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OTHER · Cheminova Deutschland GmbH

Lupus SX Mais

BVL Zul.-Nr. 005950-60

Lupus SX Mais von Cheminova Deutschland GmbH ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung einjähriger zweikeimblättriger Unkräuter in verschiedenen landwirtschaftlichen Kulturen wie Mais, Sojabohnen und Luzerne. Dank der innovativen SX-Formulierungstechnologie löst sich das wasserlösliche Granulat im Spritztank extrem schnell und vollständig auf, was eine präzise Dosierung und eine einfache Tankreinigung ermöglicht.

Das Wirkspektrum dieses Herbizids umfasst wirtschaftlich bedeutende Schaderreger wie Amarant-Arten, Kamille-Arten, die Acker-Hundskamille, Hohlzahn-Arten sowie hartnäckige Ampfer-Arten und die Vogel-Sternmiere. Durch die schnelle Wirkstoffaufnahme über das Blattwerk wird das Unkrautwachstum unmittelbar nach der Anwendung gestoppt, wodurch die Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe für die Kultur rasch beseitigt wird.

Als flexibler Baustein im modernen Ackerbau zeichnet sich Lupus SX Mais durch eine hervorragende Kulturverträglichkeit aus. Die Zulassung erstreckt sich über sensible Wachstumsphasen, was Landwirten ein breites Anwendungsfenster bietet, um auf unvorhersehbare Witterungsbedingungen und verspätete Unkrautwellen flexibel zu reagieren.

Wirkstoffe

Thifensulfuron
500 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Thifensulfuron gehört zur chemischen Klasse der Sulfonylharnstoffe und ist im HRAC-System der Gruppe B (ALS-Inhibitoren) zugeordnet. Nach der Aufnahme über die Blätter und in geringem Maße über die Wurzeln wird der Wirkstoff systemisch in der Pflanze transportiert und sammelt sich in den meristematischen Geweben an. Dort blockiert Thifensulfuron das Enzym Acetolactat-Synthase (ALS), welches für die Biosynthese der essenziellen, verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin unerlässlich ist. Infolgedessen kommt die Zellteilung in den Wachstumszonen der Unkräuter sofort zum Erliegen. Erste Symptome wie Chlorosen und Nekrosen an den Vegetationspunkten zeigen sich nach wenigen Tagen, gefolgt vom vollständigen Absterben der Schaderreger innerhalb von zwei bis drei Wochen.

Resistenzmanagement

Aufgrund des spezifischen Wirkungsmechanismus der ALS-Inhibitoren besteht bei einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern ein inhärentes Risiko für die Entwicklung von Resistenzen. Um die langfristige Wirksamkeit von Lupus SX Mais zu sichern, sollte das Pflanzenschutzmittel stets im Rahmen eines integrierten Unkrautmanagements eingesetzt werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel mit Herbiziden anderer HRAC-Klassen (wie z. B. synthetischen Auxinen oder Wuchsstoffen) sowie mechanische Pflegemaßnahmen und eine abwechslungsreiche Fruchtfolgegestaltung.

Mischbarkeit & Tankmischung

Lupus SX Mais ist im Allgemeinen gut mit gängigen Nachauflaufherbiziden, Gräserpartnern und flüssigen Blattdüngern mischbar. Zur Optimierung der Benetzung und Wirkstoffaufnahme – insbesondere bei ungünstigen Witterungsbedingungen oder verholzten Wachsschichten der Unkräuter – wird der Zusatz eines zugelassenen nicht-ionischen Netzmittels (Adjuvans) dringend empfohlen. Vor dem Ansetzen größerer Mischungen sollte stets eine physikalische Mischbarkeitsprobe durchgeführt und auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge geachtet werden, um eine homogene Verteilung im Spritztank zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Lupus SX Mais ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Ausbringung, obligatorisch. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielpflanzen sind die im Zulassungsbescheid festgelegten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen strikt einzuhalten. Das Pflanzenschutzmittel ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Eintrag in blühende Bestände oder auf Honigtau-führende Pflanzenteile vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZierpflanzenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–9915 GRAM_PER_HECTARE
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–1615 GRAM_PER_HECTARE
LuzerneAmpfer-Arten15 GRAM_PER_HECTARE14T
MiscanthusEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–1415 GRAM_PER_HECTARE
SojabohneKamille-Arten, Acker-Hundskamille, Hohlzahn-Arten0–147.5 GRAM_PER_HECTARE
Klee-ArtenAmpfer-Arten15 GRAM_PER_HECTARE14T
Wiesen, WeidenAmpfer-Arten45 GRAM_PER_HECTARE14T
StilllegungsflächenAmpfer-Arten45 GRAM_PER_HECTARE14T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Lupus SX Mais?

Der beste Bekämpfungserfolg wird erzielt, wenn sich die Unkräuter im frühen Nachauflauf (Keimblatt- bis maximal 4-Blatt-Stadium) befinden und aktiv wachsen. Warme, wüchsige Witterung mit ausreichender Luftfeuchtigkeit beschleunigt die Wirkstoffaufnahme und den systemischen Transport in der Pflanze.

Wie beeinflusst die SX-Formulierung die Tankreinigung nach der Anwendung?

Die patentierte SX-Technologie sorgt dafür, dass sich das Granulat vollständig im Wasser auflöst, ohne klebrige Rückstände an den Tankwänden oder in den Filtern zu hinterlassen. Dies minimiert das Risiko von Verschleppungen in nachfolgende, empfindliche Kulturen erheblich und verkürzt die Reinigungszeit der Spritze.

Kann Lupus SX Mais auch bei kühlen Temperaturen im Frühjahr eingesetzt werden?

Ja, eine Anwendung ist auch bei kühleren Temperaturen möglich, solange die Unkräuter physiologisch aktiv sind und kein Frost droht. Bei extremen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht oder bei anhaltender Trockenheit sollte die Behandlung jedoch verschoben werden, um die Kultur nicht unnötig zu stressen.

Welche Rolle spielt die Wasserqualität bei der Ausbringung dieses Herbizids?

Thifensulfuron ist in hartem oder stark saurem Wasser stabil, jedoch begünstigt ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert des Spritzwassers die Löslichkeit und Stabilität im Tank. Bei sehr hartem Wasser kann der Zusatz eines geeigneten Wasserkonditionierers die biologische Aktivität des Wirkstoffs zusätzlich absichern.

Was muss beim Nachbau von Folgekulturen nach dem Einsatz von Lupus SX Mais beachtet werden?

Aufgrund des raschen Abbaus von Thifensulfuron im Boden durch mikrobielle Aktivität bestehen bei normalem Kulturverlauf keine Einschränkungen für die üblichen Folgekulturen im Herbst oder im nächsten Frühjahr. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur sollte vor der Neuansaat eine tiefe Bodenbearbeitung durchgeführt werden.

Warum ist der Zusatz eines Adjuvans bei diesem Produkt so wichtig?

Da Thifensulfuron hauptsächlich über das Blatt aufgenommen wird, verringert ein Adjuvans die Oberflächenspannung der Spritzbrühe. Dies führt zu einer besseren Benetzung der oft behaarten oder wachsartigen Blattoberflächen von Unkräutern wie der Acker-Hundskamille und sichert die Wirkstoffaufnahme auch unter suboptimalen Bedingungen.