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Sonstige · BASF Agricultural Solutions Deutschland

Diadem

BVL Zul.-Nr. 00A282-60

Diadem ist ein hochmodernes, breit wirksames Fungizid von BASF, das speziell für den anspruchsvollen Schutz von Getreide- und Rübenkulturen entwickelt wurde. Als flüssige Formulierung kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel zwei innovative Wirkstoffe, um ein breites Spektrum an wirtschaftlich bedeutenden Pilzkrankheiten effektiv zu kontrollieren. Es sichert nicht nur die Ertragsleistung, sondern fördert auch die Vitalität der Kulturen in kritischen Wachstumsphasen.

In Getreide wie Weizen, Gerste, Roggen und Triticale bietet Diadem einen exzellenten Schutz gegen ertragsmindernde Schaderreger wie Septoria-Blattdürre, Netzflecken, Rhynchosporium sowie verschiedene Rost- und Mehltaupilze. Auch in Rübenkulturen (Zucker- und Futterrüben) zeigt das Produkt eine herausragende Wirkung gegen die Hauptblattkrankheiten wie Cercospora beticola, Ramularia-Blattflecken und Rübenrost, was einen vorzeitigen Abbau des Blattapparates verhindert.

Durch die ausgewogene Kombination der Wirkstoffe profitierst du von einer schnellen Anfangswirkung gepaart mit einer außergewöhnlich langen Dauerwirkung. Dies macht Diadem zu einem verlässlichen Baustein in modernen, auf Ertragssicherung ausgerichteten Spritzfolgen.

Wirkstoffe

Fluxapyroxad
50 g/L · Wirkstoff
Mefentrifluconazole
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die hervorragende Wirkung von Diadem basiert auf dem synergetischen Zusammenspiel zweier unterschiedlicher biochemischer Wirkmechanismen. Der enthaltene Wirkstoff Fluxapyroxad gehört zur Wirkstoffgruppe der SDHI (Succinat-Dehydrogenase-Inhibitoren, FRAC-Gruppe 7). Er greift direkt in den Komplex II der Atmungskette in den Mitochondrien der Pilzzellen ein. Dadurch wird die Energieversorgung des Schaderregers unterbrochen, was die Sporenkeimung, das Keimschlauchwachstum und die Myzelbildung effektiv stoppt. Der zweite Wirkstoff, Mefentrifluconazole, ist ein moderner Vertreter aus der Gruppe der Triazole (DMI-Fungizide, FRAC-Gruppe 3). Er hemmt die C14-Demethylase bei der Sterol-Biosynthese, was zu einer Störung der Membranintegrität des Pilzes führt. Dank seiner einzigartigen molekularen Flexibilität bindet Mefentrifluconazole extrem stark an das Zielenzym des Pilzes – selbst wenn bereits erste Mutationen beim Schaderreger vorliegen. Dies sichert eine außergewöhnlich hohe und langlebige kurative sowie präventive Leistung im Feld.

