XtremeClean
XtremeClean ist ein hochkonzentriertes, nicht-selektives Herbizid von Nufarm Deutschland GmbH zur zuverlässigen Bekämpfung eines extrem breiten Spektrums von ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern. Dank seiner hochentwickelten Formulierung und dem bewährten Wirkstoff Glyphosat bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine herausragende Flexibilität im modernen Acker- und Weinbau sowie auf Stilllegungsflächen. Es eignet sich ideal für die Vorsaatbehandlung, die Stoppelbearbeitung oder zur gezielten Kulturvorbereitung.
Die hochkonzentrierte Formulierung mit 698,5 g/l Wirkstoff ermöglicht eine hocheffiziente Logistik und verringert den Verpackungsaufwand auf dem landwirtschaftlichen Betrieb. Nach der Anwendung dringt der Wirkstoff rasch in die grünen Pflanzenteile ein und wird systemisch in der gesamten Pflanze transportiert. Dadurch werden selbst hartnäckige, tiefwurzelnde ausdauernde Unkräuter und Ungräser bis in die Wurzelspitzen hinein erfasst.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der Wirkstoff Glyphosat gehört zur HRAC-Gruppe 9. Er wirkt als spezifischer Inhibitor des Enzyms 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSPS). Dieses Enzym ist ein Schlüsselbestandteil des Shikimatwegs, der in Pflanzen für die Biosynthese essenzieller aromatischer Aminosäuren wie Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan verantwortlich ist. Durch die Blockade der EPSP-Synthase wird die Proteinsynthese der Zielpflanzen unterbrochen, was zu einem vollständigen Wachstumsstopp führt. Da der Wirkstoff systemisch über das Phloem transportiert wird, verteilt er sich aktiv in alle metabolisch aktiven Bereiche, einschließlich der Wurzeln, Rhizome und Ausläufer, was zum Absterben der gesamten Pflanze führt.
Resistenzmanagement
Um der Entstehung von Resistenzen bei Unkräutern und Ungräsern langfristig vorzubeugen, solltest du XtremeClean stets in ein integriertes Unkrautmanagement einbinden. Verlasse dich nicht allein auf chemische Maßnahmen, sondern nutze eine weite Fruchtfolge, mechanische Bodenbearbeitung und den gezielten Anbau von Zwischenfrüchten. Beim Einsatz von Herbiziden empfiehlt sich der Wechsel oder die Kombination mit Wirkstoffen aus anderen HRAC-Klassen mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen, um den Selektionsdruck auf einzelne Populationen zu minimieren.
Mischbarkeit & Tankmischung
XtremeClean zeigt sich in der Praxis mit vielen gängigen Pflanzenschutzmitteln und flüssigen Düngemitteln gut mischbar. Bei der Verwendung von sehr hartem Spritzwasser kann die herbizide Wirkung von Glyphosat durch die Bindung an Calcium- und Magnesiumionen beeinträchtigt werden; in solchen Fällen empfiehlt sich der Zusatz eines geeigneten Wasserkonditionierers oder von Ammoniumsulfat vor der Produktzugabe. Achte darauf, die Spritzbrühe stets zügig auszubringen und vorab eine physische Mischprobe im kleinen Maßstab durchzuführen.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit XtremeClean ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Ausbringung, unerlässlich. Zum Schutz von Nichtzielpflanzen und Gewässerorganismen solltest du Abdrift auf angrenzende Flächen unbedingt vermeiden und moderne, abdriftmindernde Düsentechnik einsetzen. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, gilt die allgemeine Vorsichtsmaßnahme: Vermeide Anwendungen auf blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, und verlege die Behandlung bevorzugt in die späten Abendstunden.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Baumschulgehölzpflanzen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Rapsstoppel | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 4 LITER_PER_HECTARE | — |
| Baumschulgehölzpflanzen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Maisstoppel | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 4 LITER_PER_HECTARE | — |
| Ackerbaukulturen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Getreidestoppel | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 4 LITER_PER_HECTARE | — |
| Baumschulgehölzpflanzen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 330 LITER_PER_1000_LITER_WATER | — |
| Wiesen, Weiden | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 330 LITER_PER_1000_LITER_WATER | — |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für deine Anwendung von XtremeClean auf der Stoppel?
Du solltest warten, bis das Ausfallgetreide und die Unkräuter nach der Ernte aufgelaufen sind und genügend aufnahmefähige Blattfläche gebildet haben. Achte darauf, dass die Schaderreger aktiv wachsen und nicht unter Trocken- oder Hitzestress leiden, um eine optimale systemische Aufnahme des Wirkstoffs zu gewährleisten.
Wie lange muss es nach der Spritzung trocken bleiben, damit die Wirkung nicht beeinträchtigt wird?
Für eine optimale Wirkung sollte nach deiner Anwendung eine regenfreie Zeit von mindestens 4 bis 6 Stunden eingehalten werden. Setzt der Regen zu früh ein, kann der Wirkstoff von den Blättern abgewaschen werden, was die Bekämpfungsleistung spürbar mindert.
Kannst du XtremeClean auch bei Frost oder sehr hohen Temperaturen spritzen?
Nein, vermeide Behandlungen bei Frost sowie bei extremen Temperaturen über 25 °C und sehr trockener Luft. Am besten spritzt du in den kühleren Morgen- oder Abendstunden bei hoher Luftfeuchtigkeit, da die Unkräuter den Wirkstoff dann wesentlich besser aufnehmen und transportieren.
Wie beeinflusst hartes Wasser die Wirkung und was kannst du dagegen tun?
Sehr hartes Wasser enthält viele Calcium- und Magnesiumionen, die sich an das Glyphosat-Molekül binden und dessen Aufnahme blockieren können. Du kannst dem entgegenwirken, indem du vor der Zugabe des Herbizids Ammoniumsulfat (AMS) oder einen geeigneten Wasserkonditionierer in den Spritztank gibst.
Wie viele Tage solltest du nach der Behandlung mit der Bodenbearbeitung warten?
Bei einjährigen Unkräutern und Ungräsern reicht meist eine Wartezeit von 2 bis 3 Tagen vor der nächsten Bodenbearbeitung aus. Bei hartnäckigen, ausdauernden Schaderregern wie der Quecke solltest du mindestens 7 bis 10 Tage warten, damit der Wirkstoff vollständig in die unterirdischen Rhizome transportiert werden kann.