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OTHER · CAC Chemical GmbH

Modan 250 EC

BVL Zul.-Nr. 007797-62

Modan 250 EC ist ein hochwirksamer Wachstumsregler zur Verbesserung der Standfestigkeit in einer Vielzahl von Getreidekulturen. Das als emulgierbares Konzentrat (EC) formulierte Pflanzenschutzmittel basiert auf dem bewährten Wirkstoff Trinexapac (250 g/l). Es wurde speziell entwickelt, um das Risiko von Lagerbildung in intensiv geführten Beständen von Winterweizen, Wintergerste, Sommergerste, Roggen, Triticale und Hafer signifikant zu minimieren.

Durch die gezielte Steuerung des Längenwachstums sorgt das Produkt für eine gleichmäßige Einkürzung der Internodien und eine gleichzeitige Stärkung der Halmwand. Dies führt zu einer verbesserten Statik der Kultur, wodurch die Pflanzen auch extremen Witterungsbedingungen wie Starkregen oder Sturmböen besser standhalten. Ein stabiler Bestand sichert nicht nur das Ertragspotenzial, sondern optimiert auch die Mähdruschleistung und reduziert die Trocknungskosten bei der Ernte.

Mit seinem flexiblen Anwendungsfenster vom Ende der Bestockung (BBCH 29) bis zum Erscheinen des letzten Blattes (BBCH 39) lässt sich Modan 250 EC hervorragend in bestehende Pflanzenschutzstrategien integrieren. Landwirte können die Aufwandmenge flexibel an den Zustand der Kultur, die Sortenanfälligkeit und die aktuelle Nährstoffversorgung anpassen.

Wirkstoffe

Trinexapac
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Modan 250 EC enthaltene Wirkstoff Trinexapac greift aktiv in den Hormonhaushalt der Kultur ein. Er blockiert als Inhibitor die Biosynthese von Gibberellinen, genauer gesagt die späte Phase der Synthese des pflanzeneigenen Wachstumshormons Gibberellinsäure (GA1). Durch diese Hemmung wird die Zellstreckung in den sich entwickelnden Internodien gehemmt, was zu kürzeren und kompakteren Trieben führt. Parallel zur Halmverkürzung bewirkt die physiologische Umsteuerung eine Verdickung der Halmwand und eine Erhöhung des mechanischen Gewebeanteils im Stängel. Zudem wird häufig das Wurzelwachstum positiv beeinflusst, was die Verankerung der Kultur im Boden verbessert. Da der Wirkstoff hauptsächlich über die grünen Pflanzenteile aufgenommen und systemisch akropetal transportiert wird, setzt die Wirkung rasch nach der Behandlung ein.

Resistenzmanagement

Da es sich bei Trinexapac um einen Wachstumsregler handelt, der physiologische Prozesse der Kultur steuert und nicht direkt auf Schaderreger wie Pilze oder Insekten wirkt, besteht kein klassisches Risiko einer Resistenzentwicklung im Zielorganismus. Um jedoch physiologische Stressreaktionen oder Selektionseffekte bei Unkräutern in Mischungen zu vermeiden, sollte die Anwendung stets an die Vitalität der Kultur angepasst werden. Ein verantwortungsvolles Management beinhaltet die Vermeidung von Behandlungen unter extremen Stressbedingungen wie Frost, anhaltender Trockenheit oder Nährstoffmangel, um die Kulturverträglichkeit zu sichern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Modan 250 EC zeichnet sich durch eine hervorragende Mischbarkeit mit den meisten gängigen Fungiziden, Herbiziden und Flüssigdüngern (wie AHL) aus. Bei gemeinsamen Überfahrten mit Triazol- oder Carboxamid-Fungiziden ist zu beachten, dass diese Wirkstoffe die einkürzende Wirkung von Trinexapac synergistisch verstärken können; in solchen Fällen kann die Aufwandmenge des Wachstumsreglers oft um 10–20 % reduziert werden. Mischungen mit Wuchsstoffherbiziden oder Kontaktherbiziden sollten nur bei absolut trockenen Beständen und bedecktem Himmel durchgeführt werden, um Blattschäden zu vermeiden. Eine ausreichende Wasseraufwandmenge von mindestens 200 l/ha sichert eine homogene Benetzung.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Modan 250 EC ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Ausbringung, obligatorisch. Zum Schutz von Gewässerorganismen sind die in der Zulassung festgelegten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und der Einsatz abdriftmindernder Technik strikt einzuhalten. Das Produkt ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Kulturen oder Unkräutern während des Bienenflugs im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WintergersteHalmverkürzung, Halmfestigung30–390.6 LITER_PER_HECTARE
RoggenHalmverkürzung, Halmfestigung30–390.4 LITER_PER_HECTARE
HaferHalmverkürzung, Halmfestigung30–370.4 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleHalmverkürzung, Halmfestigung29–390.6 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenHalmverkürzung, Halmfestigung29–390.4 LITER_PER_HECTARE
SommergersteHalmverkürzung, Halmfestigung30–370.4 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie beeinflusst die Witterung zum Anwendungszeitpunkt die Wirkung von Modan 250 EC?

