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Sonstige · Syngenta Agro GmbH

GEOXE

BVL Zul.-Nr. 007606-00

GEOXE ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel von Syngenta, das als modernes Fungizid speziell für den Schutz von wertvollen Kulturen wie Kernobst (Apfel, Birne) und verschiedenen Fruchtgemüse-Arten im Gewächshaus sowie im Freiland entwickelt wurde. Formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG) mit dem bewährten Wirkstoff Fludioxonil, bietet das Produkt einen hervorragenden Schutz gegen wirtschaftlich bedeutende Schaderreger wie Botrytis cinerea (Grauschimmel) sowie wichtige Lagerfäulen wie Gloeosporium- und Penicillium-Arten.

Durch seine hervorragende Haftung auf der Pflanzenoberfläche und die hohe Regenbeständigkeit sichert GEOXE die Qualität der Ernteprodukte sowohl in der späten Wachstumsphase als auch während der anschließenden Lagerung. Es ist ein unverzichtbarer Baustein im modernen integrierten Pflanzenschutz, um Ernteverluste durch Fäulniserreger effektiv zu minimieren.

Wirkstoffe

Fludioxonil
500 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in GEOXE enthaltene Wirkstoff Fludioxonil gehört zur chemischen Klasse der Phenylpyrrole und ist in die FRAC-Gruppe 12 eingeordnet. Die Wirkung basiert auf der Hemmung der osmotischen Signaltransduktion im Pilz (speziell der MAP-Kinase). Dies führt zu einer schnellen Störung des Glycerintransports und letztlich zum Platzen der Pilzzellen. Fludioxonil wirkt primär protektiv. Es verhindert hocheffizient die Keimung der Sporen, das Keimschlauchwachstum sowie das Eindringen des Myzels in das Pflanzengewebe. Da der Wirkstoff stark an die Wachsschicht der behandelten Pflanzenteile bindet, bildet er einen langanhaltenden Schutzfilm, der auch unter wechselnden Witterungsbedingungen stabil bleibt.

Resistenzmanagement

Um das Risiko einer Resistenzbildung gegen den Wirkstoff Fludioxonil (FRAC-Gruppe 12) zu minimieren, solltest du GEOXE stets im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen einsetzen, die einen unterschiedlichen Wirkungsmechanismus aufweisen. Halte dich strikt an die maximal empfohlene Anzahl an Anwendungen pro Saison und vermeide Solo-Behandlungen bei hohem Befallsdruck, um die Selektion resistenter Stämme von Botrytis cinerea oder Lagerfäulen nachhaltig zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

GEOXE zeigt im Allgemeinen eine sehr gute physikalische und biologische Verträglichkeit mit gängigen Pflanzenschutzmitteln und Blattdüngern. Bei geplanten Tankmischungen empfiehlt es sich jedoch, vorab eine kleine Mischprobe auf physikalische Kompatibilität durchzuführen. Achte darauf, das Granulat im Spritztank unter ständigem Rühren vollständig aufzulösen, bevor du weitere Mischungspartner hinzugibst. Die Anwendung sollte vorzugsweise bei abgetrockneten Beständen und moderaten Temperaturen erfolgen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit GEOXE ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, zu tragen, um direkten Anwenderkontakt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Zulassungsumfang vorgegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern das Mittel grundsätzlich nicht auf blühende Kulturen oder an Orten ausbringen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; weiche hierzu auf die späten Abendstunden aus. Vermeide zudem jegliche Abdrift in angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen, um aquatische Organismen und die lokale Biodiversität zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
TomateBotrytis cinerea67–890.5 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
ZucchiniBotrytis cinerea61–790.5 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
ZierpflanzenBotrytis cinerea17–690.45 KILOGRAM_PER_HECTARE
ZierpflanzenBotrytis cinerea17–670.45 KILOGRAM_PER_HECTARE
BirnePenicillium, Gloeosporium, Botrytis cinerea85–890.15 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
frische KräuterBotrytis cinerea0.3 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Botrytis cinerea56–890.5 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
ApfelPenicillium, Gloeosporium, Botrytis cinerea85–890.15 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
frische KräuterBotrytis cinerea0.3 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
GurkeBotrytis cinerea61–790.5 KILOGRAM_PER_HECTARE3T

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Behandlung mit GEOXE im Kernobst?

Um deine Äpfel und Birnen optimal vor Lagerfäulen wie Gloeosporium oder Penicillium zu schützen, solltest du die Behandlungen in der späten Reifephase (BBCH-Stadien 77 bis 89) einplanen. Achte dabei unbedingt auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Wartezeit vor der Ernte, um einen lückenlosen Schutz im Lager zu gewährleisten.

Wie wirkt GEOXE auf der Pflanze und warum ist es so regenfest?

Der Wirkstoff Fludioxonil lagert sich fest in die kutikuläre Wachsschicht der Früchte und Blätter ein. Dadurch bildet sich ein extrem regenstabiler Schutzfilm, der nicht so leicht abgewaschen wird. Das schützt deine Kulturen auch bei feuchter Witterung kurz vor der Ernte zuverlässig vor dem Keimen von Pilzsporen.

Kann ich GEOXE auch im Gewächshaus bei Fruchtgemüse einsetzen?

Ja, GEOXE ist für verschiedene Fruchtgemüse-Kulturen wie Tomaten, Gurken, Paprika und Zucchini zugelassen. Gerade unter den feucht-warmen Bedingungen im Gewächshaus, die Botrytis cinerea begünstigen, bietet das Produkt einen hervorragenden Schutz. Beachte dabei die spezifischen Aufwandmengen und die Wartezeit von 3 bis 7 Tagen je nach Kultur.

Welche Rolle spielt GEOXE im Antiresistenzmanagement?

Da Fludioxonil zur FRAC-Gruppe 12 gehört, besitzt es einen spezifischen Wirkungsmechanismus auf die osmotische Signalübertragung. Um Resistenzen vorzubeugen, solltest du GEOXE im Block oder im Wechsel mit Fungiziden anderer Wirkstoffklassen kombinieren und die maximale Anzahl an Anwendungen pro Jahr nicht überschreiten.

Wie finde ich heraus, ob GEOXE für meine spezielle Kultur zugelassen ist?

Du kannst die genauen Zulassungsdetails und zugelassenen Kulturen (wie Kernobst oder Fruchtgemüse) direkt hier auf agronomy.farmable.tech in der Produktübersicht einsehen. Nutze die Filterfunktionen im Hub, um gezielt nach registrierten Pflanzenschutzmitteln für deine spezifische Kultur und den jeweiligen Schaderreger zu suchen.