CEROK 460EC
CEROK 460EC ist ein hochwirksames, systemisches Fungizid zur Bekämpfung eines breiten Spektrums von Pilzkrankheiten in Getreidekulturen. Als emulgierbares Konzentrat (EC) formuliert, bietet das Pflanzenschutzmittel von Finchimica S.p.A. (BVL-Zulassungsnummer 00A814-60) einen zuverlässigen Schutz für wichtige Kulturen wie Weizen, Gerste, Roggen, Triticale und Hafer. Es zeichnet sich durch eine hervorragende Kombination aus vorbeugender und heilender Wirkung aus.
Die Stärke dieses Produkts liegt in der synergistischen Kombination der beiden bewährten Wirkstoffe Prothioconazol und Spiroxamin. Diese Kombination ermöglicht es, ein breites Spektrum an Schaderregern – von Rostpilzen und Blattdürren bis hin zu Echtem Mehltau und Halmbruchkrankheit – effektiv zu kontrollieren. Dadurch wird die Vitalität der Kultur gesichert und das Ertragspotenzial optimal ausgeschöpft.
Dank des flexiblen Anwendungsfensters vom Beginn des Schossens bis zum Beginn der Blüte (BBCH-Stadium 30 bis 71) kannst du das Pflanzenschutzmittel sowohl für frühe Behandlungen zur Absicherung der Halmbasis als auch für spätere Maßnahmen zum Schutz der oberen Blattetagen und Ähren einsetzen.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die biochemische Wirkung von CEROK 460EC basiert auf zwei komplementären Mechanismen, die beide in die Sterolbiosynthese der Pilzzellen eingreifen. Der Wirkstoff Prothioconazol gehört zur Gruppe der Triazolinthione (FRAC-Gruppe 3, DMI-Fungizide). Er hemmt das Enzym C14-Demethylase, was zu einer Störung der Membranintegrität des Pilzes führt und dessen weiteres Wachstum blockiert. Spiroxamin hingegen gehört zur Klasse der Spiroketalamine (FRAC-Gruppe 5, Amines). Es greift an zwei anderen Stellen der Sterolbiosynthese an, indem es die Enzyme Δ14-Reduktase und Δ8→Δ7-Isomerase hemmt. Diese duale Hemmung innerhalb desselben Stoffwechselwegs sorgt für einen schnellen 'Knock-down'-Effekt, insbesondere gegen Echten Mehltau, und verbessert gleichzeitig die Aufnahme und systemische Verteilung von Prothioconazol in der Kultur.
Resistenzmanagement
Da CEROK 460EC bereits zwei unterschiedliche Wirkstoffklassen (FRAC-Gruppe 3 und FRAC-Gruppe 5) kombiniert, bringt es ein eingebautes Resistenzmanagement mit. Um das Risiko einer Resistenzbildung bei wichtigen Schaderregern wie der Septoria-Blattdürre weiter zu minimieren, solltest du dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen einer klaren Spritzfolge einsetzen. Wechsle die Anwendungen mit Fungiziden ab, die andere Wirkmechanismen aufweisen, wie beispielsweise Carboxamide (SDHIs, FRAC-Gruppe 7) oder Strobilurine (FRAC-Gruppe 11), und halte dich stets an die empfohlene Aufwandmenge von 1,25 l/ha.
Mischbarkeit & Tankmischung
CEROK 460EC zeigt eine gute Mischbarkeit mit den meisten gängigen Herbiziden, Insektiziden und Wachstumsreglern im Getreidebau. Bei Mischungen mit Wachstumsreglern ist jedoch Vorsicht geboten, da die systemischen Eigenschaften von Spiroxamin die Aufnahme des Reglers beschleunigen und dessen Wirkung verstärken können. Passe die Aufwandmengen bei Bedarf an und führe vor der Anwendung im Zweifel immer einen kleinen Mischbarkeitstest durch. Achte auf eine ausreichende Wassermenge und vermeide Spritzungen bei extremer Hitze oder Frostgefahr.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit CEROK 460EC ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) wie Schutzhandschuhe, Schutzanzug und Augenschutz bei der Ansetzung der Spritzbrühe und der Ausbringung unerlässlich. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen solltest du Abdrift auf angrenzende Flächen unbedingt vermeiden und abdriftmindernde Düsentechnik verwenden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, gilt die allgemeine Empfehlung, Behandlungen nicht während des aktiven Bienenflugs oder auf blühenden Beständen und Unkräutern durchzuführen; weiche stattdessen auf die Abendstunden aus.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Triticale | Septoria-Blattdürre (Septoria tritici) | 37–65 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Winterhafer | Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides) | 30–32 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Winterweichweizen | DTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis), Braunrost (Puccinia recondita) | 30–71 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Sommerweichweizen | Septoria-Blattdürre (Septoria tritici), Septoria nodorum | 37–65 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Roggen | Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides) | 30–32 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Sommergerste | Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides) | 30–32 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Sommerhafer | Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Haferkronenrost (Puccinia coronata) | 30–61 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Hartweizen | Gelbrost (Puccinia striiformis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis) | 30–71 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Wintergerste | Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides) | 30–32 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Sommergerste | Fusarium-Arten | 59–61 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Winterweichweizen | Gelbrost (Puccinia striiformis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis) | 30–71 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Winterweichweizen | Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides) | 30–32 