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OTHER · CAC Chemical GmbH

Modan

BVL Zul.-Nr. 007797-00

Modan ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur Halmverkürzung und Halmfestigung in wichtigen Getreidekulturen wie Winterweizen, Winter- und Sommergerste, Hafer, Roggen und Wintertriticale. Das von der CAC Chemical GmbH vertriebene Produkt basiert auf dem bewährten Wirkstoff Trinexapac (250 g/l), der als Emulgierbares Konzentrat (EC) formuliert ist. Durch die gezielte Einkürzung der Internodien und die gleichzeitige Stärkung der Halmwand trägt das Produkt maßgeblich zur Verbesserung der Standfestigkeit bei und beugt Lagerbildung effektiv vor.

In der landwirtschaftlichen Praxis hat sich Modan als verlässliches Werkzeug zur Ertragssicherung etabliert. Ein stabiler Getreidebestand ist nicht nur resistenter gegen widrige Witterungseinflüsse wie Starkregen oder Wind, sondern lässt sich auch effizienter und schneller ernten. Zudem sinkt durch die Vermeidung von Lager das Risiko für Sekundärinfektionen durch Ährenkrankheiten und Qualitätsverluste beim Erntegut.

Wirkstoffe

Trinexapac
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Modan enthaltene Wirkstoff Trinexapac greift aktiv in den Hormonhaushalt der Kulturen ein. Er blockiert die Biosynthese von biologisch aktiven Gibberellinen, indem er das Enzym 3-Beta-Hydroxylase hemmt. Gibberelline sind pflanzeneigene Hormone, die maßgeblich für das Streckungswachstum der Zellen verantwortlich sind. Durch diese gezielte Hemmung wird das Längenwachstum der sich entwickelnden Internodien gehemmt, was zu kürzeren und dickeren Halmen führt. Die Aufnahme des Wirkstoffs erfolgt überwiegend über die grünen Pflanzenteile (Blätter und Spross) und wird systemisch in der Kultur verteilt. Die Wirkung setzt rasch ein, wobei die Intensität der Halmverkürzung stark vom Entwicklungsstadium der Kultur zum Zeitpunkt der Anwendung sowie von den herrschenden Witterungsbedingungen (insbesondere Temperatur und Lichtintensität) beeinflusst wird.

Resistenzmanagement

Obwohl bei Wachstumsreglern wie Trinexapac das Risiko einer Resistenzentwicklung im klassischen Sinne als äußerst gering eingestuft wird, ist ein vorausschauendes Bestandsmanagement ratsam. Um eine optimale Wirkung zu sichern und physiologische Stressreaktionen der Kulturen zu vermeiden, sollte die Anwendung stets an die spezifische Standfestigkeit der Sorte, die Stickstoffdüngung und die aktuelle Witterung angepasst werden. Der Wechsel oder die Kombination mit Wachstumsreglern anderer Wirkstoffklassen unterstützt ein ausgewogenes Halmverkürzungskonzept und optimiert die Bestandsarchitektur.

Mischbarkeit & Tankmischung

Modan zeichnet sich durch eine hervorragende Mischbarkeit mit einer Vielzahl von gängigen Pflanzenschutzmitteln aus, darunter Fungizide, Herbizide und flüssige Blattdünger (wie z. B. AHL). Bei Tankmischungen mit Herbiziden oder unter strahlungsreichen, warmen Bedingungen sollte die Aufwandmenge von Modan gegebenenfalls angepasst werden, um phytotoxische Effekte zu vermeiden. Es wird empfohlen, stets die Mischungsreihenfolge einzuhalten und vorab eine physikalische Mischprobe durchzuführen. Die Behandlung sollte in ausreichend Wasser und bei aktiver Wüchsigkeit der Kulturen erfolgen; extreme Trockenheit oder Nachtfröste unmittelbar nach der Anwendung sind zu meiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Modan sind die gesetzlich vorgeschriebenen PSA-Maßnahmen (persönliche Schutzausrüstung) wie Schutzhandschuhe und Schutzanzug strikt einzuhalten, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielpflanzen sind die in der Zulassung definierten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen (Abdriftminderungsklassen) genau zu beachten. Das Produkt ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zum Schutz von Wildbienen und anderen Bestäubern nicht in direkt blühende Bestände oder auf blühende Unkräuter appliziert werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WintergersteHalmverkürzung, Halmfestigung30–390.6 LITER_PER_HECTARE
HaferHalmverkürzung, Halmfestigung30–370.4 LITER_PER_HECTARE
RoggenHalmverkürzung, Halmfestigung30–390.4 LITER_PER_HECTARE
SommergersteHalmverkürzung, Halmfestigung30–370.4 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenHalmverkürzung, Halmfestigung29–390.4 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleHalmverkürzung, Halmfestigung29–390.6 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Anwendung von Modan zur Halmverkürzung?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt in der Phase des aktiven Schossens der Kulturen (BBCH-Stadium 31 bis 32), da hier die ersten Internodien gestreckt werden. Eine Behandlung in diesem Fenster stärkt die Halmbasis am effektivsten. Bei spätem Schossen (bis BBCH-Stadium 39) liegt der Fokus eher auf der Verkürzung der oberen Internodien und des Ährenhalses.

Welche Rolle spielt die Witterung bei der Applikation von Modan?

Für eine optimale Wirkung und Kulturverträglichkeit sind wüchsige Bedingungen mit Temperaturen zwischen 10 °C und 20 °C sowie ausreichend Licht (Sonnenschein fördert die Aufnahme) ideal. Vermeiden Sie Anwendungen bei extremen Temperaturen, starker Trockenheit oder wenn Nachtfröste angekündigt sind, da dies die Kultur stark stressen kann.

Kann Modan zusammen mit Flüssigdüngern wie AHL ausgebracht werden?

Ja, eine Mischung mit AHL ist grundsätzlich möglich, erhöht jedoch die Wirkungsintensität und das Risiko von Blattverbrennungen. Bei einer Tankmischung mit AHL sollte die Kultur eine stabile Wachsschicht aufweisen, die Anwendung nicht in der prallen Mittagssonne erfolgen und die Aufwandmenge von Modan eventuell leicht reduziert werden.

Wie sichert die Vermeidung von Lagergetreide durch Modan die Kornqualität?

Lagergetreide führt zu einem feuchteren Mikroklima im Bestand, was die Entwicklung von Pilzkrankheiten (z. B. Fusarium oder Septoria) begünstigt und die Kornqualität (z. B. Fallzahl beim Weizen) drastisch senken kann. Ein stehender Bestand trocknet schneller ab und sichert so die geforderten Qualitätsstandards.

Wie beeinflusst die Sortenwahl die Dosierung von Modan?

Sorten mit einer genetisch bedingt geringen Standfestigkeit (hohe Lagerneigung) erfordern in der Regel die Ausschöpfung der höheren zugelassenen Aufwandmenge (bis zu 0,6 l/ha). Bei standfesten Sorten oder in trockenheitsgefährdeten Lagen kann die Aufwandmenge entsprechend reduziert werden, um die Kultur nicht unnötig im Wachstum zu bremsen.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel für meine Getreidekulturen?

Nutzen Sie die Filterfunktionen auf agronomy.farmable.tech, um gezielt nach Ihrer Kultur (z. B. Winterweizen oder Wintergerste) und der gewünschten Wirkungskategorie (z. B. Wachstumsregler oder Fungizide) zu suchen, um alle in Deutschland zugelassenen Alternativen anzuzeigen.