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OTHER · W. NEUDORFF GMBH KG

Molluxx

BVL Zul.-Nr. 026682-60

Molluxx von W. Neudorff GmbH KG ist ein hochwirksames, modernes Schneckenkorn zur gezielten Bekämpfung von Nacktschnecken in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen, darunter Gemüse, Obst, Hopfen, Weinreben und Zierpflanzen. Als anwendungsfertiger Köder in Form eines robusten Granulats formuliert, bietet das Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Attraktivität für die Schaderreger und schützt empfindliche Kulturen bereits in frühen Entwicklungsstadien vor massivem Fraßschaden.

Der Wirkstoff Eisen-III-phosphat ist eine in der Natur vorkommende Verbindung, was Molluxx zu einer umweltschonenden Option sowohl für den konventionellen als auch für den ökologischen Landbau macht. Die spezielle Köderformulierung ist extrem regen- und schimmelresistent, sodass die Lockwirkung und Stabilität der Pellets auch unter feuchten Bedingungen – den Hauptaktivitätszeiten der Schnecken – über einen langen Zeitraum erhalten bleiben.

Wirkstoffe

Eisen-III-phosphat
29.7 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Eisen-III-phosphat führt nach der Aufnahme durch die Nacktschnecken zu schnellen zellulären Veränderungen im Kropf und Mitteldarm der Schaderreger. Dies bewirkt einen sofortigen Fraßstopp, sodass die betroffenen Schnecken die Kulturpflanzen nicht weiter schädigen können. Ein wesentlicher Vorteil dieses Wirkungsmechanismus ist, dass die Schnecken kein übermäßiges Schleimsekret absondern, wie es bei älteren Wirkstoffen oft der Fall ist. Nach der Köderaufnahme ziehen sich die Schaderreger in ihre unterirdischen Verstecke im Boden zurück, wo sie schließlich verenden. Dadurch bleiben keine unästhetischen Schleimspuren oder toten Schnecken auf den Beeten oder Erntegütern zurück. Da Eisen-III-phosphat im Boden durch Mikroorganismen in die natürlichen Pflanzennährstoffe Eisen und Phosphat umgewandelt wird, hinterlässt die Anwendung keinerlei schädliche Rückstände in der Umwelt.

Resistenzmanagement

Für den Wirkstoff Eisen-III-phosphat sind aufgrund seines rein physiologischen Wirkungsmechanismus im Verdauungstrakt der Schaderreger weltweit keine Resistenzen bekannt. Ein klassisches Resistenzmanagement im Sinne eines Wirkstoffwechsels ist daher bei der Bekämpfung von Nacktschnecken mit Molluxx nicht erforderlich. Dennoch empfiehlt sich im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes eine Kombination mit kulturtechnischen Maßnahmen, wie einer feinkrümeligen Bodenbearbeitung zur Reduzierung von Eiablageplätzen und Verstecken.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei Molluxx um ein festes Ködergranulat handelt, das trocken und gleichmäßig auf die Bodenoberfläche gestreut wird, entfällt eine klassische Tankmischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln im Spritzverfahren. Das Produkt wird separat mit handelsüblichen Schneckenkornstreuern oder von Hand ausgebracht. Es kann jedoch problemlos zeitnah mit anderen Pflanzenschutzmaßnahmen kombiniert werden, sofern die Ausbringungstechnik die Köderverteilung auf der Bodenoberfläche nicht beeinträchtigt.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Molluxx zeichnet sich durch ein hervorragendes Ökotoxizitäts- und Sicherheitsprofil aus. Der Wirkstoff schont wichtige Nützlinge wie Laufkäfer, Spinnen und insbesondere Igel, Vögel sowie Haustiere, die eventuell verendete Schnecken oder die Köderpellets aufnehmen. Das Pflanzenschutzmittel ist als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft und schont auch Regenwürmer sowie die gesamte Bodenbiologie. Es bestehen keine strengen Gewässerabstandsauflagen, was den flexiblen Einsatz selbst in sensiblen Randbereichen von Kulturen ermöglicht.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
GemüsekulturenNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
HopfenNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
ObstkulturenNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
ZierpflanzenNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
AckerbaukulturenNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
ZierpflanzenNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
WeinrebeNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
ObstkulturenNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE
GemüsekulturenNacktschnecken7 KILOGRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Ausbringung von Molluxx?

Die Anwendung sollte idealerweise in den Abendstunden erfolgen, wenn die Nacktschnecken ihre Verstecke verlassen und aktiv auf Nahrungssuche gehen. Da Schnecken feuchte Bedingungen bevorzugen, ist eine Ausbringung nach Regenfällen oder nach dem Beregnen der Kultur besonders effektiv, da die Schaderreger dann am aktivsten sind.

Wie wird Molluxx am effektivsten auf der Fläche verteilt?

Das Ködergranulat sollte gleichmäßig über die gesamte zu schützende Fläche gestreut werden, anstatt es in kleinen Haufen abzulegen. Eine breitflächige Verteilung stellt sicher, dass die Schnecken auf ihren Wanderwegen schnell auf die Köder treffen. Bei starkem Zuwanderungsdruck aus angrenzenden Wiesen empfiehlt sich eine gezielte Randbehandlung.

Beeinträchtigt starker Regen die Wirksamkeit der Köderpellets?

Nein, die Formulierung von Molluxx ist speziell auf hohe Regen- und Feuchtigkeitsbeständigkeit ausgelegt. Die Pellets quellen bei Feuchtigkeit leicht auf, was ihre Attraktivität für die Schnecken sogar noch erhöht, ohne dass sie zerfallen oder verschimmeln. Erst nach extremen, langanhaltenden Niederschlägen sollte die Fläche kontrolliert und bei Bedarf nachgestreut werden.

Gibt es eine Wartezeit zwischen der Anwendung und der Ernte der Kulturen?

Aufgrund der natürlichen Eigenschaften des Wirkstoffs Eisen-III-phosphat und der Einstufung des Mittels ist für Molluxx in den registrierten Kulturen keine Wartezeit (F) bis zur Ernte vorgeschrieben. Dies ermöglicht einen hochflexiblen Schutz bis unmittelbar vor der Ernte, insbesondere bei schnell wachsenden Gemüsekulturen.

Wie erkenne ich, ob Molluxx gewirkt hat, wenn keine toten Schnecken sichtbar sind?

Da der Wirkstoff einen sofortigen Fraßstopp auslöst und die Schnecken sich zum Verenden in den Boden zurückziehen, ist der Erfolg der Behandlung primär am Ausbleiben neuer Fraßschäden an den Kulturen zu erkennen. Das Fehlen von Schleimspuren und sichtbaren Kadavern auf der Oberfläche ist ein typisches Merkmal dieser spezifischen Wirkungsweise.