Alle Mittel
OTHER · Sharda Cropchem Espana S.L.

PRAKTIS

BVL Zul.-Nr. 00A361-00

PRAKTIS ist ein hochwirksames, systemisches Fungizid zur Bekämpfung eines breiten Spektrums von pilzlichen Schaderregern in Getreide und Winterraps. Mit dem bewährten Wirkstoff Prothioconazol (250 g/l) bietet das Pflanzenschutzmittel sowohl protektive als auch kurative Eigenschaften. Es schützt die Kulturen zuverlässig vor ertragsmindernden Krankheiten und sichert somit die Ertragsleistung und Qualität der Ernte.

Die Formulierung zeichnet sich durch eine schnelle Wirkstoffaufnahme und eine langanhaltende Verteilung in der Kultur aus. Dadurch werden auch neu zuwachsende Pflanzenteile effektiv geschützt. Das breite Zulassungsspektrum umfasst wichtige Getreidearten wie Weizen, Gerste, Roggen und Triticale sowie Winterraps, was PRAKTIS zu einem flexiblen Baustein im modernen Pflanzenschutz macht.

Wirkstoffe

Prothioconazol
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Prothioconazol gehört zur chemischen Gruppe der Triazolinthione und wird innerhalb des FRAC-Codes der Gruppe 3 (DMI-Fungizide / Demethylierungs-Inhibitoren) zugeordnet. Die biochemische Wirkung beruht auf der Hemmung der Sterol-Biosynthese in den Zellmembranen der Pilze, genauer gesagt auf der Blockade der C14-Demethylase. Dies führt zu einer Störung der Membranintegrität und letztlich zum Absterben des Schaderregers. Durch die systemische Verteilung in der Kultur dringt der Wirkstoff nach der Anwendung rasch in das Blattgewebe ein und wird akropetal, also mit dem Saftstrom nach oben, transportiert. Dies gewährleistet eine gleichmäßige Schutzwirkung im gesamten Blattapparat, selbst bei bereits unbemerktem, latentem Infektionsdruck (kurative Wirkung).

Resistenzmanagement

Um das Risiko einer Resistenzbildung gegenüber DMI-Fungiziden (FRAC-Gruppe 3) zu minimieren, sollte PRAKTIS stets im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts eingesetzt werden. Es wird dringend empfohlen, die Anwendung mit Fungiziden anderer Wirkstoffklassen abzuwechseln, die einen unterschiedlichen Wirkungsmechanismus aufweisen, wie beispielsweise SDHI-Fungizide (FRAC-Gruppe 7) oder Strobilurine (FRAC-Gruppe 11). Zudem sollte die maximal empfohlene Anzahl an Anwendungen pro Saison nicht überschritten und stets die volle zugelassene Aufwandmenge genutzt werden, um selektiven Druck auf Schaderreger-Populationen zu vermeiden.

