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Sonstige · YOU Solutions Germany GmbH

Axcela

BVL Zul.-Nr. 007402-00

Axcela ist ein hochwirksames, modern formuliertes Schneckenköder-Präparat (Schneckenkorn) zur gezielten Bekämpfung von Nacktschnecken in einer Vielzahl landwirtschaftlicher Kulturen wie Raps, Kartoffeln, Rüben und Senf. Als gebrauchsfertiger Köder zeichnet sich das Produkt durch eine hervorragende Lockwirkung und eine hohe Regen- und Schimmelbeständigkeit aus. Dies sichert eine langanhaltende Attraktivität für die Schaderreger selbst unter feuchten, für Schnecken optimalen Witterungsbedingungen.

Die spezielle Formulierungstechnologie sorgt für eine gleichmäßige Kornverteilung und eine hohe Stabilität der Köderpellets. Dadurch wird eine schnelle und zuverlässige Aufnahme durch die Nacktschnecken gewährleistet, was zu einem raschen Schutz der auflaufenden Kulturen in den kritischen frühen Entwicklungsstadien führt.

Wirkstoffe

Metaldehyd
30 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Metaldehyd wirkt spezifisch auf den Feuchtigkeitshaushalt der Schnecken. Nach der Aufnahme des Köders stimuliert Metaldehyd die Schleimzellen im Körper der Schaderreger zu einer extremen Überproduktion von Schleim. Dieser Prozess zerstört die Membranen der Schleimdrüsen irreversibel. Die Schnecken verlieren dadurch lebenswichtige Körperflüssigkeit und sterben schließlich an schwerer Dehydratisierung (Austrocknung). Die Wirkung tritt unabhängig von der Umgebungstemperatur ein, wobei feuchte Bedingungen die Attraktivität des Köders erhöhen, während trockene Bedingungen den Austrocknungsprozess der betroffenen Schaderreger zusätzlich beschleunigen.

Resistenzmanagement

Da Metaldehyd einen rein physikalisch-chemischen Wirkungsmechanismus über die Zerstörung der Schleimzellen besitzt, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei Nacktschnecken als äußerst gering einzustufen. Dennoch solltest du im Sinne eines integrierten Pflanzenschutzes auf eine Kombination aus mechanischen Maßnahmen (wie einer sorgfältigen Bodenbearbeitung zur Zerstörung von Schneckeneiern und Rückzugsorten) und dem gezielten Wechsel mit anderen Wirkstoffklassen setzen, um den Populationsdruck nachhaltig zu senken.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei Axcela um ein festes, gebrauchsfertiges Ködergranulat handelt, das im Streuverfahren ausgebracht wird, sind klassische Tankmischungen mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln in der Spritze nicht möglich und nicht vorgesehen. Die Anwendung erfolgt separat mit geeigneten Schneckenkornstreuern oder Düngerstreuern. Achte darauf, das Produkt nicht zeitgleich mit flüssigen Behandlungen auszubringen, die die Attraktivität des Köders durch starke Geruchs- oder Geschmackskomponenten beeinträchtigen könnten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel solltest du die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung tragen, um Haut- und Augenkontakt zu vermeiden. Da es sich um einen Köder handelt, ist eine besondere Sorgfalt geboten, um die Aufnahme durch Nichtzielorganismen wie Haustiere, Igel oder Vögel zu verhindern; das Mittel muss gleichmäßig und flächig gestreut werden, sodass keine Köderhäufen entstehen. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Bienen ist eine direkte Abdrift in angrenzende Biotope oder blühende Bestände zu vermeiden, und die Anwendung sollte bevorzugt in den Abendstunden erfolgen, wenn Bienen nicht mehr aktiv fliegen, um jegliches Risiko zu minimieren.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MohnNacktschnecken0–297 KILOGRAM_PER_HECTARE
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Nacktschnecken0–297 KILOGRAM_PER_HECTARE
KartoffelNacktschnecken0–407 KILOGRAM_PER_HECTARE
RapsNacktschnecken0–297 KILOGRAM_PER_HECTARE
LeinNacktschnecken0–297 KILOGRAM_PER_HECTARE
ZuckerrübeNacktschnecken0–197 KILOGRAM_PER_HECTARE
SenfNacktschnecken0–297 KILOGRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für dich, um Axcela auszubringen?

Der optimale Anwendungszeitpunkt liegt in den Abendstunden bei feucht-warmer Witterung, da Nacktschnecken dämmerungs- und nachtaktiv sind. Sobald du erste Fraßschäden oder Schleimspuren an deinen Kulturen entdeckst, solltest du mit der Behandlung beginnen, idealerweise direkt nach der Saat oder dem Auflaufen (ab BBCH 00).

Wie kontrollierst du den Behandlungserfolg nach dem Streuen?

Da der Wirkstoff Metaldehyd zu einer schnellen Schleimabsonderung führt, ziehen sich viele Schnecken zum Sterben in den Boden oder unter Pflanzenreste zurück. Ein sichtbarer Rückgang neuer Fraßschäden an deinen Kulturen ist daher der verlässlichste Indikator für eine erfolgreiche Wirkung, anstatt nur nach verendeten Schnecken auf der Oberfläche zu suchen.

Was musst du bei der Einstellung deines Schneckenkornstreuers beachten?

Für eine optimale Wirkung ist eine gleichmäßige Verteilung der Köderpellets entscheidend. Du solltest deinen Streuer vor der Anwendung präzise auf die spezifische Korngröße und das Schüttgewicht von Axcela kalibrieren, um Fehlstellen oder gefährliche Köderanhäufungen auf dem Feld zu vermeiden.

Wie verhält sich das Produkt bei anhaltendem Regen?

Axcela verfügt über eine hochmoderne, nassgepresste Formulierung, die extrem regenstabil ist. Die Pellets zerfallen auch bei feuchter Witterung oder Niederschlägen nicht sofort, sondern quellen nur leicht auf, wodurch sie für die Schaderreger sogar noch attraktiver und leichter aufnehmbar werden.

Warum ist die Einhaltung der maximalen BBCH-Stadien (bis BBCH 40) so wichtig?

Die Begrenzung der Anwendung bis BBCH 40 stellt sicher, dass der Köder in den kritischen frühen Wachstumsphasen ausgebracht wird, in denen die Kulturen am empfindlichsten gegen Schneckenfraß sind. Zudem wird dadurch verhindert, dass Köderpartikel in den späteren Ernteorganen verbleiben, was die Qualität des Ernteguts sichert.

Wie kannst du das Risiko für Haustiere und Wildtiere bei der Anwendung minimieren?

Achte streng darauf, dass beim Befüllen des Streuers oder beim Transport nichts verschüttet wird. Sollten Köderhäufungen entstehen, musst du diese sofort entfernen. Durch eine exakte, flächige Ausbringung gemäß den Zulassungsvorgaben wird sichergestellt, dass Wildtiere wie Igel oder Vögel keine gefährlichen Mengen des Mittels aufnehmen können.