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Sonstige · BASF Agricultural Solutions Deutschland

Alonty

BVL Zul.-Nr. 00A282-00

Alonty ist ein hochwirksames, modernes Fungizid von BASF, das speziell für den breiten Einsatz im Getreide- und Rübenanbau entwickelt wurde. Als flüssige Formulierung kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel zwei innovative Wirkstoffe, um ein breites Spektrum an wirtschaftlich bedeutenden Pilzkrankheiten (Schaderregern) effektiv zu kontrollieren. Im Getreide schützt es die Kulturen zuverlässig vor Ertragsräubern wie Septoria-Arten, Rostpilzen und Netzflecken, während es in Rüben eine starke Wirkung gegen Cercospora und Ramularia-Blattflecken entfaltet.

Dank seiner ausgewogenen Formulierung zeichnet sich Alonty durch eine hervorragende Benetzung und schnelle Wirkstoffaufnahme aus. Dies sichert dir auch unter wechselhaften Witterungsbedingungen einen langanhaltenden Schutz der behandelten Kulturen. Das Produkt hat sich als verlässlicher Baustein in modernen Pflanzenschutzstrategien etabliert, um die Vitalität der Kulturen zu erhalten und das Ertragspotenzial voll auszuschöpfen.

Wirkstoffe

Fluxapyroxad
50 g/L · Wirkstoff
Mefentrifluconazole
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Wirksamkeit von Alonty basiert auf dem synergistischen Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkungsmechanismen. Der Wirkstoff Fluxapyroxad gehört zur Gruppe der SDHI (Succinat-Dehydrogenase-Inhibitoren, FRAC-Gruppe 7). Er greift direkt in die Zellatmung der Pilze ein, indem er den Komplex II der mitochondrialen Atmungskette blockiert. Dadurch wird die Energieproduktion des Schaderregers unterbunden, was zum Wachstumsstopp der Pilzsporen und des Myzels führt. Ergänzt wird dies durch Mefentrifluconazole (Revysol), ein innovatives Isopropanol-Triazol aus der FRAC-Gruppe 3 (DMI-Fungizide). Dieser Wirkstoff inhibiert die C14-Demethylase bei der Sterol-Biosynthese der Pilze. Durch die einzigartige molekulare Flexibilität bindet Mefentrifluconazole extrem stark an das Zielenzym, selbst bei mutierten Pilzstämmen. Zusammen bieten beide Wirkstoffe sowohl eine vorbeugende (protektive) als auch eine heilende (kurative) Wirkung, da sie sich optimal in der Pflanze verteilen und translokal transportiert werden.

Resistenzmanagement

Um die langfristige Wirksamkeit dieses Pflanzenschutzmittels zu sichern, ist ein konsequentes Antiresistenzmanagement unerlässlich. Da Alonty zwei unterschiedliche Wirkstoffklassen (FRAC-Gruppen 7 und 3) kombiniert, ist das inhärente Resistenzrisiko bereits minimiert. Dennoch solltest du das Produkt im Rahmen einer Spritzfolge abwechselnd mit Fungiziden einsetzen, die andere Wirkmechanismen aufweisen. Vermeide aufeinanderfolgende Behandlungen mit SDHI- oder Triazol-haltigen Produkten in derselben Saison und halte dich strikt an die empfohlenen Aufwandmengen, um die Selektion resistenter Schaderreger-Biotypen zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Alonty weist eine hervorragende physikalische und chemische Mischbarkeit mit vielen gängigen Pflanzenschutzmitteln, Wachstumsreglern und Blattdüngern auf. Bei der Erstellung von Tankmischungen empfiehlt es sich, die Spritze zunächst zu zwei Dritteln mit Wasser zu füllen, Alonty unter ständigem Rühren als erste Komponente beizugeben und nach vollständiger Verteilung die weiteren Mischpartner hinzuzufügen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität (idealerweise pH-neutral bis leicht sauer) und vermeide extreme Spritzfenster bei starker Sonneneinstrahlung oder Frostgefahr, um die Kulturverträglichkeit zu maximieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Alonty steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt an erster Stelle. Trage bei der Handhabung und Ausbringung stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Handschuhen und Augenschutz. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern grundsätzlich auf eine Anwendung in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, verzichten oder die Behandlung in die späten Abendstunden verlegen. Um aquatische Organismen und Bodenlebewesen zu schonen, sind Abdriften auf angrenzende Gewässer und Saumstrukturen durch den Einsatz abdriftmindernder Düsentechnik konsequent zu vermeiden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
FutterrübeEchter Mehltau (Erysiphe betae)39–491 LITER_PER_HECTARE28T
ZuckerrübeEchter Mehltau (Erysiphe betae)39–491 LITER_PER_HECTARE28T
FutterrübeRübenrost (Uromyces betae)39–491 LITER_PER_HECTARE28T
ZuckerrübeRübenrost (Uromyces betae)39–491 LITER_PER_HECTARE28T
FutterrübeRamularia-Blattflecken (Ramularia beticola)39–491 LITER_PER_HECTARE28T
ZuckerrübeRamularia-Blattflecken (Ramularia beticola)39–491 LITER_PER_HECTARE28T
FutterrübeCercospora beticola39–491 LITER_PER_HECTARE28T
ZuckerrübeCercospora beticola39–491 LITER_PER_HECTARE28T
TriticaleEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleGelbrost (Puccinia striiformis)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleBraunrost (Puccinia recondita)30–691.5 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleSeptoria-Arten (Septoria spp.)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenBraunrost (Puccinia recondita)30–691.5 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenRhynchosporium secalis30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
GersteZwergrost (Puccinia hordei)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
GersteSprenkelkrankheit (Ramularia collo-cygni)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
GersteRhynchosporium secalis30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
GersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenGelbrost (Puccinia striiformis)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenBraunrost (Puccinia recondita)30–691.5 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für den Einsatz von Alonty im Getreide?

