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MetaDisque 3%

BVL Zul.-Nr. 007402-61

MetaDisque 3% ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von Nacktschnecken in einer Vielzahl von landwirtschaftlich bedeutenden Kulturen. Als modernes Ködergranulat formuliert, bietet das Produkt eine hervorragende Lockwirkung sowie eine hohe Regen- und Schimmelbeständigkeit. Dies sichert eine langanhaltende Attraktivität des Köders auf dem Feld, selbst unter feuchten und für Schnecken optimalen Witterungsbedingungen.

Der Wirkstoff Metaldehyd ist seit Jahrzehnten der Standard im professionellen Schneckenmanagement. MetaDisque 3% zeichnet sich durch eine homogene Kornstruktur aus, die eine präzise und gleichmäßige Streuung über die gesamte Arbeitsbreite ermöglicht. Dies ist besonders wichtig, um eine ausreichende Köderdichte pro Quadratmeter zu erzielen und die Schaderreger schnell zu erfassen, bevor nennenswerte Fraßschäden an den auflaufenden Kulturen entstehen.

Das Zulassungsspektrum umfasst wichtige Kulturen im frühen Entwicklungsstadium (BBCH-Stadium 0 bis 40), darunter Raps, Kartoffeln, Rüben und Getreide. In diesen Phasen sind die jungen Keimlinge besonders gefährdet, weshalb ein rechtzeitiger Schutz entscheidend für die Ertragssicherung ist.

Wirkstoffe

Metaldehyd
30 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in MetaDisque 3% enthaltene Wirkstoff Metaldehyd wirkt spezifisch auf die schleimbildenden Zellen der Nacktschnecken. Nach der Aufnahme des Köders oder durch bloßen Kontakt wird eine irreversible Überproduktion von Schleim induziert. Dieser Prozess entzieht dem Körper der Schaderreger lebensnotwendiges Wasser, was rasch zur vollständigen Dehydration und zum Tod der Schnecken führt. Die Wirkung ist stark temperatur- und feuchtigkeitsabhängig; bei trockener Witterung beschleunigt sich der Austrocknungsprozess. Da Metaldehyd selektiv auf den Schleimstoffwechsel von Weichtieren wirkt, unterscheidet sich dieser biochemische Ansatz grundlegend von klassischen Insektiziden, was das Risiko von Kreuzresistenzen im Feld ausschließt.

Resistenzmanagement

Obwohl für Metaldehyd keine klassischen Resistenzen bei Nacktschnecken bekannt sind, erfordert ein nachhaltiges Risikomanagement eine Kombination aus chemischen und kulturtechnischen Maßnahmen. Um den Selektionsdruck zu minimieren, sollte die Anwendung von MetaDisque 3% stets auf Basis von Befallskontrollen (z. B. mittels Schneckenfolien) erfolgen. Ein Wechsel mit Wirkstoffen anderer Klassen oder mechanische Bodenbearbeitung zur Zerstörung von Schneckeneiern und Rückzugsorten im Boden stützt die langfristige Wirksamkeit des Mittels.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei MetaDisque 3% um ein festes Ködergranulat handelt, entfällt die klassische Tankmischung in der Feldspritze. Das Produkt wird trocken mit speziellen Schneckenkornstreuern oder als Beimischung über den Düngerstreuer ausgebracht. Eine gemeinsame Ausbringung mit bestimmten Mikrogranulaten oder Düngemitteln ist technisch möglich, sofern die Streuer auf die unterschiedlichen Korngrößen und spezifischen Gewichte kalibriert sind, um Entmischungen während der Fahrt zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit MetaDisque 3% steht der Schutz von Anwendern, Haustieren und der Umwelt im Vordergrund. Aufgrund der Attraktivität von Ködern für Haustiere und Wildtiere ist eine exakte Dosierung und die Vermeidung von Köderhäufen zwingend erforderlich. Das Pflanzenschutzmittel ist so formuliert, dass es für Vögel und nützliche Bodenorganismen wie Regenwürmer bei sachgerechter Anwendung ein geringes Risiko darstellt. Dennoch müssen die gesetzlichen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern eingehalten werden, um einen Eintrag des Wirkstoffs in aquatische Ökosysteme zu verhindern.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RapsNacktschnecken0–297 KILOGRAM_PER_HECTARE
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Nacktschnecken0–297 KILOGRAM_PER_HECTARE
LeinNacktschnecken0–297 KILOGRAM_PER_HECTARE
KartoffelNacktschnecken0–407 KILOGRAM_PER_HECTARE
MohnNacktschnecken0–297 KILOGRAM_PER_HECTARE
SenfNacktschnecken0–297 KILOGRAM_PER_HECTARE
ZuckerrübeNacktschnecken0–197 KILOGRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Ausbringung von MetaDisque 3%?

Die Behandlung sollte unmittelbar bei Befallsbeginn oder bei Sichtbarwerden der ersten Fraßschäden erfolgen, idealerweise in den Abendstunden, wenn die Nacktschnecken aktiv werden. Besonders im BBCH-Stadium 00 bis 10 (Keimung bis Auflaufen) ist die Kultur extrem gefährdet, weshalb hier eine engmaschige Kontrolle ratsam ist.

Wie kontrolliere ich den Bekämpfungserfolg nach der Anwendung?

Da Metaldehyd zu einer starken Schleimabsonderung führt, sind verendete Schnecken oft direkt auf der Bodenoberfläche oder in unmittelbarer Nähe der Köderpunkte sichtbar. Ein Rückgang neuer Fraßspuren an den jungen Blättern der Kultur ist das sicherste Zeichen für eine erfolgreiche Dezimierung der Population.

Welchen Einfluss hat Regen auf die Stabilität des Ködergranulats?

MetaDisque 3% ist speziell formuliert, um feuchtem Wetter standzuhalten. Die Pellets quellen bei Regen auf, ohne sofort zu zerfallen, und behalten ihre Lockwirkung sowie ihre feste Struktur über einen längeren Zeitraum. Dennoch sollte eine Anwendung unmittelbar vor Starkregenereignissen vermieden werden.

Kann MetaDisque 3% zusammen mit Zwischenfrüchten oder bei der Saat ausgebracht werden?

Ja, das Ködergranulat kann über entsprechende Dosiergeräte direkt bei der Aussaat (z. B. von Raps oder Zwischenfrüchten) im Schlitz- oder Breitsaatverfahren ausgebracht werden. Dies schützt die Keimlinge direkt in der kritischen Phase des Auflaufens im Bodenbereich.

Wie verhindere ich, dass Haustiere oder Wildtiere den Köder aufnehmen?

Das Produkt enthält Bitterstoffe, die eine versehentliche Aufnahme durch Hunde, Katzen oder Wildtiere erschweren. Zudem muss das Granulat absolut gleichmäßig und flächig gestreut werden; die Bildung von Köderhäufen oder das Verschütten von Restmengen ist unbedingt zu vermeiden, um Vergiftungsrisiken auszuschließen.

Warum ist die Anwendung auf das BBCH-Stadium 40 begrenzt?

Die Begrenzung bis BBCH-Stadium 40 stellt sicher, dass das Pflanzenschutzmittel nur in den Phasen angewendet wird, in denen die Kulturen am empfindlichsten gegen Schneckenfraß sind und gleichzeitig keine Rückstände auf den später zu erntenden Pflanzenteilen verbleiben. Nach dem Schließen des Bestandes nimmt die Schadwirkung von Schnecken meist natürlicherweise ab.