Mischbarkeit & Tankmischung

PRAKTIS weist eine hervorragende Mischbarkeit mit den meisten gängigen Herbiziden, Insektiziden, Wachstumsreglern und Blattdüngern auf. Bei Tankmischungen ist darauf zu achten, dass die jeweiligen Gebrauchsanleitungen der Mischpartner strikt eingehalten werden. Es wird empfohlen, die Spritzbrühe unmittelbar vor der Anwendung anzusetzen und zügig auszubringen. Eine ausreichende Wasseraufwandmenge sichert eine homogene Benetzung der Kultur, insbesondere bei dichten Beständen. Bei extremen Witterungsbedingungen wie starker Sonneneinstrahlung oder Temperaturen über 25 °C sollte von einer Behandlung abgesehen werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit PRAKTIS ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, obligatorisch. Zum Schutz von Gewässerorganismen sind die in der Zulassung festgelegten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (Abdriftminderungsklassen) strikt einzuhalten. Das Pflanzenschutzmittel ist in der Regel als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte die Anwendung nicht in den aktiven Bienenflug hinein erfolgen. Restmengen der Spritzbrühe dürfen nicht in die Kanalisation oder Gewässer gelangen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterweichweizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterrapsWurzelhals- und Stängelfäule (Leptosphaeria maculans)0–210.7 LITER_PER_HECTARE56T
WinterweichweizenBlatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenBlatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteZwergrost (Puccinia hordei)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterhaferHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)29–320.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)29–320.8 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleBraunrost (Puccinia recondita)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenGelbrost (Puccinia striiformis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)29–320.8 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteFusarium-Arten61–690.8 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleEchter Mehltau (Erysiphe graminis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
HartweizenGelbrost (Puccinia striiformis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)29–320.8 LITER_PER_HECTARE35T
HartweizenBlatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)29–320.8 LITER_PER_HECTARE35T
HartweizenBraunrost (Puccinia recondita)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenFusarium-Arten61–690.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)29–320.8 LITER_PER_HECTARE35T
HartweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteEchter Mehltau (Erysiphe graminis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteZwergrost (Puccinia hordei)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteGelbrost (Puccinia striiformis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
HartweizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteBlattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerhaferHaferkronenrost (Puccinia coronata)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)29–320.8 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleGelbrost (Puccinia striiformis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleSeptoria-Arten (Septoria spp.)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerhaferHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)29–320.8 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteGelbrost (Puccinia striiformis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
HartweizenFusarium-Arten61–690.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenGelbrost (Puccinia striiformis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenBraunrost (Puccinia recondita)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenBraunrost (Puccinia recondita)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenBraunrost (Puccinia recondita)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenFusarium-Arten61–690.8 LITER_PER_HECTARE35T
HartweizenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
HartweizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)29–320.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterrapsCylindrosporium-Weißfleckigkeit (Cylindrosporium concentricum)0–210.7 LITER_PER_HECTARE56T
WintergersteEchter Mehltau (Erysiphe graminis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerhaferEchter Mehltau (Erysiphe graminis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
TriticaleBlattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenBlattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterhaferEchter Mehltau (Erysiphe graminis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteFusarium-Arten61–690.8 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteBlattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenBlatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)25–610.8 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsSclerotinia sclerotiorum0–210.7 LITER_PER_HECTARE56T
WinterhaferHaferkronenrost (Puccinia coronata)25–610.8 LITER_PER_HECTARE35T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen Fusarium-Arten in Weizen?

Die beste Wirkung gegen Ährenfusarium wird erzielt, wenn die Anwendung gezielt während der Blüte (BBCH-Stadium 61 bis 65) erfolgt. Eine Applikation in diesem engen Zeitfenster schützt die Ähre direkt vor der Infektion und reduziert das Risiko von Mykotoxinbelastungen im Erntegut signifikant.

Kann PRAKTIS auch bei kühlen Frühjahrstemperaturen eingesetzt werden?

Ja, der Wirkstoff Prothioconazol besitzt eine gute Kältewirkung und kann bereits ab konstanten Temperaturen von etwa 5 bis 8 °C appliziert werden. Dies ist besonders vorteilhaft für frühe Behandlungen gegen die Halmbruchkrankheit oder frühe Rostinfektionen im Getreide.

Welche Rolle spielt die Wasserqualität bei der Ausbringung von PRAKTIS?

Eine neutrale bis leicht saure Wasserqualität (pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5) ist ideal für die Stabilität des Wirkstoffs in der Spritzbrühe. Bei sehr hartem oder alkalischem Wasser kann die Zugabe eines geeigneten pH-Puffers die Wirkstoffstabilität und somit die biologische Leistung optimieren.

Wie wirkt sich PRAKTIS auf den Ertrag und die Qualität von Winterraps aus?

Neben der direkten Bekämpfung von Wurzelhals- und Stängelfäule (Leptosphaeria maculans) fördert die Behandlung die Standfestigkeit des Rapses. Dies erleichtert den Drusch und sichert das Ertragspotenzial sowie den Ölgehalt der Rapssaat durch einen gesunden Stängelapparat.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen spezifische Schaderreger?

Nutzen Sie hierzu die Such- und Filterfunktion auf agronomy.farmable.tech. Sie können gezielt nach der gewünschten Kultur und dem spezifischen Schaderreger filtern, um eine vollständige Liste aller in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel inklusive deren Anwendungsbestimmungen anzuzeigen.