Der beste Behandlungszeitpunkt liegt meist in den BBCH-Stadien 31 bis 39 (Schossen bis Erscheinen des Fahnenblattes), um die ertragsbildenden oberen Blätter protektiv zu schützen. Bei starkem Infektionsdruck durch Rostpilze oder Septoria kann eine gezielte Behandlung bis zum Ende der Blüte (BBCH 69) erfolgen, um die Ähre abzusichern.

Wie verhält sich Alonty bei unbeständigem Wetter oder Regen kurz nach der Spritzung?

Dank der schnellen Wirkstoffaufnahme und der exzellenten Haftungseigenschaften ist Alonty bereits kurze Zeit nach der Anwendung regenfest. In der Regel reicht eine regenfreie Zeit von ein bis zwei Stunden aus, damit die Wirkstoffe vollständig in die Wachsschicht der Blätter eindringen und ihre volle Schutzwirkung entfalten können.

Kann ich Alonty auch in einer Tankmischung mit flüssigen Stickstoffdüngern (AHL) ausbringen?

Ja, eine Mischung mit moderaten Mengen an Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL) ist grundsätzlich möglich. Du solltest jedoch darauf achten, dass die Kulturpflanzen eine stabile Wachsschicht aufweisen (keine Anwendung direkt nach Frost oder starkem Regen) und die Mischung nicht bei praller Sonne ausgebracht wird, um Blattrandnekrosen zu vermeiden.

Warum ist die Kombination aus Fluxapyroxad und Mefentrifluconazole so wirksam gegen Cercospora in Rüben?

Cercospora beticola hat in vielen Regionen Resistenzen gegen ältere Triazole entwickelt. Mefentrifluconazole (Revysol) besitzt eine flexible Molekülstruktur, die auch veränderte Bindungsstellen des Pilzes blockiert. Zusammen mit dem SDHI-Wirkstoff Fluxapyroxad entsteht so ein doppelter Schutz, der auch schwer bekämpfbare Pilzstämme zuverlässig erfasst.

Wie passe ich die Aufwandmenge von Alonty an den Infektionsdruck an?

Bei niedrigem bis mittlerm Befallsdruck und vorbeugender Anwendung kannst du dich im unteren Bereich der zugelassenen Aufwandmenge bewegen. Steigt der Infektionsdruck, sind bereits Symptome sichtbar (kurativer Einsatz) oder fährst du ein langes Spritzintervall, solltest du die maximale Aufwandmenge wählen, um eine ausreichende Dauerwirkung zu gewährleisten.

Wie finde ich heraus, ob Alonty für meine spezifische Rüben- oder Getreidesorte verträglich ist?

Alonty zeichnet sich durch eine allgemein sehr gute Kulturverträglichkeit in allen registrierten Getreidearten und Rüben aus. Bei extremen Witterungsbedingungen oder sehr empfindlichen Spezialsorten empfiehlt es sich jedoch, vor der großflächigen Anwendung deinen regionalen BASF-Fachberater zu kontaktieren oder Informationen im agronomy.farmable.tech-Hub zu prüfen.