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OTHER · Corteva Agriscience Germany GmbH

DUANTI

BVL Zul.-Nr. 006396-61

DUANTI von Corteva Agriscience ist ein hochwirksames, systemisches Herbizid zur Bekämpfung eines breiten Spektrums einjähriger und mehrjähriger zweikeimblättriger Unkräuter in Getreidekulturen (wie Winter- und Sommerweichweizen, Winter- und Sommergerste, Hafer, Winterroggen und Wintertriticale) sowie im Grassamenbau und auf Grünlandflächen. Als flüssige Formulierung kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel drei bewährte Wuchsstoff-Wirkstoffe, um eine schnelle und nachhaltige Wirkung gegen schwer bekämpfbare Schaderreger im Nachauflauf zu gewährleisten.

Die besondere Stärke von DUANTI liegt in der synergistischen Kombination von Clopyralid, Fluroxypyr und MCPA. Diese Wirkstoffkombination ermöglicht eine hervorragende Erfassung von Problemunkräutern wie der Acker-Kratzdistel, verschiedenen Knöterich-Arten und Kamille-Arten. Durch die systemische Verteilung im Saftstrom der Unkräuter werden selbst tief wurzelnde Schaderreger bis in die Wurzelspitzen hinein nachhaltig bekämpft, was einen Wiederaustrieb effektiv verhindert.

Wirkstoffe

Clopyralid
20 g/L · Wirkstoff
Fluroxypyr
57.64 g/L · Wirkstoff
MCPA
200 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die biochemische Wirkung von DUANTI basiert auf der gezielten Störung des hormonellen Gleichgewichts der Zielpflanzen. Alle drei enthaltenen Wirkstoffe – Clopyralid, Fluroxypyr und MCPA – gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine / Wuchsstoffe). Sie imitieren das pflanzeneigene Phytohormon Indol-3-essigsäure (Auxin), was zu einer unkontrollierten Zellteilung und einem übermäßigen, asymmetrischen Streckungswachstum in den empfindlichen zweikeimblättrigen Unkräutern führt. Nach der Aufnahme über die Blätter und teilweise über die Wurzeln werden die Wirkstoffe systemisch akropetal und basipetal in der Kultur und den Unkräutern transportiert. Dies führt rasch zu den typischen Wuchsstoff-Symptomen wie epinastischen Krümmungen an Stängeln und Blättern, Welken und schließlich zum vollständigen Absterben des Schaderregers. Durch die Kombination dreier unterschiedlicher Auxin-Derivate wird eine besonders schnelle und gründliche Wirkung erzielt.

Resistenzmanagement

Da alle drei Wirkstoffe in DUANTI der HRAC-Gruppe 4 angehören, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei sachgerechter Anwendung als gering bis mäßig einzustufen. Um die langfristige Wirksamkeit dieser Wirkstoffklasse zu sichern, sollte DUANTI im Rahmen eines integrierten Unkrautmanagements im Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen (wie beispielsweise ALS-Inhibitoren der HRAC-Gruppe 2) eingesetzt werden. Zudem empfiehlt es sich, mechanische Regulierungsmaßnahmen in die Bewirtschaftung einzubinden und eine ausgewogene Fruchtfolge einzuhalten.