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Roggen | Septoria-Blattdürre (Septoria tritici), Septoria nodorum | 37–65 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Winterhafer | Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Haferkronenrost (Puccinia coronata) | 30–61 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Winterweichweizen | Fusarium-Arten | 59–69 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Sommerweichweizen | Gelbrost (Puccinia striiformis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis) | 30–71 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Hartweizen | DTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis), Braunrost (Puccinia recondita) | 30–71 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Sommergerste | Gelbrost (Puccinia striiformis), Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres), Echter Mehltau (Erysiphe graminis) | 30–61 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Wintergerste | Gelbrost (Puccinia striiformis), Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres), Echter Mehltau (Erysiphe graminis) | 30–61 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Roggen | Fusarium-Arten | 59–69 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Roggen | Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Braunrost (Puccinia recondita), Rhynchosporium secalis | 30–71 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Hartweizen | Fusarium-Arten | 59–69 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Triticale | Fusarium-Arten | 59–69 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Triticale | Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides) | 30–32 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Hartweizen | Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides) | 30–32 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Sommerweichweizen | Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides) | 30–32 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Wintergerste | Fusarium-Arten | 59–61 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Hartweizen | Septoria-Blattdürre (Septoria tritici), Septoria nodorum | 37–65 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Sommerhafer | Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides) | 30–32 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Sommerweichweizen | DTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis), Braunrost (Puccinia recondita) | 30–71 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Sommerweichweizen | Fusarium-Arten | 59–69 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Triticale | Gelbrost (Puccinia striiformis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Braunrost (Puccinia recondita) | 30–71 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Winterweichweizen | Septoria-Blattdürre (Septoria tritici), Septoria nodorum | 37–65 | 1.25 LITER_PER_HECTARE | 42T |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Behandlung gegen Halmbruchkrankheit mit CEROK 460EC?
Für eine effektive Bekämpfung der Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides) solltest du die Behandlung frühzeitig im Frühjahr ansetzen, idealerweise zu Beginn des Schossens (BBCH-Stadium 30 bis 32). Zu diesem Zeitpunkt kann das Pflanzenschutzmittel die Ausbreitung des Pilzes an der Halmbasis am besten stoppen, bevor die Standfestigkeit deiner Kultur gefährdet wird.
Wie unterstützt die Kombination aus Prothioconazol und Spiroxamin dein Resistenzmanagement?
Durch die Kombination zweier unterschiedlicher Wirkmechanismen (FRAC-Gruppe 3 und 5) greift das Produkt die Biosynthese der Pilzzellmembran an zwei verschiedenen Stellen an. Dies erschwert es den Schaderregern erheblich, Resistenzen zu entwickeln. Um diesen Schutz langfristig zu erhalten, solltest du CEROK 460EC im Wechsel mit anderen Wirkstoffklassen wie SDHIs (FRAC-Gruppe 7) einsetzen.
Kannst du CEROK 460EC mit einem Wachstumsregler mischen?
Ja, eine Tankmischung mit gängigen Wachstumsreglern ist in der Regel möglich. Beachte jedoch, dass die Kombination die Wirkung des Wachstumsreglers verstärken kann. Passe die Aufwandmenge des Wachstumsreglers daher an die Witterung und den Zustand deiner Kultur an und vermeide Anwendungen bei extremen Temperaturen oder hoher Einstrahlung.
Warum ist die Wartezeit von 42 Tagen so wichtig und wie planst du sie ein?
Die gesetzliche Wartezeit von 42 Tagen stellt sicher, dass bis zur Ernte alle Wirkstoffrückstände im Erntegut unter den zulässigen Grenzwerten liegen. Da du CEROK 460EC bis zum Beginn der Blüte (BBCH-Stadium 71) anwenden kannst, musst du bei späten Behandlungen den voraussichtlichen Erntetermin genau im Blick behalten, um diesen Zeitraum sicher einzuhalten.
Wie verhältst du dich bei der Anwendung im Hinblick auf den Bienenschutz, wenn keine feste Einstufung angegeben ist?
Auch ohne explizite Einstufung solltest du stets bienenschonend handeln. Vermeide Spritzungen auf blühende Kulturen oder blühende Unkräuter, wenn Bienen aktiv fliegen. Verlege die Anwendung am besten in die späten Abendstunden nach dem täglichen Bienenflug, um das Risiko für Bestäuber und andere Nützlinge zu minimieren.
Welche Rolle spielt die Wassermenge bei der Ausbringung von CEROK 460EC?
Für eine optimale Wirkung ist eine vollständige und gleichmäßige Benetzung der Blätter und Halme entscheidend. Verwende daher eine Wassermenge von mindestens 200 bis 400 Litern pro Hektar, besonders bei dichten Beständen. Dies stellt sicher, dass die systemischen Wirkstoffe optimal aufgenommen und in der Kultur verteilt werden.