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Sonstige · GLOBACHEM NV

Starinta

BVL Zul.-Nr. 00B565-00

Starinta ist ein hochmodernes, leistungsstarkes Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von wirtschaftlich relevanten Pilzkrankheiten im professionellen Getreideanbau. Formuliert als flüssiges Konzentrat, basiert das Produkt auf dem hochwirksamen Wirkstoff Bixafen. Es wurde speziell entwickelt, um landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland eine verlässliche Lösung zur Sicherung von Ertrag und Qualität in anspruchsvollen Anbaujahren zu bieten.

Das Zulassungsspektrum von Starinta umfasst wichtige Getreidekulturen wie Winter- und Sommergerste, Winter- und Sommerweizen, Dinkel, Triticale sowie Winterroggen. Hier zeigt das Mittel eine herausragende Wirkung gegen ertragsmindernde Schaderreger, insbesondere gegen die Septoria-Blattdürre (Septoria tritici), weitere Septoria-Arten sowie gegen Rhynchosporium secalis, den Erreger der Blattfleckenkrankheit in Gerste und Roggen.

Mit einem flexiblen Anwendungsfenster, das vom Beginn des Schossens (BBCH 30) bis zum Beginn der Blüte (BBCH 61) reicht, lässt sich Starinta optimal in bestehende Pflanzenschutzstrategien integrieren. Es schützt die ertragsentscheidenden oberen Blätter sowie die Ähre nachhaltig vor Infektionen und sichert somit die Vitalität deiner Kulturen bis zur Ernte.

Wirkstoffe

Bixafen
125 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Starinta enthaltene Wirkstoff Bixafen gehört zur chemischen Gruppe der Pyrazol-4-carboxamide und ist als Succinat-Dehydrogenase-Inhibitor (SDHI) in die FRAC-Gruppe 7 eingestuft. Er greift gezielt in den Atmungsprozess der Schadpilze ein, indem er den Komplex II (Succinat-Dehydrogenase) in der mitochondrialen Elektronentransportkette blockiert. Dies führt zu einer sofortigen Unterbrechung der Energieproduktion (ATP-Synthese) des Pilzes. In der Folge werden wichtige Lebensprozesse des Schaderregers wie die Sporenkeimung, das Keimschlauchwachstum und die Myzelbildung effektiv gestoppt. Dank seiner lokal-systemischen und translaminaren Eigenschaften dringt der Wirkstoff nach der Behandlung rasch in das Blattgewebe ein und verteilt sich akropetal in Richtung der Blattspitze, was einen langanhaltenden Schutz auch für neu zuwachsende Blatteile gewährleistet.

Resistenzmanagement

Um einer Selektion resistenter Pilzstämme vorzubeugen, darf Starinta nicht als einzige Maßnahme gegen die Zielpathogene eingesetzt werden. Du solltest dieses Pflanzenschutzmittel stets im Rahmen einer vorausschauenden Spritzfolge verwenden und mit Fungiziden mischen oder abwechseln, die einen anderen, nicht kreuzresistenten Wirkungsmechanismus aufweisen (wie z. B. Triazole oder Kontaktwirkstoffe). Halte dich strikt an die empfohlenen Aufwandmengen und beschränke die Anzahl der SDHI-Behandlungen pro Saison auf das pflanzenbaulich notwendige Minimum gemäß den regionalen Empfehlungen des Pflanzenschutzdienstes.