Die beste Wirkung wird bei wüchsigem Wetter mit Temperaturen zwischen 10 °C und 20 °C sowie ausreichender Luftfeuchtigkeit erzielt, da der Wirkstoff dann optimal von den Blättern aufgenommen und in der Kultur transportiert wird. Bei starker Sonneneinstrahlung sollte die Aufwandmenge leicht nach unten angepasst werden, während bei Frostgefahr oder extremem Trockenstress von einer Behandlung abzusehen ist, um die Kultur nicht unnötig zu stressen.

Kann Modan 250 EC in Tankmischungen mit Flüssigdüngern wie AHL ausgebracht werden?

Ja, eine Mischung mit Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL) ist grundsätzlich möglich, erhöht jedoch die Wirkungsintensität und das Risiko von Blattverbrennungen. Bei einer Mischung mit AHL sollte die Kultur absolut trocken sein (kein Tau), die Aufwandmenge von Modan 250 EC leicht reduziert und auf den Zusatz von zusätzlichen Netzmitteln verzichtet werden.

Welchen Einfluss hat das BBCH-Stadium auf die Wahl der Aufwandmenge?

In frühen Stadien (BBCH 29–31) zielt die Anwendung primär auf die Einkürzung der unteren, instabilen Internodien ab, wofür meist geringere Aufwandmengen ausreichen. Späte Anwendungen (BBCH 37–39) dienen der Festigung des oberen Halmbereichs und der Reduzierung von Ährenknicken, erfordern jedoch eine präzise Dosierung, um das gleichmäßige Herausschieben der Ähre nicht zu beeinträchtigen.

Warum ist die Halmfestigung bei Wintergerste besonders kritisch und wie hilft dieses Pflanzenschutzmittel dabei?

Wintergerste neigt aufgrund ihrer Halmstruktur besonders im oberen Bereich zu Halm- und Ährenknicken kurz vor der Ernte. Eine gezielte Behandlung mit Modan 250 EC im BBCH-Stadium 37–39 stärkt die Zellwände in diesen oberen Internodien, stabilisiert den Halm elastisch und verhindert so Ernteverluste durch abgeknickte Ähren.

Wie verhält sich die Wartezeit bei der Anwendung von Modan 250 EC in Getreide?

Für Modan 250 EC ist die Wartezeit durch die zugelassenen Anwendungszeitpunkte (bis spätestens BBCH 39) und die verbleibende Vegetationszeit bis zur Ernte abgedeckt (F-Wartezeit). Es muss daher keine spezifische Anzahl an Tagen zwischen der letzten Behandlung und der Ernte eingehalten werden, solange die Applikation innerhalb der registrierten BBCH-Stadien erfolgt.

Wie kann ich im Portal prüfen, ob Modan 250 EC für eine bestimmte Getreideart in meiner Region zugelassen ist?

Nutzen Sie die Filterfunktion in unserer Produktdatenbank auf agronomy.farmable.tech, um gezielt nach der gewünschten Kultur (z. B. Winterweichweizen oder Wintergerste) und dem Wirkstoff Trinexapac zu filtern. Dort finden Sie die aktuell gültigen BVL-Zulassungsdaten sowie spezifische regionale Anwendungsbestimmungen und Auflagen.