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OTHER · Life Scientific Limited

Trinexa 250

BVL Zul.-Nr. 008100-00

Trinexa 250 ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur Halmfestigung (Wachstumsregler) in einer Vielzahl von Getreidekulturen wie Winterweizen, Wintergerste, Winterroggen, Hafer und Triticale. Als flüssiges Formulierungskonzentrat lässt es sich hervorragend dosieren und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung auf der Blattoberfläche. Das Produkt hat sich als verlässlicher Partner im modernen Ackerbau etabliert, um das Lagerrisiko in dichten Beständen signifikant zu reduzieren.

Durch die gezielte Einkürzung der Internodien und die gleichzeitige Stärkung der Halmwandung schützt Trinexa 250 die Kulturen vor ertragsminderndem Lager, selbst unter intensiven Stickstoffdüngungsbedingungen oder ungünstigen Witterungsverhältnissen. Dies sichert nicht nur das Ertragspotenzial, sondern optimiert auch die Druschleistung zur Ernte.

Die flexible Anwendung im Frühjahr ermöglicht es Landwirten, die Halmstabilität präzise an den jeweiligen Bestandesaufbau und die Witterung anzupassen. Dank der schnellen Wirkstoffaufnahme bietet das Mittel eine hohe Regenfestigkeit und lässt sich flexibel in bestehende Pflanzenschutzstrategien integrieren.

Wirkstoffe

Trinexapac
250 g/L

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Trinexapac (vorliegend als Trinexapac-ethyl) greift aktiv in den Hormonhaushalt der Kulturen ein. Er hemmt die Biosynthese von Gibberellinen, genauer gesagt die späte Phase der Gibberellinsäure-Synthese (Hemmung der 3-Beta-Hydroxylase). Da Gibberelline maßgeblich für das Streckungswachstum der Zellen verantwortlich sind, führt diese Blockade zu einer gezielten Reduktion des Längenwachstums der nach der Behandlung gebildeten Internodien. Neben der reinen Einkürzung bewirkt der Wirkstoff eine physiologische Umverteilung der Assimilate. Dies führt zu einer nachweisbaren Verdickung der Halmwand und einer verstärkten Ausbildung des Wurzelsystems. Die Kulturen stehen dadurch stabiler im Boden und weisen eine verbesserte Standfestigkeit sowie eine optimierte Wasser- und Nährstoffeffizienz auf.

Resistenzmanagement

Da es sich bei Trinexapac um einen Wachstumsregler und nicht um ein Fungizid oder Herbizid handelt, ist das Risiko einer klassischen Resistenzentwicklung der Kulturen äußerst gering. Dennoch erfordert ein nachhaltiges Bestandesmanagement den bewussten Umgang mit Wachstumsreglern. Die Aufwandmenge sollte stets an die Standfestigkeit der Sorte, die Stickstoffdüngung und die aktuelle Witterung angepasst werden. Um physiologischen Stress zu vermeiden, sollte das Pflanzenschutzmittel nicht bei extremen Temperaturschwankungen, Frostgefahr oder anhaltender Trockenheit eingesetzt werden.