Mischbarkeit & Tankmischung

Starinta ist im Allgemeinen gut verträglich und lässt sich mit vielen gängigen Fungiziden, Insektiziden und Wachstumsreglern in Getreide mischen. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischbarkeitsprobe (Kübeltest) durchführen. Befülle den Spritztank zunächst mit der Hälfte der benötigten Wassermenge, setze die Rührwerke in Gang und gib die Produkte in der Reihenfolge ihrer Formulierungstypen hinzu, wobei Starinta als flüssige Formulierung sorgfältig eingemischt wird. Vermeide Mischungen unter extremen Stressbedingungen wie Frost oder starker Hitze, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Starinta ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (wie Schutzanzug, robustes Schuhwerk und Schutzhandschuhe) beim Ansetzen der Spritzbrühe sowie während der Ausbringung unerlässlich. Um Gewässer und Nichtzielorganismen zu schützen, musst du Abdrift auf angrenzende Flächen und Oberflächengewässer durch den Einsatz driftmindernder Technik und die Einhaltung der gesetzlichen Abstandsauflagen vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern generell auf eine Anwendung in blühende Bestände oder auf von Bienen beflogene Unkräuter verzichten und die Behandlung bevorzugt in den späten Abendstunden durchführen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
DinkelSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–611 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleSeptoria-Arten (Septoria spp.), Rhynchosporium secalis30–611 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenRhynchosporium secalis30–611 LITER_PER_HECTARE
SommergersteRhynchosporium secalis30–611 LITER_PER_HECTARE
WintergersteRhynchosporium secalis30–611 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–611 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–611 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung deiner Kulturen mit Starinta?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt in der Regel in der Phase des Schossens bis zum Beginn der Blüte (BBCH 30 bis 61). Um die ertragsrelevanten oberen Laubblätter präventiv vor Septoria-Arten und Rhynchosporium zu schützen, solltest du die Behandlung durchführen, sobald erste Infektionsbedingungen im Frühjahr vorliegen und bevor sich der Schaderreger im Bestand ausbreitet.

Kannst du Starinta auch kurativ einsetzen, wenn bereits Symptome auf den Blättern sichtbar sind?

Obwohl der Wirkstoff Bixafen eine gewisse kurative Wirkung gegen frühe, noch nicht sichtbare Infektionsstadien besitzt, erzielst du den besten Bekämpfungserfolg immer bei einer vorbeugenden (präventiven) Anwendung. Sobald starke Symptome wie nekrotische Flecken auf den Blättern sichtbar sind, ist der Pilz bereits weit entwickelt und der Ertragsverlust lässt sich kaum noch vollständig verhindern.

Warum ist der Wirkstoffwechsel bei der Anwendung von Starinta so wichtig für dein Resistenzmanagement?

Da Starinta auf dem Wirkstoff Bixafen (einem SDHI-Fungizid aus der FRAC-Gruppe 7) basiert, besteht bei wiederholter Alleinanwendung ein erhöhtes Risiko, dass Schaderreger wie Septoria tritici Resistenzen entwickeln. Durch den gezielten Wechsel oder die Kombination mit anderen Wirkstoffklassen, wie beispielsweise Azolen (DMI), blockierst du unterschiedliche Stoffwechselwege des Pilzes und erhältst die langfristige Wirksamkeit des Mittels.

Wie verhält sich Starinta bei Regen kurz nach der Ausbringung?

Starinta zeichnet sich durch eine schnelle Wirkstoffaufnahme in das Blattgewebe aus. Sobald der Spritzbelag auf den Blättern vollständig angetrocknet ist – was unter normalen Witterungsbedingungen meist nach ein bis zwei Stunden der Fall ist –, ist das Pflanzenschutzmittel regenfest und die Schutzwirkung bleibt voll erhalten.

Welche Wassermenge solltest du für die Anwendung von Starinta wählen?

Für eine optimale Benetzung der Getreidebestände wird eine Wassermenge von typischerweise 150 bis 300 l/ha empfohlen. Eine gleichmäßige Anlagerung des Spritzbelags auf den Blättern ist entscheidend für die systemische Verteilung des Wirkstoffs und somit für einen lückenlosen Schutz der gesamten Kultur.

Wie findest du auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel für deine Fruchtfolge?

Du kannst ganz einfach die Filterfunktionen auf unserem Portal nutzen, um gezielt nach deiner Kultur (z. B. Winterweizen oder Wintergerste) und dem spezifischen Schaderreger zu suchen. Dadurch erhältst du eine Übersicht aller in Deutschland zugelassenen Produkte und kannst deine Behandlungsstrategie sowie das Resistenzmanagement optimal planen.