrankheiten wie Cercospora beticola, Echter Mehltau, verschiedene Alternaria-Arten sowie Spargelrost. Durch den Schutz des Blattapparates sichert DITTO 25 EC das Ertragspotenzial und die Qualität des Ernteguts.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der in DITTO 25 EC enthaltene Wirkstoff Difenoconazol gehört zur chemischen Klasse der Triazole und ist in die FRAC-Gruppe 3 (DMI-Fungizide / Demethylierungs-Inhibitoren) eingestuft. Die Wirkung basiert auf der Blockade der C14-Demethylase im Biosyntheseweg des Ergosterols. Ergosterol ist ein essenzieller Baustein für die Struktur und Funktion der pilzlichen Zellmembranen. Ohne diesen Wirkstoff kommt das Wachstum der Pilzhyphen zum Stillstand, was letztlich zum Absterben des Schaderregers führt. Nach der Applikation dringt der Wirkstoff rasch in das Pflanzengewebe ein und wird akropetal (mit dem Saftstrom nach oben) in der Kultur verteilt. Diese systemische Eigenschaft schützt auch Neuzuwachs und sorgt für eine gleichmäßige Wirkstoffkonzentration im Blatt, wodurch bereits im Gewebe etablierte Infektionen effektiv gestoppt werden können.
Resistenzmanagement
Da Difenoconazol als Triazol (FRAC-Gruppe 3) einem mittleren Resistenzrisiko unterliegt, ist ein konsequentes Resistenzmanagement unerlässlich. Um die Wirksamkeit langfristig zu sichern, sollte DITTO 25 EC stets im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen (wie z. B. SDHI oder Strobilurinen) eingesetzt werden. Die maximale Anzahl der Behandlungen pro Saison gemäß der BVL-Zulassung darf nicht überschritten werden, und die Anwendungen sollten bevorzugt vorbeugend erfolgen, um den Selektionsdruck auf die Schaderreger-Populationen zu minimieren.
Mischbarkeit & Tankmischung
DITTO 25 EC ist im Allgemeinen gut mischbar mit gängigen Insektiziden, Herbiziden und flüssigen Blattdüngern, die in den zugelassenen Kulturen Verwendung finden. Bei der Herstellung von Tankmischungen wird empfohlen, die physikalische Mischbarkeit vorab in einem Kleinbehälter zu prüfen und die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner strikt zu beachten. Für eine optimale Benetzung und Wirkstoffaufnahme sollte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und eine Applikation bei moderaten Temperaturen geachtet werden, um Abdrift und schnelles Antrocknen des Spritzbelags zu verhindern.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Bei der Anwendung von DITTO 25 EC sind die gesetzlichen Vorgaben zum Anwenderschutz und zum Schutz der Umwelt strikt einzuhalten. Das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) bei der Handhabung des Konzentrats und der Ausbringung ist obligatorisch. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielpflanzen sind die spezifischen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und gegebenenfalls der Einsatz abdriftmindernder Technik zu berücksichtigen. Das Produkt ist in der Regel als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte der Einsatz zum Schutz von Bestäubern nicht in direkt blühende Bestände während des Bienenflugs erfolgen.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Spargel | Spargelrost (Puccinia asparagi), Laubkrankheit (Stemphylium botryosum) | — | 0.4 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zuckerrübe | Cercospora beticola | 39–49 | 0.4 LITER_PER_HECTARE | 28T |
| Möhre | Echter Mehltau (Erysiphe heraclei), Schwarzfäule (Alternaria radicina), Blattfleckenkrankheit (Cercospora carotae) | 41–79 | 0.4 LITER_PER_HECTARE | 21T |
| Futterrübe | Cercospora beticola | 39–49 | 0.4 LITER_PER_HECTARE | 28T |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen Spargelrost und Stemphylium im Spargelanbau?
Die Behandlung sollte nach dem Ende der Stechzeit im Spargelkraut erfolgen, sobald sich das Laub voll entwickelt hat (ab BBCH-Stadium 39). Da Spargelrost und die Laubkrankheit die Einlagerung von Reservestoffen für das Folgejahr massiv beeinträchtigen können, schützt eine frühzeitige, vorbeugende Spritzung bei feucht-warmer Witterung die Vitalität der Anlage.
Wie beeinflusst die Temperatur die Anwendung und Wirkung von DITTO 25 EC?
DITTO 25 EC wirkt am besten bei aktivem Wachstum der Kultur, da der systemische Transport im Saftstrom temperaturabhängig ist. Vermeiden Sie Spritzungen bei extremer Hitze (über 25 °C) oder starker Sonneneinstrahlung, um Phytotoxizität auf den Blättern zu verhindern. Ideal sind die kühleren Morgen- oder Abendstunden.
Warum ist die Einhaltung der Wartezeit bei Möhren und Rüben so wichtig?
Die Wartezeit (je nach Kultur zwischen 21 und 28 Tagen) stellt sicher, dass eventuelle Wirkstoffrückstände im Erntegut bis zur Ernte unter die gesetzlich festgelegten Rückstandshöchstmengen abgebaut werden. Dies ist besonders bei Möhren als direktem Nahrungsmittel und Rüben für die Futtermittel- oder Zuckergewinnung von hoher Relevanz für die Lebensmittelsicherheit.
Kann DITTO 25 EC auch kurativ eingesetzt werden, wenn bereits erste Symptome von Cercospora sichtbar sind?
Ja, der Wirkstoff Difenoconazol besitzt kurative Eigenschaften und kann bereits im Blattgewebe etablierte Pilzhyphen stoppen. Dennoch erzielen vorbeugende Behandlungen vor dem sichtbaren Befall stets den besten Wirkungsgrad, da sie den Blattapparat von Anfang an intakt halten und Ertragsverluste minimieren.
Welche Rolle spielt der pH-Wert des Spritzwassers bei der Applikation von DITTO 25 EC?
Für eine optimale Stabilität der EC-Formulierung sollte das Spritzwasser einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert (ca. 5,5 bis 7,0) aufweisen. Sehr alkalisches Wasser kann zu einer schnelleren Hydrolyse des Wirkstoffs führen und die Dauerwirkung mindern. Bei Bedarf kann ein geeigneter pH-Regulator zugesetzt werden.