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Sonstiger Schaderreger

Getreidestoppel

stubble (cereal)
YSTEG

Die Getreidestoppel, wissenschaftlich klassifiziert unter dem EPPO-Code YSTEG (stubble (cereal)), stellt eine kritische Übergangsphase im modernen, integrierten Ackerbau dar. Nach der Ernte von Hauptkulturen wie Winterweizen, Gerste oder Roggen verbleiben die Halm- und Wurzelrückstände auf dem Feld. Diese Phase ist entscheidend für den Bodenschutz, den Humusaufbau und das integrierte Schaderregermanagement. Eine fachgerechte Bewirtschaftung der Getreidestoppel verhindert unkontrollierten Unkrautwuchs und unterbricht die Infektionsketten wichtiger Pflanzenkrankheiten.

Aussaat-/Pflanzzeitraum
Juli bis September
Erntefenster
September bis November (Umbruch oder Einarbeitung)
Reihenabstand
12–15 cm (bei Zwischenfruchtanbau)
Typischer Ertrag
2,0–4,0 t/ha Trockenmasse (als Gründüngung)
Wärmesumme (GDD)
800–1200 °C
Boden-pH
5,5–7,5

Bodenmanagement

Die Bodenbearbeitung auf der Getreidestoppel beginnt idealerweise direkt nach dem Mähdrusch mit einem flachen Stoppelsturz. Dies regt Ausfallgetreide und Unkrautsamen zur Keimung an und bricht die Kapillarität des Bodens, um wertvolle Feuchtigkeit zu erhalten. Für diese erste flache Bearbeitung eignen sich besonders Kurzscheibeneggen oder flach eingestellte Grubber bei einer Arbeitstiefe von 3–5 cm. Ein zweiter, tieferer Bearbeitungsgang erfolgt einige Wochen später, um aufgelaufenes Ausfallgetreide und Unkräuter mechanisch zu bekämpfen. Bei schweren Böden oder hohem Strohanteil ist auf eine gleichmäßige Einmischung zu achten, um Strohmatten im Boden zu verhindern, welche die Wurzelentwicklung der Folgekultur hemmen würden.

Schaderreger-Management

Das Schaderregermanagement auf der Getreidestoppel zielt primär darauf ab, den 'grünen Pfad' für Krankheiten und Schädlinge zu unterbrechen. Durch das schnelle Auflaufenlassen und anschließende Einarbeiten von Ausfallgetreide entziehst du Vektoren wie Blattläusen (Überträger von Verzwergungsviren) und Pilzen wie dem Echten Mehltau oder Rostpilzen die Lebensgrundlage. Besonders hartnäckige Schaderreger wie die Gemeine Quecke (Elymus repens) oder die Zaun-Winde (Calystegia sepium) lassen sich in dieser Phase mechanisch durch wiederholtes Abschneiden und Austrocknenlassen oder chemisch mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln regulieren. Achte bei der Anwendung von Herbiziden auf der Stoppelfläche penibel auf die gesetzlichen Vorgaben, die optimalen BBCH-Stadien der Unkräuter und die einzuhaltenden Wartezeiten vor der Folgesaat.

Wichtige Schaderreger

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Häufige Fragen

Warum ist der schnelle Stoppelsturz direkt nach dem Mähdrusch so wichtig?

Der erste flache Stoppelsturz bricht die Bodenkapillaren und verhindert das unkontrollierte Austrocknen des Bodens. Zudem regst du damit Ausfallgetreide und Unkrautsamen zum schnellen Keimen an, sodass du sie im nächsten Bearbeitungsschritt mechanisch oder chemisch effektiv regulieren kannst.

Wie bekämpfe ich die Gemeine Quecke (Elymus repens) auf der Getreidestoppel am besten?

Die Quecke lässt sich in dieser Phase hervorragend regulieren. Mechanisch ziehst du die Rhizome durch flache, schneidende Bearbeitung an die Oberfläche, wo sie vertrocknen. Alternativ kannst du bei starkem Besatz nach dem Ergrünen der Queckenblätter (3- bis 4-Blatt-Stadium) ein für die Stoppelbehandlung zugelassenes Pflanzenschutzmittel anwenden.

Welche Rolle spielt die Getreidestoppel bei der Übertragung von Pflanzenkrankheiten?

Sie dient als Brücke für Schaderreger. Pilze wie Fusarium-Arten, Halmbruch oder Netzflecken überdauern auf den Strohresten. Wenn du das Stroh nicht sauber einarbeitest oder das Ausfallgetreide stehen lässt, riskierst du eine frühe Infektion der nachfolgenden Wintergetreidekulturen.

Wie tief sollte die erste Bodenbearbeitung auf der Stoppel erfolgen?

Halte den ersten Durchgang so flach wie möglich, idealerweise nur 3 bis 5 cm tief. Ein zu tiefes Arbeiten vergräbt die Unkrautsamen und das Ausfallgetreide in tiefere Bodenschichten, wo sie in eine Keimruhe verfallen und erst in den Folgejahren unkontrolliert auflaufen.

Kann ich auf der Getreidestoppel direkt eine Zwischenfrucht einsäen?

Ja, das ist sogar sehr empfehlenswert. Die Einsaat einer Zwischenfrucht direkt nach der Ernte (oder kombiniert mit dem Stoppelsturz) unterdrückt Unkräuter, schützt den Boden vor Erosion und konserviert Nährstoffe wie Stickstoff im Boden, die sonst über den Winter ausgewaschen würden.

Wo finde ich im Portal zugelassene Pflanzenschutzmittel für die Stoppelbehandlung?

Nutze dafür unsere Produktsuche und filtere nach der Kultur 'Getreidestoppel' oder der spezifischen Anwendung 'Stoppelbehandlung'. Dort werden dir alle aktuell zugelassenen Herbizide inklusive Aufwandmengen, einzuhaltender Wartezeiten und Anwendungsbestimmungen angezeigt.