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Sonstige · Detia Freyberg GmbH

Giftweizen ArvaStop

BVL Zul.-Nr. 007851-60

Giftweizen ArvaStop von Detia Freyberg GmbH ist ein hochwirksames, gebrauchsfertiges Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von Feldmäusen. Als bewährter Fraßköder auf Getreidebasis ist das Produkt speziell für den Einsatz in verschiedenen landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen und gärtnerischen Kulturen sowie im Weinbau formuliert. Es dient der schnellen und effektiven Dezimierung von Feldmauspopulationen, um gravierende Fraßschäden an Wurzeln, Trieben und Kulturen zu verhindern.

Die Formulierung als imprägnierter Giftweizen sorgt für eine hervorragende Attraktivität und schnelle Aufnahme durch die Schaderreger. Durch die gezielte Ausbringung – meist verdeckt direkt in die Nagelöcher – wird eine hohe Wirksamkeit bei gleichzeitig maximaler Schonung von Nichtzielorganismen erreicht. Das Produkt hat sich als verlässlicher Baustein im integrierten Pflanzenschutz etabliert, besonders in Jahren mit starkem Massenwechsel.

Wirkstoffe

Zinkphosphid
25 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Zinkphosphid entfaltet seine Wirkung nach der Aufnahme im Magen der Nagetiere. Durch den Kontakt mit der dort vorhandenen Magensäure wird der hochtoxische Phosphorwasserstoff (Monophosphan) freigesetzt. Dieses Gas dringt rasch in die Blutbahn ein und blockiert die Zellatmung, indem es die Cytochrom-c-Oxidase in den Mitochondrien hemmt. Dies führt zu einem schnellen Zusammenbruch des Energiehaushalts der Zelle und letztlich zum Tod des Schaderregers innerhalb weniger Stunden. Da der Wirkungsmechanismus auf einer chemischen Reaktion im Magen basiert und lebenswichtige, universelle Stoffwechselprozesse blockiert, wirkt Zinkphosphid extrem schnell und zuverlässig. Ein entscheidender Vorteil ist, dass der Wirkstoff im Körper des Tieres vollständig abgebaut wird, wodurch das Risiko von Sekundärvergiftungen für Beutegreifer (wie Greifvögel oder Füchse), die verendete Mäuse fressen, minimiert wird.

Resistenzmanagement

Aufgrund des rein chemisch-physikalischen Wirkungsmechanismus von Zinkphosphid ist eine physiologische Resistenzbildung bei Feldmäusen äußerst unwahrscheinlich. Das primäre Risiko im Feldmanagement ist jedoch die sogenannte Köderscheu. Wenn Feldmäuse eine subletale (nicht tödliche) Dosis aufnehmen und die Vergiftungssymptome überleben, meiden sie den Köder künftig. Um dies zu verhindern, musst du auf eine lückenlose und fachgerechte Ausbringung der empfohlenen Aufwandmenge achten. Zudem empfiehlt es sich, vor der Anwendung alternative Nahrungsquellen durch mechanische Bodenbearbeitung oder Kurzhalten der Vegetation zu reduzieren, um die Attraktivität des Köders zu maximieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei Giftweizen ArvaStop um einen festen Köder zur verdeckten Ausbringung handelt, ist eine Tankmischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern technisch weder vorgesehen noch möglich. Der Köder muss absolut trocken ausgebracht werden, da Feuchtigkeit den Wirkstoff vorzeitig zersetzen und die Attraktivität des Weizens stark mindern kann. Achte darauf, das Produkt nicht bei starkem Regen oder auf extrem nassen Böden anzuwenden. Die Kombination mit anderen mechanischen oder biologischen Maßnahmen im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes sollte zeitlich versetzt erfolgen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Giftweizen ArvaStop steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt an oberster Stelle. Trage bei der Ausbringung stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung, insbesondere Schutzhandschuhe, um direkten Hautkontakt mit dem Wirkstoff zu vermeiden. Da keine spezifische Bienen-Gefahrenklasse im Zulassungsfokus steht, ist dennoch allgemeine Vorsicht geboten: Bringe den Köder so aus, dass er für Vögel und Wildtiere unzugänglich ist – idealerweise verdeckt direkt in die Mäuselöcher. Vermeide Anwendungen auf offenen Flächen, um das Risiko für Nichtzielorganismen zu minimieren, und achte darauf, dass keine Köder an der Oberfläche zurückbleiben.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
AckerbaukulturenFeldmaus2 KILOGRAM_PER_HECTARE
GemüsekulturenFeldmaus2 KILOGRAM_PER_HECTARE
ZierpflanzenFeldmaus2 KILOGRAM_PER_HECTARE
ObstkulturenFeldmaus2 KILOGRAM_PER_HECTARE
ZierpflanzenFeldmaus2 KILOGRAM_PER_HECTARE
WeinrebeFeldmaus2 KILOGRAM_PER_HECTARE
ForstpflanzenFeldmaus2 KILOGRAM_PER_HECTARE
ForstpflanzenFeldmaus2 KILOGRAM_PER_HECTARE
Wiesen, WeidenFeldmaus2 KILOGRAM_PER_HECTARE
ObstkulturenFeldmaus2 KILOGRAM_PER_HECTARE
WeinrebeFeldmaus2 KILOGRAM_PER_HECTARE
Wiesen, WeidenFeldmaus2 KILOGRAM_PER_HECTARE
AckerbaukulturenFeldmaus2 KILOGRAM_PER_HECTARE
GemüsekulturenFeldmaus2 KILOGRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie erkennst du den optimalen Zeitpunkt für den Einsatz von Giftweizen ArvaStop?