Mischbarkeit & Tankmischung

DUANTI zeigt sich in der Praxis als hervorragend mischbar mit gängigen Fungiziden, Insektiziden und flüssigen Blattdüngern, die für den Einsatz in den registrierten Kulturen zugelassen sind. Bei Mischungen mit Gräserherbiziden sollte vorab die Verträglichkeit geprüft werden, um antagonistische Effekte zu vermeiden. Für eine optimale Benetzung und Wirkstoffaufnahme empfiehlt sich die Anwendung bei wüchsigem Wetter mit ausreichender Luftfeuchtigkeit und Wassermengen von 200 bis 400 l/ha. Extrem hartes Wasser oder sehr niedrige Wassertemperaturen können die physikalische Stabilität der Spritzbrühe beeinflussen, weshalb ein zügiges Ausbringen nach dem Ansetzen ratsam ist.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit DUANTI sind die gesetzlich vorgeschriebenen PSA-Maßnahmen (Schutzanzug, Schutzhandschuhe und Augenschutz beim Ansetzen und Ausbringen) strikt einzuhalten. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielpflanzen sind die in der Zulassung festgelegten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen, einschließlich des Einsatzes abdriftmindernder Düsen, genau zu beachten. Das Pflanzenschutzmittel ist als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zur Schonung von Bestäubern nicht direkt in blühende Bestände oder auf von Bienen beflogene Unkräuter appliziert werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Langährige QueckeKnöterich-Arten, Acker-Kratzdistel, Kamille-Arten4 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter4 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter4 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleAcker-Kratzdistel4 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter4 LITER_PER_HECTARE
WintergersteAcker-Kratzdistel4 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenAcker-Kratzdistel4 LITER_PER_HECTARE
SommergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenAcker-Kratzdistel4 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenAcker-Kratzdistel3 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferAcker-Kratzdistel3 LITER_PER_HECTARE
SommergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter4 LITER_PER_HECTARE
SommergersteAcker-Kratzdistel3 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für DUANTI gegen die Acker-Kratzdistel?

Die beste Wirkung gegen die Acker-Kratzdistel wird erzielt, wenn sich die Disteln im aktiven Wachstum befinden und eine Rosettenhöhe von etwa 15 bis 20 cm erreicht haben, jedoch noch vor dem Schossen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Saftstrom in die Wurzeln besonders stark, was den Transport der systemischen Wirkstoffe bis in die Wurzelstrukturen maximiert.

Welche Witterungsbedingungen begünstigen die Wirkung von DUANTI?

Da DUANTI als Wuchsstoff-Herbizid auf ein aktives Pflanzenwachstum angewiesen ist, sind milde, wüchsige Temperaturen (optimal zwischen 12 °C und 20 °C) und eine ausreichende Luftfeuchtigkeit ideal. Bei Frostgefahr, extremer Trockenheit oder Temperaturen über 25 °C sollte von einer Behandlung abgesehen werden, da die Unkräuter dann ihren Stoffwechsel verlangsamen und die Kultur geschädigt werden könnte.

Wie lange ist die Regenfestigkeit nach der Applikation von DUANTI?

DUANTI benötigt eine gewisse Zeit, um vollständig von den Blättern der Schaderreger aufgenommen zu werden. In der Regel ist das Pflanzenschutzmittel etwa 2 bis 3 Stunden nach der Anwendung regenfest. Ein Niederschlag nach diesem Zeitraum beeinträchtigt die Herbizidwirkung nicht mehr maßgeblich.

Kann DUANTI auch in Untersaaten oder im Gemenge mit Klee angewendet werden?

Nein, aufgrund der enthaltenen Wirkstoffe Clopyralid, Fluroxypyr und MCPA ist DUANTI extrem unverträglich gegenüber Leguminosen wie Klee oder Luzerne. Eine Anwendung in Getreidebeständen mit Klee-Untersaaten oder in Kleegrasgemengen führt zu schweren Schäden an den Leguminosen und sollte daher strikt vermieden werden.

Was muss beim Nachbau von Folgekulturen nach dem Einsatz von DUANTI beachtet werden?

Der Wirkstoff Clopyralid baut sich im Boden hauptsächlich mikrobiell ab. Um Schäden an empfindlichen Nachfolgekulturen (wie Leguminosen, Kartoffeln, Rüben oder Gemüse) zu vermeiden, sollte zwischen der Anwendung von DUANTI und dem Umbruch bzw. der Neuaussaat dieser Kulturen ein ausreichender Zeitraum liegen und der Boden vor der Aussaat tiefgründig gelockert oder gepflügt werden.