Resistenzmanagement

Um die hohe Wirksamkeit dieses Pflanzenschutzmittels langfristig zu erhalten, musst du ein konsequentes Resistenzmanagement betreiben. Da Diadem bereits zwei Wirkstoffe aus unterschiedlichen FRAC-Gruppen (7 und 3) kombiniert, ist das Risiko einer Resistenzselektion von Natur aus reduziert. Dennoch solltest du die maximale Anzahl der Anwendungen pro Saison strikt einhalten und Diadem im Wechsel mit Fungiziden einsetzen, die andere Wirkmechanismen aufweisen (wie z. B. Kontaktfungizide oder Multisite-Inhibitoren), um den Selektionsdruck auf Schaderreger wie Cercospora beticola oder Septoria tritici zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Diadem zeichnet sich durch eine hervorragende physikalische und biologische Mischbarkeit mit den gängigsten Herbiziden, Insektiziden, Wachstumsreglern und Blattdüngern aus. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen. Achte auf eine ausreichende Wassermenge (mindestens 150 bis 300 l/ha) und vermeide Mischungen unter extremen Witterungsbedingungen wie starker Sonneneinstrahlung oder Frostgefahr, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Diadem ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, bei der Ansetzung der Spritzbrühe und der Anwendung obligatorisch. Zum Schutz von Bestäubern und anderen nützlichen Insekten solltest du grundsätzlich auf Anwendungen in blühende Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind, verzichten und Behandlungen bevorzugt in die Abendstunden verlegen. Um aquatische Organismen und Bodenlebewesen zu schonen, sind Abdriften auf angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen durch den konsequenten Einsatz abdriftmindernder Technik strikt zu vermeiden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
FutterrübeEchter Mehltau (Erysiphe betae)39–491 LITER_PER_HECTARE28T
ZuckerrübeEchter Mehltau (Erysiphe betae)39–491 LITER_PER_HECTARE28T
FutterrübeRübenrost (Uromyces betae)39–491 LITER_PER_HECTARE28T
ZuckerrübeRübenrost (Uromyces betae)39–491 LITER_PER_HECTARE28T
FutterrübeRamularia-Blattflecken (Ramularia beticola)39–491 LITER_PER_HECTARE28T
ZuckerrübeRamularia-Blattflecken (Ramularia beticola)39–491 LITER_PER_HECTARE28T
FutterrübeCercospora beticola39–491 LITER_PER_HECTARE28T
ZuckerrübeCercospora beticola39–491 LITER_PER_HECTARE28T
TriticaleEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleGelbrost (Puccinia striiformis)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleBraunrost (Puccinia recondita)30–691.5 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleSeptoria-Arten (Septoria spp.)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenBraunrost (Puccinia recondita)30–691.5 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenRhynchosporium secalis30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
GersteZwergrost (Puccinia hordei)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
GersteSprenkelkrankheit (Ramularia collo-cygni)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
GersteRhynchosporium secalis30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
GersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenGelbrost (Puccinia striiformis)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenBraunrost (Puccinia recondita)30–691.5 LITER_PER_HECTARE35T
WeizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–611.5 LITER_PER_HECTARE35T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Diadem im Getreide?

Der optimale Anwendungszeitraum im Getreide liegt in den BBCH-Stadien 30 bis 69. Um die beste Wirkung zu erzielen, solltest du Diadem präventiv bei erster Infektionsgefahr oder direkt bei Sichtbarwerden der ersten Symptome einsetzen. Dies schützt die ertragsbestimmenden oberen Blätter und die Ähre optimal.

Wie verhält sich Diadem bei unbeständigem Wetter oder Regen kurz nach der Spritzung?

Dank der schnellen Wirkstoffaufnahme von Fluxapyroxad und Mefentrifluconazole ist Diadem bereits kurze Zeit nach der Anwendung regenfest. In der Regel reicht eine abgetrocknete Spritzbrühe (ca. 1 bis 2 Stunden ohne Niederschlag) aus, damit die Wirkstoffe sicher im Blattgewebe fixiert sind und ihre volle Schutzwirkung entfalten können.

Warum ist der Wirkstoff Mefentrifluconazole in Diadem so besonders für das Resistenzmanagement?

Mefentrifluconazole ist ein hochflexibles Isopropanol-Triazol. Seine molekulare Struktur kann sich an veränderte Bindungsstellen des Pilzenzyms anpassen. Dadurch wirkt es auch gegen Pilzstämme, die gegen ältere Triazole bereits eine verminderte Sensitivität zeigen, was dir eine extrem hohe Anwendungssicherheit bietet.

Kann ich Diadem auch in Futterrüben anwenden und worauf muss ich bei der Wartezeit achten?

Ja, Diadem ist sowohl für Zucker- als auch für Futterrüben zugelassen. Du musst jedoch unbedingt die vorgeschriebene Wartezeit (PHI) einhalten, die je nach Kultur und Zulassungsbestimmung zwischen 28 und 35 Tagen liegt, bevor die Rüben geerntet oder verfüttert werden dürfen.

Wie finde ich heraus, ob Diadem für eine bestimmte Mischung mit einem Wachstumsregler geeignet ist?

Du kannst die offizielle Mischbarkeitstabelle des Herstellers konsultieren oder dich direkt an deinen pflanzenbaulichen Berater wenden. Generell gilt: Mische Diadem immer zuerst in den mit Wasser gefüllten Tank ein, bevor du den Wachstumsregler hinzufügst, und halte die Rührwerke während des gesamten Vorgangs aktiv.

Welche Schaderreger werden in Rübenkulturen durch Diadem am besten erfasst?

In Rübenkulturen bietet Diadem eine herausragende Wirkung gegen Cercospora beticola (Blattfleckenkrankheit), Ramularia beticola, Rübenrost und Echten Mehltau. Durch den kombinierten Schutz verhinderst du einen vorzeitigen Blattapparat-Verlust und sicherst den Zuckerertrag deiner Kulturen.