Der beste Zeitpunkt ist im Spätherbst oder im zeitigen Frühjahr, wenn das natürliche Nahrungsangebot auf den Flächen knapp ist. Zu dieser Zeit ist die Attraktivität des Getreideköders für die Feldmäuse am höchsten. Führe vorab den sogenannten Lochtretversuch durch, um die aktuelle Aktivität der Population zu ermitteln.

Warum ist die verdeckte Ausbringung des Köders so wichtig?

Die verdeckte Ausbringung direkt in die Mäuselöcher schützt Vögel, Haustiere und anderes Wild vor einer versehentlichen Aufnahme des Giftweizens. Zudem bleibt der Köder im Bau vor Regen geschützt, was seine Attraktivität und Wirksamkeit über einen längeren Zeitraum erhält. Offen liegende Köder sind gesetzlich verboten.

Was musst du tun, wenn es kurz nach der Anwendung stark regnet?

Starker Regen kann den Wirkstoff Zinkphosphid im Boden vorzeitig zersetzen, wodurch die Köder ihre Wirkung verlieren. Kontrolliere die behandelten Löcher nach einer Regenperiode. Wenn du weiterhin frische Wühltätigkeit feststellst, solltest du die Behandlung bei trockener Witterung wiederholen.

Wie verhinderst du, dass Feldmäuse köderscheu werden?

Köderscheu entsteht, wenn Mäuse zu wenig Wirkstoff aufnehmen, die Vergiftung überleben und den Köder danach meiden. Verwende daher immer die volle empfohlene Aufwandmenge pro Loch und streue den Köder nicht breitflächig aus. Sorge zudem dafür, dass die Mäuse keine attraktiveren alternativen Nahrungsquellen vorfinden.

Kannst du Giftweizen ArvaStop auch vorbeugend einsetzen?

Nein, eine rein vorbeugende Anwendung ist nicht sinnvoll und rechtlich nicht zulässig. Der Einsatz darf erst erfolgen, wenn eine wirtschaftliche Schadschwelle überschritten ist oder eine akute Zunahme der Aktivität (z. B. durch den Lochtretversuch nachgewiesen) festgestellt wurde.

Wie entsorgst du eventuelle Reste oder verendete Tiere?

Verendete Feldmäuse sollten, sofern sie an der Oberfläche gefunden werden, vergraben oder eingesammelt werden, um Sekundärvergiftungen von Haustieren oder Greifvögeln komplett auszuschließen. Produktreste musst du über die kommunalen Schadstoffsammelstellen oder den autorisierten Fachhandel entsorgen.