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OTHER · CAC Chemical GmbH

MOXA 250

BVL Zul.-Nr. 007797-60

MOXA 250 von CAC Chemical GmbH ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur Wachstumsregulierung in einer Vielzahl von Getreidekulturen wie Wintergerste, Winterweichweizen, Winterroggen, Wintertriticale, Sommergerste und Hafer. Als flüssiges Formulierungskonzentrat mit dem bewährten Wirkstoff Trinexapac (250 g/l) unterstützt es Landwirte gezielt bei der Standsicherung ihrer Bestände. Das Produkt lässt sich flexibel in die bestehenden Pflanzenschutzstrategien integrieren und sorgt für eine gleichmäßige Entwicklung der Kulturen.

Das primäre Ziel des Einsatzes von MOXA 250 ist die Halmverkürzung und Halmfestigung, um das Risiko von Lagergetreide signifikant zu reduzieren. Durch die gezielte Einkürzung der unteren Internodien und die gleichzeitige Stärkung der Halmwandung wird die Standfestigkeit der Kulturen auch unter intensiven Wachstumsbedingungen und bei hoher Stickstoffdüngung nachhaltig gesichert. Dies schützt nicht nur das Ertragspotenzial vor Ernteverlusten, sondern sichert auch eine hohe Kornqualität und einen reibungslosen, effizienten Mähdrusch.

Wirkstoffe

Trinexapac
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Trinexapac greift aktiv in den Hormonhaushalt der Kultur ein. Er blockiert die Biosynthese von Gibberellinsäuren, genauer gesagt die späten Schritte der Synthese des biologisch aktiven Gibberellins GA1. Da Gibberelline maßgeblich für das Streckungswachstum der Pflanzenzellen verantwortlich sind, führt diese Hemmung zu einer spürbaren Verkürzung der Internodien, die sich während des Behandlungszeitraums im aktiven Streckungswachstum befinden. Neben der reinen Längenreduktion bewirkt die physiologische Umsteuerung eine Stärkung des Halmquerschnitts und fördert die Einlagerung von stabilisierenden Gerüstsubstanzen wie Cellulose und Lignin in die Halmwand. Zudem wird häufig das Wurzelwachstum positiv beeinflusst, was die Verankerung im Boden verbessert und die Wasser- und Nährstoffaufnahme der Kulturen optimiert.

Resistenzmanagement

Da es sich bei Trinexapac um einen Wachstumsregler und nicht um ein Pflanzenschutzmittel gegen Schaderreger handelt, steht das klassische Resistenzmanagement im Sinne von Wirkstoffwechseln hier weniger im Fokus. Vielmehr gilt es, physiologische Stressreaktionen der Kultur zu vermeiden. Ein nachhaltiges Lagermanagement kombiniert den gezielten Einsatz von MOXA 250 mit pflanzenbaulichen Maßnahmen wie einer standortangepassten Sortenwahl, einer optimierten Saatstärke und einer bedarfsgerechten, fraktionierten Stickstoffdüngung, um die natürliche Standfestigkeit der Kulturen von Grund auf zu unterstützen.

Mischbarkeit & Tankmischung

MOXA 250 zeichnet sich durch eine hervorragende Mischbarkeit mit gängigen Fungiziden, Herbiziden und Flüssigdüngern (wie AHL) aus. Bei Mischungen mit sulfonylharnstoffhaltigen Herbiziden oder Gräsermitteln ist jedoch Vorsicht geboten, da sich die Wirkung gegenseitig verstärken kann; hier empfiehlt sich gegebenenfalls eine Reduzierung der Aufwandmenge des Wachstumsreglers. Die Anwendung sollte stets in gut wüchsigen Beständen bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit und moderaten Temperaturen erfolgen. Extrembedingungen wie Frost, langanhaltende Trockenheit oder intensive Sonneneinstrahlung direkt nach der Spritzung sind zu meiden, um Kulturverträglichkeitsprobleme auszuschließen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit MOXA 250 ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen bei der Ausbringung und beim Ansetzen der Spritzbrühe, konsequent zu tragen. Zum Schutz von Gewässerorganismen und der aquatischen Umwelt sind die spezifischen Abstandsauflagen und Abschwemmungsminderungsklassen gemäß den BVL-Zulassungsbestimmungen strikt einzuhalten. Das Pflanzenschutzmittel ist bei sachgerechter Anwendung als nicht bienengefährlich eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Kulturen oder Unkräutern im Unterwuchs im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WintergersteHalmverkürzung, Halmfestigung30–390.6 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleHalmverkürzung, Halmfestigung29–390.6 LITER_PER_HECTARE
SommergersteHalmverkürzung, Halmfestigung30–370.4 LITER_PER_HECTARE
RoggenHalmverkürzung, Halmfestigung30–390.4 LITER_PER_HECTARE
HaferHalmverkürzung, Halmfestigung30–370.4 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenHalmverkürzung, Halmfestigung29–390.4 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von MOXA 250 bei der Applikation?

