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OTHER · Sharda Cropchem Espana S.L.

PRIDE

BVL Zul.-Nr. 00A705-00

PRIDE ist ein hochwirksames, systemisches Fungizid zur Bekämpfung eines breiten Spektrums von pilzlichen Schaderregern in Getreide und Raps. Als bewährtes Pflanzenschutzmittel auf Basis des Premium-Wirkstoffs Prothioconazol bietet es Landwirten eine verlässliche Lösung zur Sicherung der Erträge und zur Erhaltung einer hohen Korn- und Rapsqualität. Es ist als Emulsionskonzentrat formuliert, was eine hervorragende Benetzung der Blattoberfläche und eine schnelle Wirkstoffaufnahme durch die Kultur gewährleistet.

Das Anwendungsspektrum umfasst bedeutende Getreidearten wie Winter- und Sommerweizen, Wintergerste, Roggen und Triticale sowie Winterraps. PRIDE zeichnet sich durch eine herausragende Wirkung gegen ertragsrelevante Krankheiten aus, darunter Septoria-Blattdürre, Netzflecken, Echter Mehltau, Zwergrost und die gefürchtete Halmbruchkrankheit im Getreide. Im Raps bietet das Mittel einen exzellenten Schutz gegen Sclerotinia sclerotiorum (Weißstängeligkeit) während der Blüte.

Dank seiner ausgeprägten systemischen Eigenschaften verteilt sich der Wirkstoff nach der Behandlung gleichmäßig in den neu zuwachsenden Pflanzenteilen. Dies sorgt für eine langanhaltende protektive sowie kurative Wirkung, die auch bereits latent vorhandene Infektionen effektiv stoppt, bevor sichtbare Symptome die Kultur schwächen.

Wirkstoffe

Prothioconazol
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in PRIDE enthaltene Wirkstoff Prothioconazol gehört zur chemischen Klasse der Triazolinthione und ist innerhalb der FRAC-Klassifikation in die Gruppe 3 (DMI-Fungizide / Demethylierungs-Inhibitoren) eingeordnet. Der biochemische Wirkungsmechanismus basiert auf der Hemmung der C14-Demethylase in der Sterol-Biosynthese der Pilze. Ohne die Synthese von Ergosterol, einem essenziellen Baustein der pilzlichen Zellmembran, bricht die Membranstruktur der Schaderreger zusammen, was das Myzelwachstum und die Sporenkeimung nachhaltig unterbindet. Prothioconazol zeichnet sich durch eine langanhaltende Depotwirkung im Blattgewebe aus. Nach der Applikation wird der Wirkstoff akropetal, also mit dem Saftstrom nach oben, in der Kultur transportiert. Dies sichert nicht nur die behandelten Pflanzenteile, sondern schützt auch den Neuzuwachs über einen längeren Zeitraum hinweg vor einer Neuinfektion durch boden- oder windbürtige Pilzsporen.

Resistenzmanagement

Um das Risiko einer Resistenzbildung gegenüber DMI-Fungiziden (FRAC-Gruppe 3) zu minimieren, sollte PRIDE stets im Rahmen einer vorausschauenden Antiresistenzstrategie eingesetzt werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen (wie z. B. SDHI oder Strobilurinen) in der Spritzfolge. Zudem sollte die empfohlene Aufwandmenge nicht reduziert werden, um selektive Überlebensvorteile weniger empfindlicher Pilzstämme zu verhindern. Die Integration ackerbaulicher Maßnahmen, wie die Wahl toleranter Sorten und eine sorgfältige Strohhygiene, unterstützt das Resistenzmanagement zusätzlich.