Mischbarkeit & Tankmischung

Trinexa 250 zeichnet sich durch eine hervorragende Mischbarkeit mit gängigen Fungiziden, Herbiziden und flüssigen Blattdüngern (wie z. B. AHL) aus. Bei Mischungen mit Triazol-Fungiziden ist zu beachten, dass diese die wachstumsregulatorische Wirkung von Trinexapac synergistisch verstärken können; in solchen Fällen empfiehlt sich eine moderate Reduzierung der Aufwandmenge von Trinexa 250. Für eine optimale Benetzung und Wirkstoffaufnahme sollte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge (in der Regel 150–300 l/ha) und den Verzicht auf extrem hartes oder kaltes Ansetzwasser geachtet werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Trinexa 250 sind die gesetzlich vorgeschriebenen PSA-Maßnahmen (Schutzanzug, Schutzhandschuhe und Augenschutz beim Ansetzen der Spritzbrühe) strikt einzuhalten. Das Mittel ist als gewässergefährdend eingestuft, weshalb die vorgeschriebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (Abdriftminderungsklassen) penibel zu beachten sind, um den Eintrag in aquatische Ökosysteme zu verhindern. Für Honigbienen ist das Produkt bei sachgerechter Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Beständen oder Unkräutern im Unterwuchs vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
DinkelHalmfestigung0.4 LITER_PER_HECTARE
WintergersteHalmfestigung0.8 LITER_PER_HECTARE
GräserHalmfestigung0.8 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenHalmfestigung0.3 LITER_PER_HECTARE
HaferHalmfestigung0.6 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenHalmfestigung0.6 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenHalmfestigung0.4 LITER_PER_HECTARE
SommergersteHalmfestigung0.6 LITER_PER_HECTARE
TriticaleHalmfestigung0.6 LITER_PER_HECTARE
TriticaleHalmfestigung0.3 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale physiologische Zeitpunkt für die Anwendung von Trinexa 250 zur Halmfestigung?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt in der Hauptschossphase der Kulturen, meist zwischen den BBCH-Stadien 31 (Einknotenstadium) und 39 (Fahnenblattstadium). Eine frühe Behandlung (BBCH 31/32) kürzt gezielt die unteren, statisch wichtigsten Internodien ein, während spätere Behandlungen (BBCH 37/39) vor allem das obere Halmglied stabilisieren und das Ährenknicken verhindern.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung und Verträglichkeit von Trinexa 250?

Trinexa 250 benötigt für eine optimale Wirkung wüchsiges Wetter mit Temperaturen über 8 °C und ausreichend Licht, da der Wirkstoff über den aktiven Stoffwechsel der Kultur transportiert wird. Vermeiden Sie Anwendungen bei praller Mittagssonne, Temperaturen über 25 °C oder wenn Nachtfröste angekündigt sind, da dies zu phytotoxischen Stressreaktionen führen kann.

Kann Trinexa 250 in Tankmischung mit Herbiziden ausgebracht werden?

Ja, eine Mischung ist generell möglich, erfordert jedoch Vorsicht. Mischungen mit Wuchsstoff-Herbiziden (z. B. MCPA oder Dicamba) können die Kultur stark stressen und die einkürzende Wirkung unvorhersehbar beeinflussen. Es wird empfohlen, zwischen einer Gräser- oder Unkrautbekämpfung und der Wachstumsregler-Behandlung einen zeitlichen Abstand von einigen Tagen einzuhalten, wenn die Kulturen bereits unter Stress stehen.

Warum ist die Kombination von Trinexa 250 mit Triazol-Fungiziden besonders zu beachten?

Triazole (wie Prothioconazol oder Tebuconazol) besitzen selbst eine leicht wachstumsregulierende Nebenwirkung, da sie ebenfalls in die Sterolsynthese eingreifen. Bei einer gemeinsamen Ausbringung mit Trinexa 250 kommt es zu einem synergistischen Effekt, der die Einkürzung deutlich verstärkt. Die Aufwandmenge des Wachstumsreglers sollte in solchen Mischungen um ca. 20–30 % reduziert werden, um eine Überregulierung zu vermeiden.

Welche Rolle spielt die Wasserhärte und der pH-Wert des Spritzwassers bei der Anwendung?

Trinexapac-ethyl ist in leicht saurem bis neutralem Spritzwasser (pH-Wert 5,5 bis 7,0) am stabilsten und wird am schnellsten von der Kultur aufgenommen. Sehr hartes Wasser oder ein hoher pH-Wert können die Formulierung negativ beeinflussen; in solchen Fällen kann der Zusatz eines geeigneten pH-Puffers oder Ammoniumsulfats die Wirkstoffaufnahme und damit die Halmfestigung optimieren.

Wie unterscheidet sich die Aufwandmenge von Trinexa 250 zwischen Wintergerste und Winterweizen?

Wintergerste reagiert physiologisch weniger empfindlich auf Trinexapac und neigt aufgrund ihrer Morphologie stärker zu Lager, weshalb hier meist die höheren zugelassenen Aufwandmengen gewählt werden. Winterweizen hingegen ist deutlich sensitiver; hier reichen oft schon geringere Aufwandmengen (z. B. 0,3 bis 0,4 l/ha) aus, um eine hervorragende Halmstabilität zu erzielen.