Die beste Wirkung wird bei wüchsigem Wetter mit Temperaturen zwischen 8 °C und 20 °C und ausreichender Luftfeuchtigkeit erzielt, da der Wirkstoff dann optimal von den Blättern aufgenommen und in der Kultur transportiert wird. Bei starker Sonneneinstrahlung sollte die Aufwandmenge leicht angepasst werden, während bei Frostgefahr oder starkem Trockenstress von einer Anwendung abzusehen ist, um die Kultur nicht unnötig zu belasten.

Kann MOXA 250 zusammen mit einer Stickstoff-Spätdüngung ausgebracht werden?

Ja, eine Kombination mit flüssigen Stickstoffdüngern wie AHL ist grundsätzlich möglich und oft sogar vorteilhaft, da der Stickstoff die Wirkstoffaufnahme beschleunigen kann. Allerdings erhöht diese Mischung auch die Aggressivität der Spritzbrühe, weshalb die Kultur zum Anwendungszeitpunkt eine stabile Wachsschicht aufweisen muss und die Applikation nicht in der prallen Mittagssonne erfolgen sollte.

Welcher BBCH-Entwicklungszustand ist optimal für die Halmverkürzung bei Wintergerste?

Bei Wintergerste liegt das Hauptaugenmerk meist auf der Festigung der oberen Internodien und des Halmknickens. Hier hat sich eine Anwendung im Hauptstreckungswachstum (BBCH 31/32 bis BBCH 37/39) bewährt. Eine frühe Behandlung stärkt die Halmbasis, während eine spätere Behandlung gezielt das Einknicken der Ähren und oberen Halmabschnitte verhindert.

Warum ist die Einkürzung der unteren Internodien für die Standfestigkeit so entscheidend?

Die physikalische Hebelwirkung des Windes greift am stärksten an der Basis des Halmes an. Werden die ersten und zweiten Internodien (die sich typischerweise in BBCH 31–32 strecken) durch MOXA 250 verkürzt und im Zelldurchmesser gestärkt, sinkt der Schwerpunkt der Kultur. Dies erhöht die mechanische Belastbarkeit der gesamten Kultur dramatisch und verhindert das sogenannte Halmlager.

Wie verhält sich MOXA 250 bezüglich der Wartezeit bis zur Ernte?

Für MOXA 250 ist die Wartezeit durch die zugelassenen Anwendungszeiträume (BBCH 29 bis 39) abgedeckt (in der Regel als 'F' deklariert). Da die Anwendung ausschließlich in den frühen bis mittleren Wachstumsstadien des Getreides erfolgt und der Wirkstoff in der Kultur zügig abgebaut wird, sind bis zur Ernte keine unzulässigen Rückstände im Erntegut zu befürchten.

Was muss bei der Tankmischung mit Fungiziden aus der Gruppe der Triazole beachtet werden?

Triazole besitzen oft einen leichten, eigenen wachstumsregulatorischen Nebeneffekt. Bei einer gemeinsamen Ausbringung von MOXA 250 mit triazolhaltigen Fungiziden kann es daher zu einer synergistischen Wirkungsverstärkung kommen. In der Praxis empfiehlt es sich in solchen Fällen, die Aufwandmenge von MOXA 250 um etwa 10 bis 20 % zu reduzieren, um eine zu starke, ertragsmindernde Einkürzung der Kultur zu vermeiden.