Mischbarkeit & Tankmischung

PRIDE weist eine hervorragende physikalische und biologische Mischbarkeit mit gängigen Herbiziden, Insektiziden, Wachstumsreglern und Blattdüngern auf. Bei der Erstellung von Tankmischungen ist darauf zu achten, dass die jeweiligen Gebrauchsanleitungen der Mischpartner strikt eingehalten werden. Es wird empfohlen, die Spritzbrühe unmittelbar nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk auszubringen. Die Verwendung von weichem bis mittelschwerem Wasser optimiert die Löslichkeit, während der Zusatz von Netzmitteln insbesondere bei Kulturen mit ausgeprägter Wachsschicht die Benetzung und Wirkstoffaufnahme verbessern kann.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit PRIDE ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen bei der Handhabung des Konzentrats, obligatorisch. Zum Schutz von Gewässerorganismen sind die in der Zulassung festgelegten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und die Vorgaben zur Abdriftminderung strikt einzuhalten. Das Pflanzenschutzmittel ist bei vorschriftsmäßiger Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, weshalb ein Einsatz auch in blühende Bestände zur Bekämpfung von Sclerotinia im Raps möglich ist, ohne Bestäuberinsekten zu gefährden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SommergersteZwergrost (Puccinia hordei)30–590.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterhartweizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)25–310.8 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–590.8 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–590.8 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)25–310.8 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–590.8 LITER_PER_HECTARE35T
RapsSclerotinia sclerotiorum61–690.7 LITER_PER_HECTARE56T
RoggenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–590.8 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenSeptoria nodorum30–590.8 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–590.8 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)25–310.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres), Echter Mehltau (Erysiphe graminis)30–590.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)25–310.8 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenFusarium-Arten61–650.8 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–590.8 LITER_PER_HECTARE35T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen Halmbruchkrankheit im Getreide?

Die Bekämpfung der Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides) sollte idealerweise im frühen Frühjahr zu Beginn des Schossens (BBCH-Stadien 30 bis 32) erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Erreger noch in den Blattscheiden und kann durch die systemische Wirkung von PRIDE effektiv erfasst werden, bevor er das Halmbasisgewebe irreversibel schädigt.

Wie beeinflusst die Temperatur die Wirkung von PRIDE bei der Anwendung?

PRIDE entfaltet seine systemische Wirkung optimal bei wüchsigen Wetterbedingungen und Temperaturen ab etwa 8 bis 10 °C. Bei diesen Bedingungen ist der Stoffwechsel der Kultur aktiv, was eine schnelle Aufnahme und systemische Verteilung des Wirkstoffs im Pflanzengewebe begünstigt. Extreme Hitze oder Frostperioden direkt nach der Spritzung sollten vermieden werden.

Kann PRIDE zur gezielten Ährenbehandlung gegen Fusarium-Arten eingesetzt werden?

Ja, eine Anwendung während der Getreideblüte (BBCH 59 bis 69) ist hochwirksam zur Reduzierung von Fusarium-Infektionen und der damit verbundenen Mykotoxinbelastung im Erntegut. Für einen optimalen Schutz sollte die Behandlung gezielt in die Phase der beginnenden bis vollen Blüte gelegt werden, idealerweise kurz vor oder direkt nach einem Niederschlagsereignis.

Welche Rolle spielt PRIDE beim Schutz von Winterraps gegen Sclerotinia?

Im Winterraps wird PRIDE primär zur Bekämpfung der Weißstängeligkeit (Sclerotinia sclerotiorum) eingesetzt. Der optimale Behandlungszeitraum liegt in der Vollblüte (BBCH 65), wenn die ersten Blütenblätter abfallen und in den Blattachseln hängen bleiben, da dies die primäre Eintrittspforte für den Pilz darstellt.

Wie verhält sich die Regenfestigkeit von PRIDE nach der Applikation?

Dank der modernen Formulierung dringt der Wirkstoff Prothioconazol sehr rasch in die kutikuläre Wachsschicht der Blätter ein. In der Regel ist das Pflanzenschutzmittel bereits ca. ein bis zwei Stunden nach der Anwendung regenfest, sodass nachfolgende Niederschläge die Schutzwirkung nicht mehr beeinträchtigen.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel für spezifische Schaderreger?

Nutzen Sie hierzu die integrierte Such- und Filterfunktion auf agronomy.farmable.tech. Sie können gezielt nach Ihrer Kultur (z. B. Winterweizen) und dem spezifischen Schaderreger (z. B. Septoria tritici) filtern, um eine vollständige Liste aller in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel inklusive deren Aufwandmengen und Wartezeiten zu erhalten.