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OTHER · BASF SE

Malibu

BVL Zul.-Nr. 024834-00

Malibu ist ein bewährtes, hochwirksames Herbizid von BASF zur Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern im Herbst in verschiedenen Wintergetreidekulturen wie Wintergerste, Winterweizen, Winterroggen und Triticale. Als flüssiges Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, kombiniert das Pflanzenschutzmittel zwei komplementäre Wirkstoffe, um einen sauberen Start der Kulturen im sensiblen Auflaufstadium zu sichern.

Das Wirkungsspektrum umfasst die bedeutendsten Ungräser im Getreidebau, insbesondere den ertragsmindernden Acker-Fuchsschwanz und den Gemeinen Windhalm, sowie ein breites Spektrum an einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern wie die Kornblume. Durch die frühe Anwendung im Vorauflauf bis frühen Nachauflauf wird die Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe von Anfang an effektiv ausgeschaltet.

Wirkstoffe

Flufenacet
60 g/L · Wirkstoff
Pendimethalin
300 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die hervorragende Herbizidleistung von Malibu basiert auf dem Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkungsmechanismen. Flufenacet gehört zur HRAC-Gruppe 15 (ehemals K3) und hemmt die Synthese von sehr langkettigen Fettsäuren (VLCFA), was die Zellteilung und das Streckungswachstum im Meristemgewebe der keimenden Schaderreger blockiert. Es wird hauptsächlich über die Wurzeln und den Hypokotylbereich aufgenommen. Pendimethalin, ein Vertreter der HRAC-Gruppe 3 (ehemals K1), wirkt als Mikrotubuli-Inhibitor. Es blockiert die Spindelbildung während der Mitose, wodurch die Zellteilung der Unkräuter und Ungräser im Keimlingsstadium gestoppt wird. Die Kombination dieser beiden Wirkstoffe sorgt für eine ausgeprägte Bodenwirkung mit lang anhaltender Depotwirkung, die auch nachfolgende Unkrautwellen zuverlässig erfasst.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen, insbesondere beim schwer bekämpfbaren Acker-Fuchsschwanz, wirksam vorzubeugen, ist Malibu ein wichtiger Baustein im integrierten Pflanzenschutz. Durch die Kombination der HRAC-Gruppen 15 und 3 bietet das Pflanzenschutzmittel ein integriertes Resistenzmanagement direkt aus dem Kanister. Dennoch sollte der Einsatz stets im Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen erfolgen, und pflanzenbauliche Maßnahmen wie eine weite Fruchtfolge, angepasste Aussaattermine und eine sorgfältige Bodenbearbeitung sollten die chemische Behandlung unterstützen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Malibu zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit gängigen Herbstherbiziden sowie Insektiziden zur Vektorenbekämpfung aus. Bei Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wassermenge von mindestens 200 bis 400 l/ha zu achten, um eine gleichmäßige Benetzung des Bodens zu gewährleisten. Die Anwendung sollte bevorzugt auf feuchten, feinkrümeligen Böden erfolgen, da Bodenfeuchtigkeit die Aktivierung und Verteilung des Wirkstofffilms im Boden entscheidend verbessert. Grobe Klumpen oder extreme Strohauflagen auf der Bodenoberfläche sind zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Malibu sind die gesetzlichen Vorgaben zum Anwenderschutz und die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) strikt einzuhalten. Aufgrund der Wirkstoffeigenschaften ist das Pflanzenschutzmittel als giftig für Wasserorganismen eingestuft, weshalb strenge Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern sowie driftmindernde Technik bei der Applikation zwingend erforderlich sind. Das Mittel ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Pflanzen vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterroggenAcker-Fuchsschwanz, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm4 LITER_PER_HECTARE
WintergersteAcker-Fuchsschwanz, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm4 LITER_PER_HECTARE
WintergersteAcker-Fuchsschwanz, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm4 LITER_PER_HECTARE
EmmerAcker-Fuchsschwanz, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm4 LITER_PER_HECTARE
TriticaleAcker-Fuchsschwanz, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm4 LITER_PER_HECTARE
EinkornAcker-Fuchsschwanz, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm4 LITER_PER_HECTARE
EinkornAcker-Fuchsschwanz, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Weidelgras-Arten4 LITER_PER_HECTARE
TriticaleAcker-Fuchsschwanz, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm4 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenAcker-Fuchsschwanz, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm4 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenAcker-Fuchsschwanz, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm4 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenAcker-Fuchsschwanz, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Weidelgras-Arten4 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenAcker-Fuchsschwanz, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm4 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenAcker-Fuchsschwanz, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm4 LITER_PER_HECTARE
EmmerAcker-Fuchsschwanz, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Weidelgras-Arten4 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für Malibu im Herbst?

Der beste Bekämpfungserfolg wird erzielt, wenn Malibu im frühen Vorauflauf bis zum frühen Nachauflauf der Kultur appliziert wird. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die Schaderreger im Keim- oder frühen Auflaufstadium, in dem sie die Wirkstoffe am empfindlichsten über den Boden und die Wurzeln aufnehmen.

Welche Bodenbedingungen optimieren die Wirkung von Malibu?

Ein feuchtes, feinkrümeliges und gut abgesetztes Saatbett ist ideal. Da Flufenacet und Pendimethalin vor allem über den Boden wirken, ist ausreichende Bodenfeuchtigkeit nach der Anwendung entscheidend, um die Wirkstoffe in die Keimzone der Unkräuter zu transportieren.

Kann Malibu auch bei kühlen Temperaturen oder Frost eingesetzt werden?

Die Anwendung kann auch bei kühlen Herbsttemperaturen erfolgen, da die Bodenwirkung davon kaum beeinträchtigt wird. Allerdings sollte das Pflanzenschutzmittel nicht auf gefrorenen Boden, bei Frostgefahr oder auf schneebedeckten Flächen ausgebracht werden, um Abschwemmungen in angrenzende Gewässer zu verhindern.

Wie verhält sich Malibu bezüglich des Nachbaus von Folgekulturen?

Nach dem regulären Einsatz von Malibu im Herbst und der normalen Ernte der Getreidekulturen im folgenden Sommer können alle üblichen landwirtschaftlichen Kulturen ohne Einschränkung nachgebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur ist eine tiefe Bodenbearbeitung vor der Neuansaat zu empfehlen.

Warum ist die Kombination aus Flufenacet und Pendimethalin so effektiv gegen Acker-Fuchsschwanz?

Die beiden Wirkstoffe greifen an unterschiedlichen physiologischen Prozessen der Pflanze an (Zellteilung und Fettsäuresynthese). Diese Kombination minimiert das Risiko von Selektionsresistenzen und erfasst auch Biotypen des Acker-Fuchsschwanzes, die bereits Resistenzen gegen ALS- oder ACCase-Hemmer aufweisen.