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OTHER · GLOBACHEM NV

Dugara

BVL Zul.-Nr. 00B329-61

Dugara ist ein hochwirksames Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern sowie wichtigen Ungräsern wie dem Gemeinen Windhalm und der Einjährigen Rispe in verschiedenen Wintergetreidekulturen. Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, kombiniert das Pflanzenschutzmittel zwei bewährte Wirkstoffe, die sich in ihrer Wirkung hervorragend ergänzen. Es ist speziell für den Einsatz im frühen Nachauflauf oder Vorauflauf konzipiert, um den Kulturen einen unkrautfreien Start in die Vegetationsperiode zu sichern.

Durch die Kombination von Aclonifen und Diflufenican bietet Dugara ein breites Wirkungsspektrum und erfasst auch schwer bekämpfbare Unkrautarten. Die Formulierung zeichnet sich durch eine hervorragende Bodenhaftung und eine langanhaltende Depotwirkung aus, was einen zuverlässigen Schutz über einen längeren Zeitraum hinweg gewährleistet, selbst unter wechselnden Witterungsbedingungen im Herbst.

Wirkstoffe

Aclonifen
475 g/L · Wirkstoff
Diflufenican
105 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die biochemische Wirkung von Dugara basiert auf zwei unterschiedlichen Wirkmechanismen, die synergistisch zusammenarbeiten. Aclonifen (HRAC-Gruppe 32) greift primär in die Carotinoid-Biosynthese der Pflanzen ein, führt jedoch über einen komplexen, lichtabhängigen Prozess zur Zerstörung der Zellmembranen. Der Wirkstoff wird hauptsächlich über die Keimscheide, die Keimblätter und das Hypokotyl der auflaufenden Unkräuter aufgenommen und sorgt für ein schnelles Absterben der empfindlichen Schaderreger nach dem Auflaufen. Diflufenican (HRAC-Gruppe 12) blockiert das Enzym Phytoene-Desaturase (PDS), welches ebenfalls eine Schlüsselrolle in der Carotinoid-Synthese einnimmt. Ohne schützende Carotinoide wird das Chlorophyll durch Sonnenlicht zerstört, was zu den typischen Bleichsymptomen (Chlorosen und anschließende Nekrosen) an den Unkräutern führt. Da Diflufenican einen stabilen Wirkstofffilm auf der Bodenoberfläche bildet, werden nachkeimende Unkräuter beim Durchstoßen dieser Schicht zuverlässig erfasst.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen wirksam vorzubeugen, nutzt Dugara die Kombination zweier unterschiedlicher HRAC-Klassen (12 und 32). Dies erschwert die Selektion resistenter Biotypen erheblich, insbesondere bei Problemunkräutern wie dem Gemeinen Windhalm. Für ein nachhaltiges Resistenzmanagement sollte die Anwendung von Dugara in eine weite Fruchtfolge integriert und im Frühjahr bei Bedarf mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen abgewechselt werden. Zudem empfiehlt sich die Kombination mit mechanischen Maßnahmen zur Unkrautregulierung.

Mischbarkeit & Tankmischung

Dugara zeigt sich in der Praxis als hervorragend mischbar mit gängigen Partnerherbiziden sowie flüssigen Stickstoffdüngern (AHL), sofern die Anwendungsvorschriften der Mischungspartner beachtet werden. Bei Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wassermenge (mindestens 200 l/ha) und eine kontinuierliche Rührung im Spritztank zu achten. Die Zugabe von Additiven ist in der Regel nicht erforderlich, da die Formulierung bereits für eine optimale Benetzung und Haftung optimiert ist. Extreme Kälte oder Frostgefahr kurz nach der Behandlung sollten vermieden werden, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Dugara ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen bei der Handhabung des Konzentrats, obligatorisch. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielpflanzen sind die im Zulassungsbescheid definierten Abstandsauflagen (Abdriftminderungsklassen und länderspezifische Pufferzonen) strikt einzuhalten. Das Pflanzenschutzmittel ist bezüglich seiner Wirkung auf Bienen als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zum Schutz der Biodiversität stets abdriftarm und präzise ausgebracht werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterdinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.7 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.7 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–130.35 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.35 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.7 LITER_PER_HECTARE
WinterdinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm10–130.625 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm10–130.625 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.7 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.35 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–130.35 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–130.35 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.35 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm10–130.625 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm10–130.625 LITER_PER_HECTARE
WinterdinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–130.35 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.7 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–130.35 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–130.35 LITER_PER_HECTARE
WinterdinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.35 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm10–130.625 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.7 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.35 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.35 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm10–130.625 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für Dugara im Herbst?

Der beste Bekämpfungserfolg wird erzielt, wenn Dugara im frühen Nachauflauf (BBCH 10 bis 13) der Kultur appliziert wird, idealerweise wenn die Unkräuter sich im Keimblatt- bis frühen Laubblattstadium befinden. Auch eine Vorauflaufbehandlung direkt nach der Saat ist bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit möglich.

Welche Rolle spielt die Bodenfeuchtigkeit für die Wirksamkeit von Dugara?

Da Diflufenican und Aclonifen einen Wirkstofffilm auf der Bodenoberfläche bilden, begünstigt eine gute Bodenfeuchtigkeit zum Anwendungszeitpunkt die Aufnahme über die Wurzeln und Keimlinge. Bei extremer Trockenheit kann die Bodenwirkung verzögert eintreffen, die Blattwirkung bleibt jedoch bestehen.

Kann Dugara in allen Wintergetreidearten eingesetzt werden?

Ja, Dugara besitzt eine Zulassung für die wichtigsten Wintergetreidekulturen, darunter Winterweichweizen, Wintergerste, Winterroggen, Wintertriticale, Dinkel und Winterhartweizen. Achten Sie stets auf die spezifischen Sortenverträglichkeiten und die empfohlenen BBCH-Stadien der jeweiligen Kultur.

Wie verhält sich Dugara bei Spätfrösten im Herbst?

Um Kulturunverträglichkeiten wie vorübergehende Aufhellungen zu vermeiden, sollte Dugara nicht unmittelbar vor oder während Frostperioden ausgebracht werden. Die Kultur sollte sich in einem vitalen Zustand befinden und nicht durch Staunässe oder extreme Kälte gestresst sein.

Wie kann ich im System nach weiteren zugelassenen Herbiziden für meine Kultur suchen?

Nutzen Sie die Filterfunktionen auf agronomy.farmable.tech, indem Sie Ihre spezifische Kultur (z. B. Wintergerste) und den Ziel-Schaderreger (z. B. Gemeiner Windhalm) auswählen. Das System listet Ihnen alle in Deutschland registrierten Pflanzenschutzmittel inklusive ihrer Anwendungsbestimmungen auf.

Welche Nachbauauflagen müssen nach dem Einsatz von Dugara beachtet werden?

Nach dem regulären Einsatz von Dugara im Herbst können im folgenden Frühjahr im Rahmen der normalen Fruchtfolge alle üblichen Kulturen angebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur ist eine tiefe Bodenbearbeitung (Pflügen) ratsam, um eventuelle Wirkstoffrückstände im Boden zu verdünnen.